3:2-Derby-Sieg!
Mit einem Traumtor von Mael Corboz und zwei perfekte Vorbereitungen von Tim Handwerker für Roberts Uldrikis und Taddel Momuluh hat unsere Mannschaft am 31. Spieltag einen wichtigen 3:2 (3:1)-Sieg bei Preußen Münster gesichert! Trotz einer kribbeligen Schlussphase stehen am Ende drei wichtige Punkte auf der Habenseite.

Vier Änderungen nahm unser Cheftrainer Mitch Kniat im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg vor: Für Maximilian Großer, Christopher Lannert, Semir Telalovic und Benjamin Boakye standen Robin Knoche, Roberts Uldrikis, Taddel Momuluh und Felix Hagmann in der Startelf. Arne Sicker fehlt weiterhin mit Wadenproblemen. Mehr Derby ging eigentlich nicht: Gegen Münster, Abstiegskampf pur und 1.860 Arminen-Fans unter den 10 500 Zuschauer im Preußenstadion. Denn besseren Start erwischten trotzdem die Gastgeber, die mit dem Anpfiff viel Engagement zeigten und sich sehr früh belohnten. Über rechts gings im Eiltempo nach vorne, eine Flanke von Charalambos Makridis köpfte Yassine Bouchama (3.) ein. Hagmann kam einen Schritt zu spät. Passgenau dann Momuluh! Eine Flanke von Tim Handwerker von der linken Seite landet nach 40 Meter Luftlinie genau bei Taddel (11.), der die Fußspitze einen Hauch eher am Ball hat als Mikkel Kirkeshov und ausgleicht. So sieht die perfekte Antwort aus – 1:1-Ausgleich. Und Arminia weiter im Angriffsmodus: Nach einer Ecke ebenfalls von Handwerker steigt Maximilian Bauer (14.) hoch, bekommt die Kugel mit dem Kopf aber nicht ausreichend gedrückt, sodass der Ball drüber geht. Handwerker wird dann endgültig zum Faktor für unsere Arminia! Wieder eine Flanke von ihm und Uldrikis (16.) drückt den Ball mit dem Kopf in luftiger Höhe ins Netz zum 2:1. Spiel gedreht! Und das mit dem Jubiläums-Standardtor Nummer 25 in dieser Saison.
Doppeltes Alu-Glück dann auf der anderen Seite: Erst köpft Jannis Heuer (25.) mit einer Bogenlampe an die Latte und den Abpraller setzt Imad Rondric aus kurzer Distanz an den rechten Außenpfosten. Münster im Aufwind und mit der nächsten Chance: Doch wiederum Rondic (29.) verpasst am Fünfmeterraum ein scharfes Zuspiel von der rechten Seite.
Nach 34 Minuten ein absolutes Sahnestückchen! Joel Grodowski mit einem langen Einwurf, den Uldrikis verlängert. Und unser Kapitän Mael Corboz zirkelt das Ding mit dem Rücken zum Tor mit der rechten Außenseite ins lange Eck! Weil es so gut lief, probierte es Jonny noch einmal mit einem langen Einwurf in den Strafraum. Weil kein Münsteraner klären konnte, bekam Momuluh (43.) die Chance, doch ein Abwehrbein der Preußen verhinderte in höchster Not Schlimmeres.
Nach dem Wechsel war klar: Münster musste mehr riskieren. Und der eingewechselte Shin Yamada nahm es sich zu Herzen, spielte zwei seiner Gegenspieler an der Außenlinie aus. Mehr als ein dann harmloser Eckball sprang aber nicht dabei heraus. Unser perfekter Vorbereiter machte hingegen da weiter, wo er aufgehört hat. Flanke Handwerker, wuchtiger Kopfball Uldrikis (50.), aber Torwart Johannes Schenk packte zu. Die Gastgeber steckten nicht auf, während unsere Mannschaft sich auf das Verteidigen der Führung konzentrierte. Erst verpasste Yamada (59.) freistehend und anschließend Jorrit Hendrix (60.), der sehr, sehr knapp das Gehäuse von Jonas Kersken verfehlte. Wiederum Hendrix (63.) hatte kurz eine weitere Gelegenheit, sein Volley rauschte aus 16 Metern am Kasten vorbei.
