1:2-Niederlage in Fürth
Nach vier erfolgreichen Spielen gab es am 23. Zweitliga-Spieltag leider wieder eine Niederlage für unsere Arminia. Bei Greuther Fürth unterlag der DSC mit 1:2 (1:1). Den Bielefelder Treffer erzielte Robin Knoche zum zwischenzeitlichen Ausgleich in der ersten Hälfte.

Weil es zweimal perfekt passte, ließ unser Cheftrainer Mitch Kniat in Fürth zum dritten Mal in Folge dieselbe Startelf beginnen. Bei den Gastgebern saß Top-Torschütze Noel Futkeu zunächst auf der Bank. Die Anfangsphase begann mit leichter Feldüberlegenheit der Gastgeber. Und die nutzten sie nach vier Minuten zur Führung: Ein langer Einwurf von Jannik Dehm, der zu Branimir Hrgota durchrutschte. Und am langen Pfosten drückte Fürths Kapitän (4.) den Ball mit dem Kopf über die Linie. Frühe kalte Dusche für unsere Mannschaft, die es danach mit Kontern probierte. Der erste Versuch über Jannik Rochelt, der auf der linken Seite in den Strafraum lief und Tim Handwerker (13.) bediente, war die erste Annäherung. Doch auch die Fürther witterten ihre Chance: Jonas Kersken kann einen Freistoß von Paul Will (15.) aber im letzten Moment noch klären.
Und was gegen Magdeburg funktioniert hat, klappt auch gegen Fürth! Ecke Handwerker, Kopfball Robin Knoche (19.) – Tor und 1:1-Ausgleich. Letzte Woche hatte Maximilian Bauer nach einer Handwerker-Ecke erfolgreich den Kopf hingehalten. Für Handwerker war es übrigens im vierten Spiel hintereinander schon die vierte Tor-Beteiligung! Knoche mit seinem ersten Pflichtspieltor für den DSC war bereits der 16. Torschütze unserer Arminia in dieser Saison. Und für den DSC wars das 21. Tor nach einem Standard – beide Werte sind absolute Liga-Spitze! Außerdem ein nachhaltiger Beweis dafür, wie schwer der DSC aktuell auszurechnen ist. Mit dem Ausgleich waren nicht nur die rund 1.300 mitgereisten Arminia-Fans akustisch überlegen, auch auf dem Rasen übernahm Bielefeld die Regie und arbeitete am Führungstreffer. Fürth reagierte mit einer Fünferkette in der Abwehr, was nichts an größer werdenden Feldvorteilen der Bielefelder änderte. Vor allem Handwerker brachte immer wieder die eine oder andere Chance auf den Weg, die aber weder Rochelt (38.) noch Taddel Momuluh (43.) nutzen konnten. Wenn Fürth dann doch etwas einfiel, war in der ersten Hälfte vor allem Bauer zur Stelle, der alles erfolgreich wegverteidigte.
Die erste Szene nach dem Wechsel gehörte der Arminia: Wieder einmal Momuluh, der in den Strafraum der Fürther läuft. Sein Zuspiel erreicht aber keinen Mitspieler – da war mehr möglich. Auf der anderen Seite ist es der eingewechselte Futkeu, der sich in Szene setzt. Sprint über die rechte Seite, ein Pass zu Dennis Srbeny (53.), der in der Mitte zur erneuten Führung der Gastgeber einschieben kann. Arminia reagiert, bringt mit Joel Grodowski, Benjamin Boakye und Marvin Mehlem nach einer Stunde frischen Schwung. Und der hätte fast für den Ausgleich gesorgt! Wieder eine Flanke von Handwerker, die Grodowski auf Knoche (66.) verlängert. Doch sein Kopfball aus kurzer Distanz landet in den Armen von Fürths Torwart Silas Prüfrock. Gezählt hätte es wegen einer Abseitsstellung aber ohnehin nicht. Einen Doppelpass-Stafette zwischen Boakye und Momuluh sorgte dann für Alarm im Fürther Strafraum, mehr als eine Ecke sprang aber nicht dabei heraus. Arminia auch in der Folgezeit immer wieder mit Nadelstichen, aber ohne die ganz große Gefahr. So blieb auch Stefano Russos (87.) Schuss aus der Distanz ohne Erfolg, wie weitere Versuche in der siebenminütigen Nachspielzeit. Sowohl Yasar und Grodowski (90+3) als auch Bauer (90+4) mit einem Schuss aus zentraler Position vergaben knapp. So blieb es bei der knappen 1:2-Niederlage.
Weiter geht’s am Samstag (13 Uhr) in der Schüco-Arena gegen Hannover 96.
