Arminia Bielefeld
2 : 2
SC Paderborn
Sa., 14.03.2026 13:00

2:2-Unentschieden gegen Paderborn

Ein scharf geschossener Strafstoß von Mael Corboz in der 90. Minute sicherte uns am 26. Spieltag einen hoch verdienten Punkt beim 2:2 (1:0) gegen den SC Paderborn 07. Für die Führung hatte vor 26 750 Zuschauer in der ausverkauften SchücoArena Joel Grodowski gesorgt, ehe Stefano Marino mit einem Doppelschlag das Spiel kurzzeitig drehte.

Cheftrainer Mitch Kniat hatte im Vergleich zum Spiel auf Schalke durchgemischt: Mit Noah Sareren Bazee, Marvin Mehlem, Maximilian Großer, der den gesperrten Stefano Russo ersetzt, und die zuletzt gesperrten Taddel Momuluh und Tim Handwerker standen gleich fünf neue Spieler in der Startelf gegen den SC Paderborn. Kurz vor Spielbeginn musste Robin Knoche angeschlagen passen, für ihn spielte Arne Sicker, der sich in der Fünfer-Abwehrkette in der Innenverteidigung wiederfand. Nach siebenminütiger Verspätung – aus dem Paderborner-Auswärtsblock zogen Rauchschwaden über das Spielfeld – erwischte der DSC den besseren Start: Freistoßflanke von Tim Handwerker (4.), Kopfball Mael Corboz, aber Paderborns Torwart Seimen ohne Probleme. Doch der DSC legte nach. Für ein Foul an Grodowski kassierte Calvin Brackelmann früh Gelb, der Freistoß aus 18 Metern brachte aber keinen nachhaltigen Erfolg. Und es blieb intensiv: Auch Marvin Mehlem (8.) holte sich den gelben Karton ab – mit Folgen: Der anschließende Freistoß landete über Stefano Marino bei Filip Bilbija (9.), der das Leder über die Linie drückte. Doch der VAR griff ein. War es Abseits? Drei Minuten später stand fest: Bilbija stand hauchdünn da, wo er nicht stehen durfte – also kein Tor. Das hätte unsere Arminia um ein Haar im Gegenzug erzielt. Doch der Kopfball von Grodowski (13.) verfehlt knapp das Ziel. 

Eine sehr intensive, kämpferische erste Viertelstunde in der wiederum ausverkauften SchücoArena, die nach 24 Minuten so richtig auf Betriebstemperatur kam: Momuluh tankt sich auf der rechten Seite gleich gegen zwei Paderborner durch, legt auf für Sicker und dessen Flanke vollendet Grodowski (24.) mit dem Hinterkopf sehenswert zur Führung! Und Arminia hat Appetit auf mehr. Nur vier Minuten später setzt sich Mehlem klasse im Dribbling durch und bedient Sarenren Bazee perfekt, der aber etwas in Rücklage das Leder nicht mehr ins Tor drücken kann. Und weil es läuft, macht der DSC einfach weiter. Momuluh mit Tempo über rechts, seine Hereingabe verpasst Sarenren Bazee kurz vor der Torlinie ganz knapp. Nicht zu übersehen: Arminia arbeitet intensiv am zweiten Treffer! Und wenn Sarenren Bazee (40.) in der nächsten Situation unseren freistehenden Kapitän gesehen hätte, wäre das nächste Tor aus weinigen Metern sehr wahrscheinlich gefallen. So aber wird die Kugel geblockt. Auch Paderborn beteiligt sich am Offensiv-Spektakel, aber Ruben Müllers Schuss (41.) aus vollem Lauf geht knapp am Tor vorbei. Genauer zielt kurz vor der Pause Brackelmann, der aus dem Gewühl im Strafraum zum vermeintlichen Ausgleich trifft. Doch auch hier greift der VAR ein und entscheidet auf Abseits!

