Arminia Bielefeld
3 : 2
Braunschweig
So., 08.02.2026 13:30

3:2-Heimsieg gegen Eintracht

Dank unseres Doppelpackers Roberts Uldrikis feiern wir in der ausverkauften SchücoArena am 21. Spieltag der 2. Bundesliga einen verdienten 3:2 (2:2)-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig. Unser wiedergenesener Stürmer traf bei seinem Starelfdebüt doppelt, den dritten Treffer erzielte Marius Wörl.

Im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Dresden tauschte unser Trainer Mitch Kniat dreimal durch: Tim Handwerker, Roberts Uldrikis und Taddel Momuluh starteten für Arne Sicker, Semir Telalovic und Joel Grodowski. Und unsere Nummer 28 sorgte gleich nach 31 Sekunden für einen Turbostart!

Zum ersten Mal seit fast über einem Jahr stand Roberts in der Startelf und dann so ein fulminanter Beginn: Eine Flanke von Christopher Lannert landet im Rückraum bei Jannik Rochelt, der den Ball per Hacke auf Uldrikis ablegt, der wiederum aus 18 Metern schießt und Eintracht-Torhüter Ron-Thorben Hoffmann auf dem falschen Fuß erwisch: Die ganz frühe Führung für unsere Arminia! Der DSC weiter bis in die Haarspitzen motiviert und mit dem Zug nach vorne. Doch nach einer Flanke von Johan Gomez ist unsere Defensive kurz unsortiert, sodass Sidi Sane (8.) per Kopf den Ausgleich erzielen kann und die Partie wieder offen gestaltet. Eine turbulente Anfangsphase mit zwei frühen Treffern, in der unsere Arminia den Gegentreffer aber schnell abschüttelt und durch Marius Wörl (18.) um ein Haar nachgelegt hätte. Sein Schuss aus 20 Metern lässt Hoffmann abprallen und kann den Ball erst im Nachfassen packen. Arminia weiter im Angriffsmodus und mit dem zweiten Treffer? Ein Lupfer von Uldrikis (19.) landet im Tor, doch leider stand unser Mittelstürmer haarscharf im Abseits. Und weiter geht’s: Rochelt stürmt über rechts auf und davon. Seine scharfe Hereingabe können die Braunschweiger im letzten Moment noch zur Ecke klären. Arminia macht das Spiel, aber die Gäste das Tor: Lukas Frenkert (24.) treibt den Ball nach vorne und fasst sich aus 22 Metern ein Herz, hält einfach mal drauf und die Kugel fliegt unhaltbar in den rechten Winkel. Mit gerade mal der zweiten Offensivaktion stellen die Gäste auf 2:1.

Doch der DSC auch davon unbeeindruckt: Uldrikis (25.) wird im Strafraum von Patrick Nkoa gefoult, ein durchaus angebrachter Elfmeterpfiff bleibt jedoch aus. Nur wenig später schlägt Wörl zu. Wie einst im Pokal im Februar im letzten Jahr gegen Bremen zieht Wörl (31.) in die Mitte und zirkelt das Leder unhaltbar in den Winkel! Vier Tore in gerade mal einer halben Stunde. Tor Nummer fünf hat kurz danach dann Maximilian Bauer (36.) auf den Kopf. Maßgeschneiderter Eckball von Handwerker auf unseren Innenverteidiger, der nur knapp scheitert. Danach fliegt eine Ecke nach der nächsten Richtung Braunschweiger Tor, ein weiterer Treffer fällt bis zur Pause aber nicht mehr. Momuluh scheitert mit dem Halbzeitpfiff aus acht Metern. Dennoch macht unsere Leistung Appetit auf mehr!   

