Arminia Bielefeld
0 : 1
Hannover 96
Sa., 28.02.2026 13:00

0:1-Niederlage gegen Hannover

Am 24. Spieltag der 2. Bundesliga verliert unsere Mannschaft nach einer sehr guten Leistung gegen Hannover 96 denkbar knapp mit 0:1. Das einzige Tor fällt durch einen Handelfmeter von Enzo Leopold, der recht überraschend nach langer Studie des Videobeweises gegeben wurde. Der späte Ausgleichstreffer von Noah Sarenren Bazee (90+8) wurde wegen vorherigen eines Fouls nicht anerkannt.

Cheftrainer Mitch Kniat begann die Partie mit einer Veränderung. Für Christopher Lannert rückte Benjamin Boakye in die Startelf. Um den Top-Torjäger der Liga, Benjamin Källman, kümmerte sich Robin Knoch und Maximilian Bauer etwas intensiver. Die erste Aktion gehörte direkt unsere Arminia: Taddel Momuluh (2.) zündete auf rechts den Turbo, bekam aber in Mittelstürmerposition den Ball nicht mehr unter Kontrolle, da war gleich zu Beginn mehr drin. Weiter gings: Freistoß an der rechten Strafraumkante, doch Tim Handwerker (4.) verzog knapp. Arminia mit einer erfrischenden Anfangsoffensive, die die Gastgeber früh unter Druck setzte. Vor allem Taddel Momuluh lieferte immer wieder Flanken ins Zentrum, die bis dahin aber noch keinen Erfolg brachten. 65 Prozent Ballbesitz sprachen für eine starke Anfangsphase! Hannover tat sich gegen das Pressing der Hausherren schwer, während sich unsere Mannschaft im Strafraum festsetzte und vielversprechend am Führungstreffer arbeiteten. Die erste Aktion der Gäste nach elf Minuten: Boakye kommt gegen Källman zu spät, der folgenden Ecke, folgt eine zweite, die geklärt wird. Ein Konter von Boakye konnte nicht zu Ende gespielt werden. Nach 20 Minuten sehen die 26 750 Fans in der ausverkauften SchücoArena eine hoch engagierte und überlegene Arminia, der nur ein Tor zum Glück fehlt. Das wäre dann um ein Haar zwei Minuten später gefallen: Belagerungszustand im 96-Strafraum, Roberts Uldrikis legt für Stefano Russo ab, dessen Schuss wird geblockt, den Abpraller schießt Maximilian Bauer aus zentraler Position 96-Keeper Nahuel Noll in die Arme. Auf der anderen Seite hatte dann Källman (30.) die Führung auf dem Fuß. Ein Pass von Maik Nawrocki in den Strafraum, doch der Finne zieht aus 14 Meter knapp übers Tor. Dafür probiert es Russo (36.) mit einem feinen Freistoß aus 17 Metern, den Noll soeben noch wegfausten kann.

Starker Beginn nach dem Seitenwechsel: Nach nur 14 Sekunden hatte Momuluh die Großchance zur Führung! Ein geblockter Schuss von Corboz landete bei Taddel, der die Kugel aus zehn Metern aber über den linken Winkel jagte. Was wäre das für ein perfekter Start in Hälfte zwei gewesen und eine perfekte Kopie zu seinem Blitz-Tor im November gegen Karlsruhe. Hannover durch den Blitzstart der Arminia aufgewacht danach präsenter und mit Aktionen im Strafraum. Bei einer berührt Russo den Ball mit der Hand. Nach Video-Check entscheidet Schiedsrichter Eric Weisbach auf Strafstoß für 96! Enzo Leopold (63.) trifft zum 1:0 für die Gäste. Das war gleichzeitig der erste 96-Torschuss auf Bielefelder Gehäuse im bisherigen Spiel! Kurz darauf wird es wieder gefährlich. Freistoß aus 17 Metern, Mittelstürmerposition. Doch dieses Mal trifft Leopold (71.) nur die Bielefelder Mauer. Rückstand aber kein Rückschlag für unsere Arminia: Die eingewechselten Joel Grodowski und Noah Sarenren Bazee sorgen für mächtig Alarm in der Offensive, aber noch ohne Erfolg: Uldrikis‘ Kopfball (75.) landet auf dem Tordach, Corboz‘ Kopfball (78.) in den Armen von Noll. Und auch Godowskis Sololauf (80.) wird letztlich vom 96-Torwart weggefischt. In den Schlussminuten geht Mitch Kniat „all in“, bringt mit Eyyüb Yasar einen vierten Stürmer. Im Minutentakt fliegen die Bälle vors 96-Tor Und einer sogar ins Tor! Der Jubel ebbt leider schnell ab, weil Kersken, der mit nach vorne gelaufen war, Torwart Noll behindert haben soll. Somit wird der Treffer von Sarenren Bazee aberkannt. Eine großartige Schlussoffensive wird leider nicht belohnt, denn nach zehn Minuten Nachspielzeit beendet Schiedsrichter Eric Weisbach die Partie. 

