Kaiserslautern
2 : 0
Arminia Bielefeld
Fr., 08.05.2026 18:30

0:2-Niederlage in Kaiserslautern

Am 33. Spieltag der 2. Bundesliga holt unsere Mannschaft keine Punkte in Kaiserlautern. Nach einem frühen Elfmeter gegen uns (11.) und einem weiteren Treffer in der 29. Minute steht der Spielstand bereits fest, da die Gastgeber bis zum Schluss defensiv keine Lücken anbieten.

Das Gespann Cheftrainer Mitch Kniat und der an der Seitenlinie als sein Vertreter agierende Stellvertreter Dani Jara veränderten die Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen den VfL Bochum nur auf einer Position. Für Joel Grodowski spielte Marius Wörl von Beginn an. Während Kniat selbst die Parite auf die Tribüne verfolgte, fungierte Jara für die 90 Minuten als Chef an der Linie.

Und der sah seine Mannschaft, die zunächst sehr tief stand und Kaiserslautern den Ball überließ. Die erste Torannährung gabs nach fünf Minuten aber für den DSC. Doch Julian Krahl konnte soeben noch vor dem anlaufenden Taddel Momuluh klären. Schrecksekunde danach für Maximilian Bauer, den Jonas Kersken bei einer Rettungstat kräftig erwischte. So kräftig, dass nach zehn Minuten Maximilian Großer für ihn eingewechselt werden musste. Bitter gings weiter: Nach einer Chance durch Marlon Ritter, riss Tim Handwerker im Strafraum Maxwell Gyamfi um. Den fälligen Elfmeter schob Ritter (11.) zur Führung der Gastgeber ins linke Eck. Arminia aber nicht wirklich geschockt, versuchte es stattdessen mit der direkten Antwort. Doch Momuluhs Hereingabe verzog Jannik Rochelt (22.) aus sieben Metern übers Tor. Weiter ließ Arminia den Ball und die Pfälzer laufen. Die Tore aber schossen die Gastgeber: Weil der DSC den Ball am eigenen Strafraum nicht klären konnte, landete das Leder bei Ritter, der auf den durchstartenden Asta durchsteckte. Und der 25-Jährige vollendete aus wenigen Metern zum 2:0 für Kaiserslautern. Erneuter Rückschlag, aber auch eine erneute Trotzreaktion: Eine Flanke von Rochelt erwischte Roberts Uldrikis (35.) acht Meter vor dem Tor nicht richtig – da war deutlich mehr drin! Wie auch in der nächsten Szene: Momuluh legte für Uldrikis am Fünfmeterraum auf, der Lette (37.) scheiterte aber aus zu spitzem Winkel an FCK-Torwart Krahl. Bielefeld hatte weiterhin mehr vom Spiel und mehr Ballbesitz, die Gastgeber verwalteten das Ergebnis allerdings weitgehend sicher. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause. 

Dasselbe Bild auch nach dem Seitenwechsel: Lautern überließ weiterhin Arminia den Ball, der DSC nistete sich dann kurzzeitig im letzten Drittel vorm Lauterer Tor ein, traf aber durch Momuluh (48.) im Strafraum die falsche Entscheidung. Die richtige Entscheidung fällte danach Bassette, der von Schramm auf den Weg in Richtung Kersken geschickt wurde. Sein Solo endete zwar mit dem dritten Treffer, doch stand der Lauterer beim Start seines Alleinganges knapp im Abseits. Danach gabs eine Kopie der Vorwoche: Während Momuluh da seinen Schuh verlor und ein Elfmeter die Folge hätte sein dürfen, zog es auf dem Betzenberg nun Corboz (60.) den Schuh im Strafraum aus. Dieses Mal wars aber zu wenig für einen Strafstoß. In der Folge war unsere Mannschaft weiterhin bemüht, phasenweise mit viel Ballbesitz. Großchancen sprangen aber keine mehr heraus. Daran änderten weder die offensiven Einwechslungen noch die Abschlüsse von Robin Knoche (79.) und Momuluh (81.) nichts mehr. 