Und diesen Appetit hätte direkt nach dem Wiederanpfiff Robin Knoche (47.) gestillt. Flanke von der rechten Seite, doch den Kopfball unseres Neuzugangs fischt Hoffmann auf der Torlinie noch weg. Aber weiter geht’s: Und immer wieder über Wörl. Seinem Zuspiel im Strafraum kann Momuluh (51.) jedoch nicht mehr den richtigen Schnitt geben. Optimal läufts eine Minute später: Wieder mal eine perfekt geschlagene Ecke von Handwerker, Uldrikis wuchtet seine 1,98 Meter in die Höhe und es steht 3:2 für unsere Mannschaft. Was für ein starke Leistung Roberts. Bauer hätte nach einer Stunde fast den vierten Treffer nachgelegt, sein Schuss aus kurzer Distanz landete jedoch im Außennetz. 

Für die Schlussviertelstunde wird dann unser Sturm runderneuert: Bejamin Boakye, Noah Sarenren Bazee und Semir Telalovic kommen. Und die drei müssen zunächst in der Abwehr aushelfen, denn die Gäste drängen auf den Ausgleich. Doch das gibt der Arminia die Gelegenheit zu Kontern. Einen davon verzieht am Ende Stefano Russo (84.) knapp neben das Tor. Die restlichen Minuten verteidigt unsere Arminia mit viel Leidenschaft und unterstützt von unseren Fans alle Angriffe der Gäste erfolgreich weg, sodass am Ende wieder einen Sieg in der SchücoArena bejubelt werden konnte! Weiter geht’s am nächsten Sonntag in Magdeburg (13.30 Uhr).

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, M. Bauer, Lannert – Wörl (90.+2 Mehlem), Russo (89. Großer), Corboz – Rochelt (76. Boakye), Uldrikis  (76. Telalovic), Momuluh (76. Sarenren Bazee)

Eintracht Braunschweig: Hoffmann – Frenkert, Nkoa, Ehlers – Bell Bell (80. Adou), Sane (59. Mijatovic), Aydin, Opoku – Gomez (59. Ranos), Yardimci, Heußer (86. Flick)

Schiedsrichter: Dr. Max Burda (Berlin)

Zuschauer: 26.750 (ausverkauft)

Gelbe Karten:  - Nkoa, Frenkert, Ranos

Tore: 1:0 (1.) Uldrikis, 1:1 (8.) Sane, 1:2 (24.) Frenkert, 2:2 (31.) Wörl, 3:2 (54.) Uldrikis

"Das Stadion hat uns eine super Energie gegeben!"

Nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig äußern sich Cheftrainer Mitch Kniat, Tim Handwerker, Marius Wörl und Doppeltorschütze Roberts Uldrikis vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Tim Handwerker: „Das waren heute sehr wichtige drei Punkte. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben super zusammengehalten, super verteidigt – Chapeau an die Mannschaft. Es ist nach so einer Serie nicht immer einfach, trotzdem sind wir überzeugt von uns und wissen, dass wir mit der Art und Weise die Spiele gewinnen können. Alles liegt immer eng beieinander und heute sind wir froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Ich freue mich unfassbar für Rob, dass er so zurückgekommen ist.“

Marius Wörl: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und machen direkt das 1:0. Die zwei Gegentreffer bringen uns kurz raus, wir kommen aber direkt wieder. Insgesamt ist es ein hochverdienter Heimsieg. Die letzten Spiele hatte ich ein bisschen Pech mit den Lattenschüssen, heute habe ich mich aber mal belohnt. Wir geben nie auf, egal wie es steht. Das zeigt, was für eine Mentalität wir haben und dass bei uns alles stimmt. Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, müssen weiter auf dem Gaspedal bleiben. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das auch machen. Dass Rob nach so einer Verletzung so zurückkommt, ist unfassbar. Wenn man ihn in der Reha beobachtet hat, hat er sich das einfach sehr verdient.“ 

Roberts Uldrikis: „Es geht nicht darum wer trifft. Heute war ich es, demnächst sind es andere. Es ist ein Mannschaftssport, ich würde nicht treffen, wenn ich nicht gut bedient würde. Es ist ein wichtiger Teamsieg, das haben wir uns heute verdient. Ich bin ein Mannschaftsspieler, die Chemie zwischen uns passt. Ich mag es, mit allen zusammenzuspielen. Für mich war es ein langes Jahr, mit schwierigen Momenten, in denen ich hart gearbeitet habe. Am Ende zahlt sich das aus, aber jetzt geht es immer weiter. Das Stadion hat uns eine super Energie gegeben. Ich glaube, dass alle heute zufrieden nach Hause gehen können.“ 