Nach der Pause machte Paderborn da weiter wo sie aufgehört hatten: Und dieses Mal zählte der Treffer! Laurin Curda spielte Marino (53.) zentral an. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und erwischte deshalb Kersken auf dem falschen Fuß. Neun Minuten später schnürte Marino (62.) den Doppelpack. Eine scharfe Hereingabe von Raphael Obermair vollendete der Paderborner mit der Hacke zur Führung der Gäste. Doch der DSC zeigte sich vom Doppelschlag nicht beeindruckt. Erst scheiterte Grodowski aus zwölf Metern (66.) und anschließend Bauer mit einem wuchtigen Kopfball (66.). Doch Jonny (74.) legte nach: Sein Solo aus spitzem Winkel konnte Keeper Seimen gerade noch mit dem Fuß klären. Nach der folgenden Ecke kommt der eingewechselte Robers Uldrikis (75.) frei zum Kopfball. Großchance! Doch Paderborn kann auf der Linie klären. Arminia versucht alles, um zumindest einen Punkt in Bielefeld zu behalten. Doch einem Lupfer von Sicker (84.) in den Rücken der Paderborner Abwehr kann Uldrikis mit dem Kopf nicht den nötigen Schwung geben. Den bekommt dann aber Momuluh, der im Strafraum zu Boden geht. Den fälligen Elfer haut Corboz (90.) zum verdienten 2:2 in die Maschen. Geht da in der siebenminütigen Nachspielzeit noch mehr? Arminia sagt ja und versucht es immer wieder mit Distanzschüssen. Die letzte Chance vergibt der eingewechselte Semir Telalovic, der eine Flanke von Momuluh nicht ins Tor drücken kann. Somit nehmen wir einen starken Punktgewinn mit in die Woche. Weiter geht’s am Samstag (13 Uhr) beim SV Elversberg.

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (73. Wörl), Sicker, M. Bauer, Boakye (80. Lannert) – Großer – Corboz, Mehlem (87. Rochelt) – Sarenren Bazee (73. Uldrikis), Grodowski (87. Telalovic), Momuluh 

SC Paderborn 07: Seimen – Brackelmann, Götze, Scheller – Obermair, Castaneda (90+1 Hansen), Baur, Curda (76. Sticker) – Bilbija (67. Klaas), Marino (90+1 Bätzner), Müller (76. Tigges)

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Mehlem, Handwerker, Bauer/Brackelmann, Castaneda, Kettemann (Trainer)

Tore: 1:0 (24.) Grodowski, 1:1, 1:2 (53., 62.) Marino, 2:2 (90., Foulelfmeter) Corboz

 

 

"Diese Mannschaft gibt niemals auf!"

Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SC Paderborn äußern sich Kapitän Mael Corboz, Arne Sicker, Joel Grodowski und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Mael Corboz: „Ich habe mir den Ball genommen und die Verantwortung übernommen. Es ist gut gegangen und wir wollten unbedingt noch einen nachlegen. Es ist eine Top-Mannschaft, gegen sie zu punkten ist viel wert. Mit dem Spielverlauf hätten wir einen Sieg verdient gehabt. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, am Ende haben wir uns gut zurückgekämpft. Das wäre in der Vergangenheit vielleicht nicht immer so gewesen. Das zeigt, dass die Mannschaft sich entwickelt hat. Die Gegentore bekommen wir zu leicht, aber wir haben sehr viele Meter gemacht und Paderborn macht es dann gut, sie haben uns mit Diagonalbällen auseinandergezogen. Wir hatten aber auch Chancen, um das dritte Tor zu machen. Die Unterstützung war voll da, wir können uns darauf verlassen. Es liegt an uns, das auf dem Platz umzusetzen. In den letzten Heimspielen hat man gesehen, dass es zwischen uns passt.“ 