1FC Kaiserslautern: Krahl – J. Rasmussen, Gyamfi, Sirch – Wekesser (86. Kleinhansl), Robinson, Schramm (78. Hofmeister), Asta – Ritter (66. Skyttä) – Bassette (66. Emreli), Hanslik (87. Redondo)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (64. Lannert), Knoche, Bauer (11. Großer), Hagmann – Russo – Rochelt (83. Telalovic), Corboz – Wörl (64. Grodwoski), Uldrikis, Momuluh (83. Sarenren Bazee)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 48 183                                                        

Gelbe Karten: Ritter, Bassette, Lieberknecht, Sirch (5), Wekesser, Asta 

Tore: 1:0 (15., Foulelfmeter) Ritter, 2:0 (29.) Asta

„Es ist brutal heute“

Nach der 0:2-Niederlage äußern sich Jonas Kersken, Jannik Rochelt, Kapitän Mael Corboz, Co-Trainer Dani Jara und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Jannik Rochelt: „Es ist brutal heute, wir haben die ersten Minuten verschlafen und es nicht hinbekommen, die Null länger zu halten. Der Zeitpunkt für den Rückstand war zu früh, dann ist es bei heimstarken Lauteren schwer, wieder ins Spiel zu kommen. Wir haben danach versucht, alles reinzuwerfen. Sie hatten dann nicht mehr viele Chancen. Aber wir haben es auch nicht geschafft, richtig viele Großchancen herauszuspielen. Bei denen, dir wir hatten, hat es nicht gereicht. Wir müssen uns jetzt voll auf die kommende Woche konzentrieren, alles in die Trainingswoche reinlegen und gegen Hertha die Punkte holen.“ 

Jonas Kersken: „In diesem Stadion ist es mit einem Zwei-Tore-Rückstand nicht einfach zurückzukommen. Sie haben die Chancen eiskalt genutzt. Danach haben wir alles investiert, aber es hat nicht gereicht. Wir haben noch ein weiteres Spiel, ein Heimspiel. Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängenlassen, sondern das Spiel abhaken und mit unseren Fans gemeinsam das Ding gegen Hertha ziehen. Wenn ich nicht daran glauben würde, dürfte ich nicht mehr zum Training kommen. Ich bin optimistisch, dass wir das auch schaffen werden. Der Zusammenprall mit Maxi ist extrem bitter, das kann im Fußball immer passieren. Das ist eine sehr unglückliche Situation, ich hoffe, dass er kommende Woche wieder dabei sein kann.“ 

Kapitän Mael Corboz: „Wir wollten unbedingt gewinnen, haben es aber nicht geschafft und auch keine gute erste Halbzeit gespielt. Es tut natürlich weh. Das frühe Gegentor ist nicht gut, aber auch solche Situationen haben wir schon erlebt. Wir haben danach nicht geschafft, eine bessere Halbzeit zu spielen. Wir müssen für die kommende Woche mental voll da sein, da geht es um alles, und wir werden alles dafür tun, dass wir zuhause drei Punkte holen!“ 

Co-Trainer Dani Jara: „Die Verletzung von Maxi ist schon ein entscheidender Moment im Spiel gewesen. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben und in der Kabine. In der ersten Viertelstunde lief praktisch alles gegen uns und Kaiserlautern hat es dann geschafft, in 30 Minuten das Spiel zuzumachen. Im Fußball ist nicht alles planbar, es gibt Situationen, auf die man dann reagieren muss. Mit den zwei Toren im Rücken konnten sie das Spiel anders angehen, mussten nicht mehr viel investieren. Wir müssen uns jetzt bestmöglich auf Hertha vorbereiten und zuversichtlich sein, dass wir im Heimspiel das Ding ziehen werden.“ 