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir wollten Standard-Situationen wieder als Waffe nutzen, das hat heute gut funktioniert. Die Mannschaft, die geführt hat, wurde immer wieder hinten reingedrückt. Trotzdem habe ich eine sehr gutes Spiel gesehen. Diesmal haben Standards das Spiel auf unsere Seite gezogen. Die Art und Weise war in den vergangenen Wochen, nur, dass diesmal das Ergebnis auch für uns spricht. Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte und stolz auf die Leistung der Mannschaft. Es sind aber nur drei Punkte, wir müssen jetzt weiter dran bleiben. Die Zuschauer haben ein gutes Gespür für die Situation. Das haben sie heute eindrucksvoll gezeigt.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach dem 3:2-Heimsieg haben wir Euch die besten Bilder des Spiels in der Galerie zusammengefasst.

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"Es ist für uns eine wichtige Aufgabe!"

Vor unserem Heimspiel am Sonntag (8. Februar, 13:30 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat den Fragen der Medienvertreter auf der Spieltagspressekonferenz. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Das Spiel gegen Braunschweig ist ausverkauft. Auch unsere Gäste haben das gesamte Kontingent ausgeschöpft. Das sagt unser Cheftrainer über…

… das Personal: „In dieser Woche konnten alle Spieler voll trainieren. Ein paar wenige mussten wir steuern, aber alle konnten die Einheiten mitmachen. Auch Taddel Momuluh hat seine Knieprobleme überwunden und ist wieder voll dabei. Lediglich Joel Felix wird aufgrund seiner Schulter-OP weiterhin ausfallen.“ 

…die Herangehensweise: „Über die ganze Saison haben wir eine stabile Abwehr. Dabei ist es letztlich nicht entscheidend, ob wir in einer Dreier- oder Viererkette auflaufen. Allerdings haben wir uns intensiv mit den Standards gegen uns beschäftigt. Das müssen wir besser uns entschlossener verteidigen und die eins-gegen-eins Duelle gewinnen. Es ist für uns eine ganz wichtige Aufgabe, aber wir sehen immer wieder, dass in dieser Liga jeder gegen jeden gewinnen kann. Wir müssen unsere Heimspiele wieder als Faustpfand sehen, um wieder drei Punkte zu holen.“ 

… den Gegner Eintracht Braunschweig: „Die Intensität ist eine ihrer größten Stärken, dafür steht auch ihr Trainer Heiner Backhaus. Mannschaften, die mehr investieren und bereit sind den letzten Schritt mehr zu machen, werden sich am Ende durchsetzen. Dafür stehen sie auch. Auf die Neuzugänge können wir uns nicht vorbereiten. Es ist schwer vorherzusehen, wer direkt in die Startelf rückt. Wir müssen uns auf alles vorbereiten, aber das wird am System und am Auftreten nichts ändern. Denn dafür wurden die Spieler geholt, sie werden also nicht alles über den Haufen werfen, was sie bisher gut umgesetzt haben.“ 

Die komplette Pressekonferenz könnt Ihr über ArminiaClubTV auf YouTube nachschauen: 

Tach und herzlich willkommen!

Am Sonntag gastiert Eintracht Braunschweig in unserem Wohnzimmer! Vor der Partie blicken wir auf unseren Gegner aus Niedersachsen.