Auftegung nach 70 Minuten als Jannis Heuer Rochelt abräumte, Gelb kassierte. Aber der anschließende Freistoß wenig einbrachte. Münster ging in der Schlussviertelstunde volles Risiko, brachte mit Lars Lokotsch einen vierten Stürmer. Doch wenn Münster gefährlich wurde, fischte sich Kersken die Kugel von Yamada (74.) weg. Oder klärte mit einem tollen Reflex einen Kopfball von Makridis (76.). Bis zur 86. Minute. Einen langen Ball von Niko Koulis bekam Großer an den Hinterkopf und von dort kullerte das Leder ins Tor. Pech für den DSC und als Nachschlag eine spannende Nachspielzeit von sechs Minuten, die letztlich erfolgreich überstanden wurde. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Sascha Stegemann die Partie an.
SC Preußen Münster: Schenk – Kirkeskov (46. Yamada), Koulis, Heuer (73. Lokotsch), ter Horst – Hendrix (87. Batista Meier), Preißinger (58. Paetow), Bouchama – Makridis, Rondic, M. Schulz (46. Mees)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, Bauer, Hagmann – Russo (81. Großer) – Rochelt (90.+4 Schreck), Corboz – Grodowski (75. Wörl), Uldrikis (81. Telalovic), Momuluh (75. Sarenren Bazee)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 10.642
Gelbe Karten: Schulz, Preißinger (10), Heuer
Tore: 1:0 (3.) Bouchama, 1:1 (11.) Momuluh, 1:2 (16.) Uldrikis, 1:3 (34.) Corboz, 2:3 (86., Eigentor) Großer
„Wir wollten den Fans etwas zurückgegeben!“
Nach dem 3:2-Derby-Sieg äußern sich Kapitän Mael Corboz, Tim Handwerker, Robin Knoche und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für euch zusammengefasst.

Robin Knoche: „Es war zu erwarten, dass es Spitz auf Knopf kommen könnte. Das frühe Gegentor kommt etwas aus dem Nichts, danach hatten sie noch ein paar Standardsituationen, die man nicht immer wegverteidigen kann. Wir haben es aber gut gemacht, es sind drei Punkte und der Derby-Sieg! Die Reaktion nach dem Gegentor war top, wir haben das gemacht, was das Spiel von uns verlangt hat. Vor allem waren wir sehr clever und souverän. Derbys sind immer speziell, wir wollten den Fans heute etwas zurückgeben. Schön, dass das geklappt hat.“
Tim Handwerker: „Es war nicht das schönste Spiel, aber wir wollten es unbedingt gewinnen. Glückwunsch an die Mannschaft, wie sie mit dem Druck umgegangen ist. Wir mussten nach dem Rückstand ruhig bleiben, das haben wir gut hinbekommen und schnell drei Tore gemacht. Ich freue mich für das Team, die Mentalität dieser Jungs ist überragen. Das ist uns gut gelungen.“
Kapitän Mael Corboz: „Ich wollte den Ball so treffen, aber so ein Tor geht einmal von zehn Versuchen rein. Aber am Ende ist es egal, wie der Ball reingeht. Es war ein sehr wichtiges. Wir haben uns nach dem Rückstand nicht verrückt gemacht, solche Spielsituationen gibt es immer wieder. Aber kein Spiel ist dann vorbei. Die Jungs haben wieder gezeigt, dass sie mental immer voll da sind. Und das wird auch bis zum Ende so sein. Die Fans waren unfassbar, die Unterstützung ist schon die ganze Saison über überragend. Das ist eine Stärke von uns. Wenn du so ein Spiel ziehst, musst du das auch eng mit ihnen feiern. Sie geben alles für uns und wir wollten ihnen was zurückgeben.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Es war ein rassiges Derby, das für uns mit dem Gegentor extrem schlecht begonnen hat. Wir haben uns danach aber super gefangen, haben das Derby so angenommen, wie wir uns es vorgenommen hatten. Mit Emotion, mit Leidenschaft. Ich habe dann eine sehr gute erste Halbzeit gesehen, es war uns aber wichtig, dass wir defensiv stabil stehen. Wir mussten dann ein paar Situationen überleben, den einen oder anderen Angriff besser ausspielen. Wir haben das vierte Tor dann nicht gemacht und bekommen den Anschlusstreffer. Dann entwickelt sich so ein Derby noch einmal neu. Aber wir haben es gewonnen und bringen es gut nach Hause.“
Die Bilder zum Spiel
Nach dem 3:2-Derbyerfolg beim SC Preußen Münster haben wir Euch die besten Bilder zum Spiel zusammengestellt.