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir haben uns sehr viel vorgenommen, es war aber am Ende eine verdiente Niederlage. Nach fünf Minuten müssen wir Maxi Bauer auswechseln, ich glaube, dass das schon der erste Knackpunkt für uns war. Danach waren wir die zwanzig Minuten nicht richtig auf dem Platz, die ersten richtigen Torchancen vom Gegner waren dann auch noch drin. Wenn man auf dem Betzenberg dann mit zwei Toren hinten bist, können sie hier sehr gut verteidigen, haben viele zweite Bälle gewonnen und wir konnten bis auf ein paar Ausnahmen nichts Zählbares mehr herausholen. Wir wollten einen Riesenschritt gehen, das haben wir nicht geschafft. Es ist jetzt egal, woran es gelegen hat. Wir müssen alles für die kommende Woche abrufen, das Spiel abhaken und dann gegen Hertha zu Hause gewinnen.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern haben wir Euch die Bilder zum Spiel zusammengefasst.

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"Es ist ein sehr wichtiges Spiel und eine große Chance für uns!"

Vor unserem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Freitag spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat auf der Pressekonferenz vor der Partie. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Am Freitagabend begleiten uns über 3.500 Arminen. Vor dem Spiel spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat über…

… den Kader: „Ich bin mit der Leistung vom Wochenende sehr zufrieden. Alle haben es gut gemacht und ich habe auch ein gutes Spiel von meiner Mannschaft gesehen. Wenn es Veränderungen geben sollte, dann sind die immer taktische Natur. Verletzt wird weiterhin Arne Sicker ausfallen, dafür ist Joel Felix wieder ein paar Trainingseinheiten näher herangerückt. Insgesamt wird der Kader ziemlich ähnlich zur vergangenen Woche sein.“ 

… die Roten Karte: „Ich habe es direkt nach dem Spiel schon gesagt: das Wort „geisteskrank“ hat in dieser Situation nichts zu suchen. Ich wollte damit keinen persönlich angreifen, es ging lediglich darum, die Situation zu beschreiben. Das Wort ist im Umgangston von Fußballern sehr integriert, trotzdem darf ich es so dann nicht nutzen. Ich bin nicht aufgebracht auf den Schiedsrichter zugegangen, wollte ihn auch nicht beleidigen. Trotzdem ist das Wort gefallen und dementsprechend ist es auch mein Fehler.“ 

… zur besonderen Situation an der Seitenlinie: „Die Mannschaft ist gut vorbereitet und die Jungs werden mit Dani einen super Cheftrainer an der Seitenlinie haben. Ich hoffe natürlich, dass wir dasselbe positive Ergebnis einfahren wie damals bei 1860 München. Da hat Dani es ebenfalls gut gemacht. Insgesamt ergänzen wir uns im Trainerteam extrem gut. Wenn der eine den Gedanken im Kopf hat, dann spricht der andere ihn gerade aus. Das ist das, was für mich in Bielefeld einmalig ist. Wir haben alle einen guten Draht zueinander und stehen immer im offenen Austausch. Das macht die Arbeit sehr besonders.“ 

… den Gegner Kaiserslautern: „Es ist relativ schwer, sich auf Kaiserslautern vorzubereiten, weil sie öfter Dinge anpassen. Sie können mannorientiert anlaufen, können aber auch ganz tief stehen, wie bei uns im Hinspiel. Wir müssen uns auf viele Sachen vorbereiten und trotzdem kann man nicht jede Situation vorhersehen. Aber auch Münster hat anders gegen uns gespielt, als erwartet. Dann muss auch ein anderer Plan von uns greifen.“ 