Arne Sicker: „Vom Spielverlauf her können wir sehr zufrieden sein, gegen eine Top-Mannschaft 2:2 gespielt und einen Punkt mitgenommen zu haben. Wenn man sich allerdings die erste Halbzeit anschaut, ist es etwas ärgerlich, weil wir die besseren Torchancen hatten. Paderborn hatte zwar zwei Abseitstore, aber Abseits ist Abseits. Wir haben am Ende eine gute Moral gezeigt und uns den Ausgleich verdient. Nach drei Niederlagen in Folge tut es gut, endlich wieder gepunktet zu haben. Während des Warmmachens habe ich erfahren, dass ich spielen werde, aber wir sind Profis und müssen immer bereit sein. Ich bin für die Mannschaft da, wenn ich gebraucht werde und gebe alles. Die Stimmung im Stadion war von Anfang bis Ende wieder richtig geil, die Unterstützung der Fans ist einfach überragend. Ich hoffe, dass uns nächste Woche auch viele nach Elversberg begleiten.“

Jonny Grodowski: „Bei den aberkannten Toren hatten wir zweimal Glück. Insgesamt haben wir meiner Meinung nach ein gutes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit bekommen wir schnell zwei Gegentore, aber wir haben nicht aufgegeben und uns mit dem 2:2 belohnt. Am Ende ist das Ergebnis gerecht. Ich habe in den letzten Wochen viel am Kopfballspiel gearbeitet und mich heute mit dem Treffer belohnt. Wir haben wieder gezeigt, dass wir mit den Top-Teams mithalten können. Jeder Punkt zählt. Wir wissen, was wir können und wollen nächste Woche in Elversberg drei Punkte holen. Wichtig ist, dass wir alle zusammenhalten, denn nur gemeinsam schaffen wir den Klassenerhalt. Die Unterstützung der Fans war wieder überragend, besonders in den letzten zehn Minuten. Das bedeutet uns enorm viel.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit gesehen, bei der wir uns ankreiden müssen, dass wir nicht das zweite Tor gemacht haben. Dann hätten wir uns viel wohler gefühlt und es vermutlich auch über die Zeit gebracht. Wir wollten die Umschaltmomente nutzen, das ist uns auch gelungen. Wir hatten dann ein paar Minuten, in denen wir zu viel zugelassen haben. Das bestraft eine Mannschaft wie Paderborn sofort. Insgesamt habe ich aber gesehen, was ich von meiner Mannschaft jede Woche sehe. Egal, wie es steht, sie gibt niemals auf und macht immer weiter. Die Energie vom Stadion und von der Mannschaft hat man extrem gemerkt. Das ist genau das, was ich mir vorgestellt habe. Die Art und Weise passt seit Wochen. Am Ende sind wir unzufrieden, dass es nicht für mehr gereicht hat. Aber wir müssen den Punkt auch richtig einordnen.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SC Paderborn 07 haben wir Euch die besten Bilder des OWL-Duells zusammengestellt.

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"Die Unterstützung von den Rängen kann den Unterschied machen!"

Am 26. Spieltag begrüßen wir den SC Paderborn 07 bei uns in der SchücoArena. Vor der Partie beantwortet unser Cheftrainer Mitch Kniat auf der Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Medienvertreter. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Das anstehende OWL-Duell ist restlos ausverkauft. Wir freuen uns auf ein stimmungsvolles Stadion am Samstag. Auf der Spieltagspressekonferenz spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat über… 

… das Personal: „Stefano Russo wird aufgrund einer Gelbsperre am Samstag fehlen. Das ist natürlich ein Verlust für uns, aber wir haben mehrere Optionen, ihn zu ersetzen. Isaiah Young fällt ebenso weiterhin aus. Roberts Uldrikis wurde unter der Woche etwas gesteuert, ansonsten können wir aus den Vollen schöpfen.“

… den Gegner und unsere Herangehensweise: „Paderborn spielt einen sehr guten Ballbesitzfußball und bindet den Torwart immer wieder aktiv in den Spielaufbau ein. Dadurch wird das Anlaufen schwer für uns. Sie haben zudem Spieler, die immer wieder in die Tiefe gehen und die Breite gut nutzen, also vieles von dem, was eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Trotzdem haben wir ein Heimspiel und sind hochmotiviert. Wir müssen viele Torchancen kreieren. Defensiv stehen wir stabil, aber uns fehlen aktuell die Tore. Deshalb müssen wir um jeden Punkt hart kämpfen. Unsere Basis bleibt die Kompaktheit und die Arbeit gegen den Ball. Bei uns denkt jeder defensiv wie offensiv mit.“