„Wir dürfen uns im Spiel von nichts überraschen lassen"
Vor unserem Auswärtsspiel gegen SC Preußen 06 Münster, Samstag, 25. April (13 Uhr), stellt sich unser Cheftrainer in der Pressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Rund 1.800 Arminen begleiten uns zum Derby nach Münster. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Mitch Kniat über…
…das Personal: „Wir hatten einige angeschlagene Spieler. Arne Sicker und Robin Knoche haben heute erstmals wieder mittrainiert – da müssen wir in den kommenden Tagen schauen, ob es für Samstag reicht. Marius Wörl war zu Wochenbeginn angeschlagen, ist inzwischen aber wieder fit. Gleiches gilt für Taddel Momuluh."
…den Gegner: „Ich erwarte ein körperbetontes Derby, in dem kein Zweikampf gescheut wird. Münster verteidigt sehr kompakt, da brauchen wir bessere Lösungen als zuletzt gegen Nürnberg. Wahrscheinlich werden sie aus dieser Kompaktheit agieren, es kann aber auch sein, dass sie uns – je nach Spielverlauf – früh anlaufen. Darauf müssen wir vorbereitet sein und dürfen uns im Spiel von nichts überraschen lassen. In einem Derby herrscht immer eine besondere Härte und eine angespannte Atmosphäre. Wenn wir damit gut umgehen, bin ich überzeugt, dass wir eine sehr gute Partie zeigen können."
…unsere Herangehensweise: „Wir brauchen ein hohes Tempo, müssen das Spiel gut verlagern und zielstrebig nach vorne agieren. Es geht um drei ganz wichtige Punkte, um uns von den unteren Tabellenplätzen abzusetzen. Die Vorbereitung unterscheidet sich dabei nicht groß von anderen Spielen, wir wollen immer aktiv auftreten, auf Sieg spielen und alles investieren. Genau das müssen wir am Samstag wieder auf den Platz bringen.“
Zu Gast im LVM-Preußenstadion
Am Samstag, den 25. April, gastieren wir um 13 Uhr beim SC Preußen 06 Münster. Vor dem Derby werfen wir einen Blick auf unseren Gegner:

So sieht es aktuell aus
Am Samstag steht das Derby an. Mit 28 Punkten belegt Preußen Münster aktuell den 18. Tabellenplatz. Für beide Teams geht es damit um extrem wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Zuletzt blieb der SCP in fünf Spielen ohne Sieg (zwei Unentschieden, drei Niederlagen), am vergangenen Spieltag gab es eine 1:4-Niederlage gegen Spitzenreiter Schalke 04. Eines ist jedoch klar: Im Derby wird Münster bis zur letzten Minute alles investieren, es wartet also eine intensive Aufgabe auf uns.
Face to face
Die Gesamtbilanz spricht für uns: 16 der bislang 36 Duelle konnte Arminia für sich entscheiden, achtmal gewann Preußen Münster. Das Hinspiel in der SchücoArena ging allerdings an die Gäste. Trotz früher Führung mussten wir uns am Ende mit 1:2 geschlagen geben. Entsprechend bietet sich am Samstag die Chance zur Revanche. Ein Auswärtssieg an der Hammer Straße liegt allerdings lange zurück. Der letzte Erfolg gelang uns im Jahr 1995, als wir uns mit 2:1 durchgesetzt haben.
Kommen und Gehen
Neben Jonny Grodowski verbindet einige Namen beide Vereine. So standen unter anderem Martin Kollenberg, Uli Gäher und Christos Orkas sowohl für Münster als auch für Arminia auf dem Platz. Auch Volker Graul, Torschützenkönig der 2. Liga Nord in der Saison 1974/75, trug in seiner Karriere die Trikots beider Klubs. Auf der Trainerbank gibt es ebenfalls Überschneidungen: Benno Möhlmann und Gerd Roggensack waren für beide Vereine tätig, ebenso Hans Werner Moors, der nach seiner Zeit als Arminia-Spieler später Trainer in Münster wurde.
Zahlen, bitte
Das LVM-Preußenstadion an der Hammer Straße wurde Mitte der 1920er Jahre errichtet und bietet aktuell Platz für 10.650 Zuschauer. Bis Ende 2027 soll das Stadion zu einer vollüberdachten Fußballarena mit mindestens 19.000 Plätzen ausgebaut werden.
Offensiv prägen vor allem Angelo Batista Meier (6 Tore, 4 Vorlagen) und Etienne Amenyido (6 Treffer) das Spiel der Münsteraner. Letzterer wird am Samstag verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kommen.
Am Rande
Preußen Münster spielte bislang nur eine Saison (die Premierensaison 63/64) in der höchsten Spielklasse und ist damit der einzige Verein der Bundesliga-Geschichte.

