So sieht es aktuell aus: Niederlage gegen Magdeburg, Unentschieden in Fürth und zuletzt ein 1:0 gegen den Karlsruher SC: Das ist die Startbilanz der Braunschweiger nach der Winterpause. Fast schon bemerkenswert: In diesen Spielen gab es keine rote Karte für die Eintracht! Bemerkenswert deshalb, weil sie sich allein an den ersten 15 Spieltagen insgesamt sieben Roten Karten abholten. Gelbgesperrt fehlen den Gästen am Sonntag Fabio Di Michele Sanchez und Max Marie. Vier weiteren Spielern droht bei der nächsten Verwarnung ebenfalls eine Sperre. Bei unserer Arminia haben nur Taddel Momuluh und Benjamin Boakye vier gelbe Karten. Verletzt fehlen neben Ersatztorwart Marko Rajkovacic noch der ehemalige Bielefelder Frederik Jäkel (Kreuzbandriss), Lino Tempelmann und Sidney Raebiger. 

Face to face: Die Heimbilanz gegen die Eintracht ist recht positiv: Acht Siege und nur drei Niederlagen. Die letzte liegt schon über zehn Jahre zurück. 0:2 endete damals das Spiel am vierten Spieltag der Saison 2015/16. Und wer erinnert sich nicht mehr an den grandiosen 6:0-Sieg im Mai 2017, mit dem unsere Arminia den Klassenerhalt in der zweiten Liga auf den Weg brachte. Viele Fans behaupten ja heute noch, dass ohne die denkwürdige Kabinenansprache des damaligen Co-Trainers Carsten Rump, der aktuell Co-Trainer in Kaiserslautern ist, dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Vielleicht wäre es Zeit für eine Neuauflage dieser Motivationsrede. Freiwillige vor! Kurios war auch das 7:1 im September 1985. Kurios deshalb, weil unser Torwart Wolfgang Kneib nach elf Minuten zum zwischenzeitlichen 1:0 traf. Allerdings waren die Tore des „Langen“ keine Seltenheit. Kneib, der mit 408 Spielen lange Zeit unser Rekordspieler war, ehe ihn Fabian Klos ablöste, schnappte sich häufiger das Leder und erzielte insgesamt drei Elfmeter-Tore. Und hielt aber auch insgesamt 15 Elfer! Die Gesamtbilanz gegen die Eintracht kann gleich am Sonntag bitte nachgebessert werden. Denn bislang gabs in den 28 direkten Duellen erst neun Siege, aber schon zwölf Niederlagen. Unter anderem ein 1:7 im Jahr 1972.

Kommen und Gehen: Weil die Eintracht mit aktuell 21 Treffern nach Düsseldorf die zweitwenigsten Tore der aktuellen Zweitliga-Saison erzielt hat, wurde im Angriff der Braunschweiger mit gleich fünf neuen Stürmern ordentlich nachgebessert. Von Borussia Mönchengladbach wurde Grant-Leon Ranos ausgeliehen, zudem kamen Jovan Mijatovic von New York City FC, Ken Izekor von Bayer Leverkusen, Andi Hoti aus Magdeburg und Faride Alidou vom 1. FC Kaiserslautern. Im Mittelfeld kam der bisher vereinslose Anas Bakhat hinzu. 

Zahlen, bitte: 

Ein paar Erfolge gefällig? 1908 und 1913 wurde Eintracht Norddeutscher Meister, war in der Startsaison der Bundesliga 1963 dabei, sehr zum Ärger der Nachbarn aus Hannover, was aber wiederum eine ganz andere Geschichte ist. 1967 war Braunschweig sogar Deutscher Meister, mit insgesamt nur 27 Gegentreffern und Klaus Toppmöller im Sturm.

Fun-Facts am Rande:

Die Eintracht hat schon früh entdeckt, womit sich gut Geld machen lässt: Am 24. März 1973 war sie das erste Bundesliga-Team mit einer Trikotwerbung - für Jägermeister. Um das damals geltende DFB-Werbeverbot zu umgehen, wurde das Firmenlogo kurzerhand zum Vereinswappen umgewandelt. 

1874 fand in Braunschweig das erste Fußballspiel auf deutschem Boden statt. Die Stadt ist damit gewissermaßen die Wiege des deutschen Fußballs.

In der Zeit zwischen 1963 und 1976 spielte die Eintracht unglaubliche 322 Bundesliga-Spiele ohne einen Platzverweis – ein Rekord, den der Verein bis heute hält.

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