SpVgg Greuther Fürth: Prüfrock – Münz, Ziereis, Elvedi (88. Bjarnason) – Keller, Will, Arifi (46. Dietz), Dehm (72. Reich) – Hrgota – Ltaief (46. Futkeu), Srbeny (72. Marita)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, M. Bauer, Lannert (60. Boakye) – Wörl (70. Yasar), Russo, Corboz (60. Mehlem) – Rochelt (60. Grodowski), Uldrikis, Momuluh (79. Telalovic)
Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang)
Zuschauer: 10.990
Gelbe Karten: Futkeu, Marita - Handwerker, Grodowski, Mehlem
Tore: 1:0 (4.) Hrgota, 1:1 (19.) Knoche, 2:1 (53.) Srbeny
„Sie haben die Chancen eiskalt genutzt“
Nach der 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth äußern sich Robin Knoche, Stefano Russo, Tim Handwerker und Cheftrainer Mitch Kniat vor den anwesenden Medienvertretern. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Robin Knoche: „Wir rennen einem blöden Tor am Anfang hinterher, am Ende sind es ohnehin zwei Chancen vom Gegner, die sie einfach sehr effektiv nutzen. Im letzten Drittel hatten wir nicht die benötigte Durchschlagskraft und auch nicht das nötige Spielglück, so dass der Ball auch mal vor unseren Füßen landet. So verlieren wir ein Spiel, das wir eigentlich nicht verlieren müssen. Umso ärgerlicher ist die Niederlage. Wir müssen jetzt das Positive mitnehmen, dass wir in den vergangenen Sielen gegen die anderen direkten Konkurrenten gepunktet haben und nächste Woche genauso weitermachen, wie wir es in den vergangenen Wochen gemacht haben.“
Tim Handwerker: „Das tut heute weh, weil wir einen großen Schritt machen konnten. Aber wir haben heute kein schlechtes Spiel gemacht. Nach dem ersten Tor sind wir gut zurückgekommen, hatten das Spiel auch unter Kontrolle. Dann machen sie mit einem Konter das zweite Tor. Solche Partien können das nächste Mal auch wieder in unsere Richtung laufen. Wir dürfen das nicht überbewerten, wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass es auch anders gehen kann.“
Stefano Russo: „Wir haben aus dem Spiel heraus nicht viel zugelassen. Die beiden Chancen, die sie haben, nutzen sie aber gnadenlos. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Es war wieder ein 50:50-Spiel, das für beide nicht viel hergab. Wir wussten, dass es schwierig wird. Aber wir müssen uns mehr Torchancen erarbeiten, auch wenn wir mit den Standards wieder erfolgreich waren. Im letzten Drittel haben wir leider zu oft die falsche Entscheidung getroffen. Wir schauen trotzdem nach vorne und lassen uns die vergangenen Wochen dadurch nicht kaputt machen.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir starten extrem schlecht in die Partie, waren auch nicht in den Zweikämpfen drin. Dann laufen wir dem ersten Tor hinterher und kommen sehr gut durch einen Standard zurück. Das haben wir uns hart erarbeitet und verdient. Wir nehmen uns für die zweite Hälfte viel vor und dann beginnt es wie im ersten Durchgang. Danach haben wir aus dem Spiel heraus keine zwingenden Torchancen mehr kreieren können. Fürth hat die Chancen eiskalt genutzt und deswegen geht die Niederlage auch in Summe in Ordnung.“
Die Bilder zum Spiel
Nach der 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth haben wir die besten Bilder des Spiels für Euch zusammengefasst.

"Wir müssen den Fokus weiter auf uns legen!"
Vor unserem Auswärtsspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, 20. Februar (18:30 Uhr), stellt sich unser Cheftrainer in der Pressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Rund 1200 Fans werden uns in den Sportpark Ronhof | Thomas Sommer zum Flutlichtspiel begleiten. Vor dem Duell spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat über…
… das Personal: „Felix Hagmann wird kurzfristig ausfallen, da ihm die Weisheitszähne gezogen werden. Auch Leon Schneider steht aufgrund von Knieproblemen nicht zur Verfügung. Alle anderen sind für Freitag einsatzbereit.“
… den Gegner und unsere Herangehensweise: „Fürth hat die gleichen Stärken wie schon im Hinspiel. Vor allem offensiv verfügen sie über viel Qualität. Wenn wir ihre gefährlichen Spieler gut kontrollieren, können wir auch das Spiel insgesamt besser steuern. Wir müssen versuchen, den Ball sauber laufen zu lassen und Fürth in die eigene Hälfte zu drücken. Sie verteidigen kompakt und tief, daher ist es wichtig, dass wir die richtigen Lücken finden. Wichtig ist aber vor allem, den Fokus auf uns zu legen und an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen. Auf unsere Standards können wir uns aktuell verlassen. Wir werden ans Limit gehen müssen, um in Fürth Punkte mitzunehmen.“
… die aktuelle Situation: „Mit unserem Stil fahren wir momentan gut. Wir sind fokussierter und zielstrebiger. Defensiv ist unsere Herangehensweise konstant geblieben, da sind wir stabil. Als Trainerteam hinterfragen wir uns dennoch ständig: Was ist das Beste für die Mannschaft? Wenn etwas nicht funktioniert, müssen wir Anpassungen vornehmen, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Wir wollen die Art und Weise, wie wir zuletzt aufgetreten sind, weiter auf den Platz bringen und im Flow bleiben. Deshalb gilt es, wieder die entscheidenden Meter mehr zu machen.“
Zu Gast im Sportpark Ronhof
Am Freitag, 20. Februar, gastieren unsere Profis bei der SpVgg Greuther Fürth. Anstoß im Sportpark Ronhof ist um 18:30 Uhr. Wir werfen einen Blick auf unsere Gäste aus Franken.