… den Zusammenhalt mit den Fans: „Die Stimmung wie zum Beispiel gegen Braunschweig war Weltklasse. Gerade in solchen heißen Phasen wie jetzt brauchen wir diesen Rückhalt. Wir spielen zuhause gegen ein Topteam, da kann der Support von den Rängen den Unterschied machen. Der 12. Mann ist enorm wichtig für uns. Wir müssen alles geben und zusammenhalten, so wie unsere Fans uns immer unterstützen. Ich freue mich auf eine ausverkaufte SchücoArena und darauf, dass alle richtig Lust auf dieses Spiel haben und wir im besten Fall am Ende gemeinsam feiern. Alle müssen eine Richtung denken. Auch in den kritischen Phasen brauchen wir jeden Einzelnen mit einhundert Prozent.“

Die komplette Pressekonferenz könnt ihr auf ArminiaClubTV nachschauen: 

OWL-Duell in der Schüco-Arena

Am Samstagmittag empfangen wir unsere Nachbarn aus Paderborn in der SchücoArena. Anstoß ist um 13 Uhr. Wir blicken vor der Partie auf den SC Paderborn 07.

So sieht es aktuell aus: Aufgrund einer Gelbsperre fehlt beim SC Paderborn 07 Sven Michel. Seine fünfte gelbe Karte sah er letzte Woche in der 61. Minute beim 1:1 zuhause gegen Eintracht Braunschweig. In der achten Minute der Nachspielzeit gelang ihm dann noch der Ausgleich. Der SCP spielte ab der 67. Minute mit einem Spieler mehr auf dem Feld, Braunschweigs Patrick Nkoa hatte Rot gesehen. Beim DSC fehlt Stefano Russo nach seiner fünften gelben Karte. Vier weiteren Spielern droht mit jeweils vier Verwarnungen ebenfalls eine Sperre: Mael Corboz, Christopher Lannert, Benjamin Boakye und Joel Grodowski.

Face to face: Die Statistik spricht am Samstag für uns. In den insgesamt sieben Heimspielen gegen den SC Paderborn haben wir noch nie eine Niederlage einstecken müssen. Drei Siege und vier Unentschieden lautete die durchaus eindrucksvolle Bilanz. Auch die Gesamtbilanz geht an uns: Sechs Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen stehen in den Geschichtsbüchern. Dazu kommt, dass in jedem Duell mindestens zwei Treffer fielen. Wir freuen uns also auf einen unterhaltsamen Nachmittag. 

Kommen und Gehen: Im Winter kam mit Kennedy Okpala ein Neuzugang aus Mannheim zu den Paderbornern. Verlassen hat den Verein aber schon im Sommer der ehemalige Bielefelder Arne Schulz, der mittlerweile für den Drittligisten Viktoria Köln spielt.

Zahlen, bitte: Top-Torschütze der Paderborner ist aktuell Filip Bilbija mit neun Saisontreffern. Bester Vorbereiter ist Raphael Obermair, der fünf Treffer aufgelegt hat.

Fun-Facts am Rande: Der Vorsitzende des SC Paderborn ist ein alter Bekannter: Thomas Sagel kickte in der Saison 1986/87 für den DSC und erzielte in 21 Spielen vier Treffer. 2021 wurde der 62-Jährige zum Ersten Vorsitzenden des SCP gewählt.

Auch wenn es schon elf Jahre zurückliegt: Moritz Stoppelkamp erzielte 2014 in Paderborn für den SC ein Tor aus unglaublichen 83 Metern. Leidtragender war damals Hannover 96.

Prominente Sport-Gene im Mittelfeld der Paderborner: Der Vater von Mika Baur ist die Handball-Legende Markus Baur, heute erfolgreicher Sportdirektor beim Drittligisten HG Saarlouis.

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