… die Herangehensweise: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel und eine große Chance für uns. Wir freuen uns, dass sehr viele von uns mitreisen, es ist ein Hexenkessel. Diese Unterstützung werden wir auch brauchen. Vor dieser Kulisse müssen wir die Zweikämpfe sofort annehmen, versuchen das Spiel zu kontrollieren. Dann bin ich mir sicher, dass es ein ganz interessantes Spiel wird. Wenn wir Kaiserslautern laufen lassen, brauchen wir auch schnelle Verlagerungen. Das haben wir gegen Bochum sehr gut gemacht. Wenn die Restverteidigung nicht passt, haben sie einfach sehr gute Spieler, die vor allem die zweiten Bälle bekommen. Naatan Skyttä oder Marlon Ritter haben dann eine besondere Qualität. Wenn wir es schaffen, diese Spieler in den Griff zu bekommen, steigen deine Chancen, das Spiel zu gewinnen. “

Die komplette Pressekonferenz könnt Ihr auf ArminiaClubTV nachschauen:

Zu Gast auf dem Betzenberg

Am Freitagabend gastieren wir zum Flutlichtspiel beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg. Die Bilanz aus den jüngsten Duellen in der Pfalz macht Mut. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf unseren Gegner.

So sieht es aktuell aus: Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich aktuell im Mittelfeld der Tabelle und hat zuletzt einige schwierige Wochen hinter sich. Drei Niederlagen in Serie gegen Dynamo Dresden (0:1), Eintracht Braunschweig (0:2) und Holstein Kiel (0:3) zeigen, dass die Pfälzer derzeit nach Konstanz suchen. Auch offensiv blieb der FCK zuletzt ohne eigenen Treffer. Hinzu kommt der Ausfall von Ivan Prtajin, der mit einer Achillessehnenverletzung länger fehlen wird. Der Kroate war mit elf Toren in 14 Spielen der gefährlichste Angreifer der Lauterer.

Face to face: Es geht auf den Betzenberg – und damit zu einem der traditionsreichsten Auswärtsspiele der Saison im Kampf um den Klassenerhalt. Sportlich spricht zuletzt einiges für uns: Seit 2010 konnten wir in Kaiserslautern mehrfach punkten und sind dort in den vergangenen fünf Spielen ungeschlagen geblieben. Zwei Siege (2017 und 2023) zeigen, dass auf dem Betze durchaus etwas möglich ist. 

Kommen und Gehen: Mit Fabian Kunze und Carsten Rump stehen aktuell zwei ehemalige Arminen im Kader des 1. FC Kaiserslautern. Kunze ist sportlich eine feste Größe und stand bisher in jedem Spiel in der Startelf - wenn er nicht gelb gesperrt war. Auch in der Partie am Freitag wird er aufgrund einer Sperre nicht zum Einsatz kommen. Co-Trainer Carsten Rump, den viele noch aus seiner Zeit bei Arminia kennen, fällt derzeit verletzungsbedingt aus und wird vermutlich bis Saisonende nicht zur Verfügung stehen.

Zahlen, bitte: Ins Stadion der Pfälzer passen 49.327 Zuschauer, Auch in dieser Saison ist der Zuspruch groß: Mit einem Schnitt von 46.625 Fans liegt der 1. FC Kaiserslautern ligaweit auf Rang drei hinter Schalke 04 und Hertha BSC Berlin.

Mit 15 Verwarnungen ist Fabian Kunze aktuell der „Karten-König“ der Liga. Mit 15 Gelben Karten führt er diese Rangliste an.

Auch wenn mit Ivan Prtajin der Top-Torschütze fehlt, hat der FCK mit Naatan Skyttä einen weiteren Top-Scorer an Bord. Der Finne traf bereits neunmal und legte fünf weitere Treffer auf.

Fun-Facts am Rande:

Ein historisches Kunststück hat der FCK 1998 geschafft. Als Aufsteiger in die Bundesliga gelang unter Trainer Otto Rehhagel sensationell der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Bis heute einmalig in der Bundesliga-Historie.

Das Prädikat der „Roten Teufel“ haben die Pfälzer einem Spiel aus dem Jahr 1920 zu verdanken. Damals landeten sie einen unerwarteten Sieg gegen den favorisierten Karlsruher FV. Ein Journalist schieb damals von „Roten Teufeln am Betzenberg“ – ein Name, der bis heute geblieben ist.

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