So sieht es aktuell aus: Standards gehören zu den großen Stärken der Fürther. Trotz der jüngsten 4:5-Niederlage gegen Magdeburg erzielten die Franken drei ihrer Treffer nach Eckbällen. Personell muss Fürth am Freitag allerdings auf wichtige Akteure verzichten: Marco John fehlt ebenso wie Offensivspieler Felix Klaus. Auch Torhüter Timo Schlieck fällt verletzungsbedingt aus. Insgesamt kassierten die Fürther bislang 53 Gegentore und damit gehört die Defensive statistisch zu den anfälligeren der Liga.
Kommen und Gehen: Mit Jomaine Consbruch steht aktuell ein Spieler im Fürther Kader, der auch das Arminia-Trikot getragen hat. Auf unserer Seite hat Maximilian Bauer bereits für beide Farben gespielt. Der Innenverteidiger hat zwischen 2014 und 2018 seine Jugend bei den Franken verbracht, anschließend vier Jahre für die Profis in der 1. und 2. Bundesliga gespielt.
Auch Christian Eigler lief für beide Clubs auf. Nach vier Fürther Jahren 2006 wechselte er für zwei Jahre nach Bielefeld. Ebenfalls für beide Vereine im Einsatz waren: Florian Hartherz (Arminia von 2016 – 2021, Fürth 2022), Marco Caligiuri (Fürth 2007 – 2010, Arminia 2010 – 2012), Nils Seufert (Arminia 2019-2021, Fürth 2021 bis 2022), Roberto Massimo (Arminia 2017 – 2019, Fürth 2019 – 2023), Tom Schütz (Fürth 2010 – 2014, Arminia 2014 – 2020). Andreas Voglsammer wechselte 2015 aus Fürth nach Ostwestfalen und prägte hier fünf erfolgreiche Jahre. Wie vielfältig ein gemeinsamer Weg über Bielefeld und Fürth verlaufen kann, zeigt Heiko Westermann: Der frühere Arminia-Profi ist heute Co-Trainer von Hansi Flick beim FC Barcelona.
Face to Face: Im direkten Vergleich liegen wir knapp vorn: Von insgesamt 29 Duellen haben wir zehn für uns entschieden, neun gingen an die Fürther. Der letzte Sieg liegt fast genau sechs Jahre zurück. Im Februar 2020 gab es in Fürth ein 4:2. Cebio Soukou, Fabian Klos und Cedric Brunner trafen. Der Fürther Paul Jaeckel sorgte mit einem Eigentor für den Endstand. Zeit also, um am Freitag nachzulegen. Fürth steht aktuell in der Heimtabelle auf Rang 17.
Zahlen, bitte: Acht Fürther fallen am Freitag verletzungsbedingt aus. Mit Noel Futkeu steht allerdings der aktuelle Top-Torschütze (zehn Saisontore) zur Verfügung.
Das Wohnzimmer der Fürther, der Sportpark Ronhof | Thomas Sommer, fasst 16 626 Fans. Neben 8500 Stehplätzen gibt es 8126 Sitzplätze.
Mit aktuell 1816 Punkten aus 1250 Spielen liegen die Fürther auf Platz eins der ewigen Zweitliga-Tabelle. Weit dahinter auf Platz zwei: St. Pauli mit 1690 Zählern und 1130 Spielen. Unsere Arminia liegt in diesem Ranking auf Platz zwölf.
Fun-Fact am Rande:
Der Sportpark Ronhof | Thomas Sommer trug in der Vergangenheit einige unterschiedliche Namen, darunter zwischen 1997 und 2010 das „Playmobil-Stadion“. Es folgten die „Trolli Arena“ sowie das „Stadion am Laubenweg“, ehe es den heutigen Namen bekam.
Prominenter Fan: Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger war geborener Fürther glühender Fan der Franken.







