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, M. Bauer, Boakye (90. Telalovic) – Wörl (83. Yasar), Russo, Corboz (83. Mehlem) – Rochelt (68. Sarenren Bazee), Uldrikis, Momuluh (68. Grodowski)

Hannover 96: Noll – Okon, Nawrocki, Allgeier – Leopold – Oudenne, Aseko Nkili (86. Thordarson), Neubauer – Saad (65. Chakroun), Källman (65. Pichler), Yokota (65. Weißhaupt)

Schiedsrichter: Eric Weisbach (Halle)

Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Handwerker, Bauer – Leopold, Chakroun, Aseko Nkili, Weißhaupt

Tore: 0:1 (63., Handelfmeter) Leopold

 

"Die Niederlage ist extrem bitter!"

Nach der 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 äußern sich Cheftrainer Mitch Kniat, Kapitän Mael Corboz, Stefano Russo und Taddel Momuluh vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Mael Corboz: „Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, gerade mit dem Ball. In den ersten 60 Minuten müssen wir eigentlich in Führung gehen, die Chancen waren da. Leider machen wir das Tor nicht. In der 2. Liga wirst du bestraft, wenn du deine Möglichkeiten nicht nutzt. Dann kassieren wir ein unglückliches Gegentor. Zum Schluss haben wir nochmal Druck aufgebaut und uns gute Chancen erarbeitet. Insgesamt hat Hannover es gut gemacht, für mich sind sie eine absolute Top-Mannschaft. Die Niederlage ist bitter, ein Punkt wäre heute verdient gewesen. Jetzt müssen wir selbstbewusst bleiben, nächste Woche in Schalke an diese Leistung anknüpfen.“

Taddel Momuluh: „Die ersten 60 Minuten haben wir im Anlaufen vieles richtig gemacht. Natürlich war das mit Risiko verbunden und wir mussten in manchen Situationen hinterherlaufen, aber insgesamt war es gut. Wir hatten einige klare Chancen. Der Elfmeter war extrem bitter. Wir wollten unbedingt den Ausgleich, am Ende hat es leider nicht gereicht. Das zeigt wieder, dass jeder jeden in der 2. Liga schlagen kann. Die kommenden Aufgaben werden nicht leichter, aber man sieht, dass wir mit den Teams aus den oberen Tabellenregionen mithalten können.“

Stefano Russo: „Der Schiedsrichter hat auf Elfmeter entschieden. Für ihn war meine Bewegung zwar nicht unnatürlich, aber er hat es so bewertet, dass meine Hand aktiv zum Ball gegangen ist. Das ist extrem bitter, vor allem weil es eine der wenigen Chancen von Hannover war. Wir haben sehr viel investiert, sind intensiv in die Zweikämpfe gegangen und haben defensiv wie auch mit Ball ein gutes Spiel gemacht. Uns hat am Ende der letzte Punch gefehlt, um selbst ein Tor zu erzielen. Es war ein sehr intensives Spiel, so ein Gegentor tut weh. Trotzdem können wir auf dieser Leistung aufbauen und müssen unsere Chancen am Freitag besser nutzen.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben viele Umschaltmomente gehabt. Nach Ballgewinnen wollten wir direkt die Tiefe attackieren, das ist uns zu Beginn sehr gut gelungen und wir hatten in den gefährlichen Zonen gute Abschlussmomente. Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen, deswegen beschwere ich mich nicht über die Entscheidung beim Elfmeter. Allerdings fehlt mir hier eine klare Linie bei der Auslegung der Regel. Der erste direkte Torschuss von Hannover ist durch einen Elfmeter drin. Die Art und Weise und die Herangehensweise meiner Mannschaft war heute top. Ich bin heute extrem stolz auf meine Mannschaft. Heute hätten wir uns mindestens einen Punkt verdient gehabt und wir können sehr viel Positives aus diesem Spiel für die kommenden Aufgaben mitnehmen.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 0:1-Heimniederlage am Samstag gegen Hannover 96 haben wir Euch die besten Bilder des Spiels zusammengestellt.

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"Wir müssen das Spiel als Chance sehen!"

Am 24. Spieltag begrüßen wir Hannover 96 bei uns in der SchücoArena. Vor der Partie beantwortet unser Cheftrainer Mitch Kniat auf der Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Medienvertreter. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Die Partie gegen Hannover ist restlos ausverkauft. Wir erwarten also ein stimmungsvolles Stadion am Samstag. Auf der Spieltagspressekonferenz spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat über… 

… den Kader: „Wir mussten unter der Woche einige Spieler steuern. Felix Hagmann hat nach seiner Zahn-OP noch eine dicke Wange, konnte aber wieder ins Training einsteigen. Isi Young hingegen laboriert an einer Bänderdehnung im Fuß. Da müssen wir noch die Untersuchungen abwarten. Alle anderen sind bereit und stehen für Samstag zur Verfügung.“ 

… den Gegner Hannover 96: „Es kommt eine absolute Top-Mannschaft auf uns zu. Sie haben im Winter noch einmal mit weiteren Spielern nachgelegt. Das zeigt ganz klar, dass ihr Ziel es ist, dieses Jahr aufzusteigen. Sie haben ein gutes Trainerteam, einen guten Plan. An Samstag muss für uns alles passen, der Plan muss stimmen und er muss perfekt umgesetzt werden. Dann hat man Möglichkeiten etwas mitzunehmen. Aber wir müssen definitiv ans Limit gehen, wenn wir punkten wollen.“ 

… die Herangehensweise: „Hannover hat klar erkennbare Muster, die sie immer gleich durchziehen. Das hat man schon am ersten Spieltag erkannt und sieht sie jetzt immer besser. Trotzdem heißt das nicht, dass man sich da einfach drauf vorbereiten kann, denn es ist einfach eine Top-Mannschaft in dieser Liga. Sie haben immer gute Lösung, können vieles im Eins-gegen-Eins lösen. Wir müssen im letzten Drittel die Zweikämpfe annehmen und gewinnen. Schaffen wir das, müssen wir im Ballbesitz gute Lösungen finden und zielstrebiger in der Offensive sein als noch in der vergangenen Woche. Wir müssen das Spiel als Chance sehen, dass wir auch einen Großen schlagen können.“ 

Die komplette Pressekonferenz könnt ihr auf ArminiaClubTV nachschauen: 

Guten Tach, Hannover!

Am Samstag empfangen wir Hannover 96 in der SchücoArena. Es kommt ein Team, was ein klares Ziel vor Augen hat: den Aufstieg. Wir blicken auf unseren Gegner aus Niedersachsen.

So sieht es aktuell aus: Hannover liegt aktuell auf Rang fünf und damit nur wenige Punkte hinter einem Aufstiegsplatz. Zuletzt gab es gegen Dresden ein 0:0, zuvor hatte 96 vier Heimspiele in Serie gewonnen. An dem aktuellen Erfolg ist unter anderem der Stürmer Benjamin Källman beteiligt. Der finnische Nationalspieler erzielte 13 Treffer und zählt damit zu den treffsichersten Angreifern der Liga. Insgesamt verfügt Hannover über einen international besetzten Kader mit Spielern aus zahlreichen Nationen, vor allem in der Offensive ist die Vielfalt groß. Dabei sind neben Finnland Akteure aus dem Libanon, der Sierra Leone, Österreich, Norwegen, Japan, Tunesien und Deutschland vertreten. Trainer Christian Titz hat es geschafft, daraus eine geschlossene Einheit zu formen. 

Face to face: Im direkten Vergleich liegen wir knapp vorn: 17 Siege für uns, 16 für Hannover bei insgesamt 43 Duellen. Zuhause gab es zuletzt am 17. August 2024 einen 2:0-Erfolg im DFB-Pokal. Der höchste Sieg gegen 96 liegt fast genau 25 Jahre zurück. Am 22. April 2001 gab es ein 5:2 in unserem heimischen Stadion. Artur Wichniarek erzielte an diesem Tag vier Treffer. 

Kommen und Gehen: Zwischen beiden Vereinen gibt es einige personelle Berührungspunkte. Marius Wörl und Taddel Momuluh spielten bereits in beiden Trikots. Stürmer Jannik Rochelt steht aktuell leihweise bei uns unter Vertrag. Auch Noah Sarenren Bazee bringt Hannover-Vergangenheit mit, wurde dort zum Profi. 

Hannover hat zu Saisonbeginn einen größeren Umbruch vollzogen. Sportlich verantwortlich war zunächst Marcus Mann, ehe im Winter Jörg Schmadtke übernahm, der bereits früher in Hannover tätig war. Insgesamt ergänzten 17 Neuzugänge den Kader der Niedersachsen im Sommer. Im Januar kamen dann noch drei Spieler dazu.

Zahlen, bitte: Offensiv erarbeitet sich Hannover viele Möglichkeiten. Mit 41 Treffern und 61 vergebenen Großchancen zeigen sie, wie torgefährlich sie werden können. Personell wird Virgil Ghita nach seiner fünften Gelben Karte fehlen. Auch Boris Tomiak wird nach seiner Ellenbogenverletzung nicht mitspielen können.

Fun-Facts am Rande: 1992 schaffte Hannover etwas, dass uns im letzten Sommer leider knapp vorenthalten blieb: Sie gewannen sensationell den DFB-Pokal – als Zweitligist. Im Finale besiegten sie Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen. Damit war Hannover der erste Zweitligist überhaupt, der den Pokal gewann.

Bereits 1954 holten die Niedersachsen ihre zweite Deutsche Meisterschaft nach 1938. Im Finale setzten sie sich gegen den favorisierten 1. FC Kaiserslautern durch. Nur wenige Wochen zuvor wurden mehrere Lauterer Spieler Weltmeister.

Und auch wenn die Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Grün sind, trägt Hannover traditionell Rot. Daher kommt der bis heute gebräuchliche Beiname „Die Roten“.

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