3:4-Auswärtsniederlage in Paderborn
Im Nachbarschaftsduell beim SC Paderborn unterliegt unsere Mannschaft mit 3:4. Zur Halbzeit hatten die Tore von Joel Grodowski (16.; Elfmeter) und Taddel Momuluh (29.) für eine 2:1-Führung gesorgt. Am Ende nutzten die Gastgeber 17 Minuten, um die Partie komplett zu drehen. Auch der dritte DSC-Treffer von Tim Handwerker (72.), sollte am Ende nicht mehr reichen.

Im Vergleich zur Vorwoche stelle Cheftrainer Mitch Kniat seine Startelf etwas um. Der wiedergenesene Tim Handwerker rückte auf seine linke Stammposition, zudem kehrte auch der zuletzt gesperrte Marvin Mehlem zurück auf den Rasen.
Es entwickelte sich eine Partie, in der die Gastgeber die ersten zehn Minuten mehr Druck aufbauen konnte. Erst parierte Jonas Kersken gegen den Paderborner Curda, dann fälscht Großer einen Bilbija Versuch ab. Danach änderte sich die Spielrichtung zunehmend. Unsere Mannschaft kam immer besser rein und löste über Momuluh, Grodowski und Wörl einige Offensivaktionen aus. Eine davon nutzte Taddel, nach einer missglückten Rückgabe von Hansen. Beim Versuch, den SCP-Schlussman Seimen zu umkurven wird er gefoult – Strafstoß. Jonny Grodowksi übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zur 1:0-Führung (14.). Nur wenig später etwas überraschend der Ausgleich. Nach einer Spielverlagerung reagierten die Gastgeber schnell, am Ende steht Mika Baur richtig und trifft aus kurzer Distanz (26.). Quasi im Gegenzug wieder die DSC-Führung. Handwerker setzt Grodowski in Szene, der sich gegen Götze auf der linken Seite durchsetzte und flach am Fünfmeterraum Momuluh fand. Aus wenigen Metern brachte unsere Nummer 14 den Ball über die Linie (29.). Unsere Mannschaft blieb weiterhin am Drücker und setzte den SCP vor Probleme, legte aber nicht den dritten Treffer nach.
Mit Wiederbeginn des zweiten Durchgangs drehten die Gastgeber auf. Erst scheiterten sie nach wenigen Sekunden nach einer Ecke, dann drehten sie innerhalb von fünf Minuten komplett das Spiel. Stefan Tigges (50.) und Filip Bilbija (55.; Elfmeter) sorgten für das 2:3, danach ist es erneut Tigges, der nach einer Ecke zum 2:4 einnickte (62.). Eine komplett kalte Dusche nach nur fünfzehn Zeigerumdrehungen. Mit einem Dreifachwechsel brachte Kniat neue Offensivkräfte auf den Rasen. Benjamin Boakye, Noah Sarenren Bazee und Isaiah Young kamen für Christopher Lannert, Joel Grodowski und Thaddäus Momuluh (66.). Und kurz darauf keimte wieder Hoffnung auf. Max Großer wurde bei einem Eckstoß gehalten, Schiedsrichter Dr. Max Burda gab erneut Elfmeter, der durch Tim Handwerker zum Anschlusstreffer verwandelt wurde (73.). Der dritte Gegentreffer gegen eine Mannschaft, die zuvor überhaupt erst fünf Tore kassiert. Es folgte ein Spiel auf das SCP-Tor, aber gefährliche Abschlüsse waren kaum noch dabei. Mit diesem Ergebnis beendete Burda nach neun zusätzlichen Spielminuten die Partie.
SC Paderborn: Seimen – Brackelmann (90.+1 Scheller), Götze, Hansen – Obermair, Baur (82. Marino), Castaneda, Curda – Klaas (46. Bätzner), Tigges (90.+4 Michel), Bilbija (82. Engelns)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Schneider, Großer, Lannert – Schreck, Corboz, Mehlem – Wörl, Grodowski, Momuluh
Gelbe Karten: Klaas, Bätzner, Hansen, Curda, Obermair/Momuluh, Handwerker, Sarenren Bazee
Zuschauer: 15.000
Tore: Grodowski (1:0;14), Baur (1:1; 26.), Momuluh (2:1; 29.); Tigges (2:2; 50.), Bilbija (2:3; 55.), Tigges (2:4; 62.), Handwerker (3:4; 73.)
„Wir geben die Führung aus der Hand!“
Nach der Partie im benachbarten Paderborn äußern sich Kapitän Mael Corboz, Joel Grodowski, Tim Handwerker und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Pressevertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Mael Corboz: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir ein schlechtes Spiel gemacht haben oder nach der Halbzeit nicht bereit sind. Wir haben jetzt wieder eine Führung aus der Hand gegeben, das darf uns nicht passieren. In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut umgesetzt, hatten uns viel für das Spiel vorgenommen. Wenn man gegen so eine Mannschaft nicht hellwach ist, dann bekommt man diese Gegentore. Und wenn es dann vier sind, kann man schwer gewinnen.“
Joel Grodowski: „Mit drei Toren auswärts muss man das Spiel eigentlich gewinnen, wir bekommen derzeit aber zu viele Gegentore. Nach der Pause und den Treffern ist es natürlich schwer zurückzukommen. Da müssen wir auf uns selbst schauen und das beheben, damit haben wir das Spiel verloren. Nach der Führung müssen wir das Ergebnis besser verwalten, das werden wir analysieren, weil wir überhaupt kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht haben.“
Tim Handwerker: „Wir haben nach der Halbzeit die Tore zu schnell hergeschenkt. Wir spielen gegen eine starke Mannschaft ein sehr gutes Auswärtsspiel, nehmen aber am Ende nichts mit. Im Moment fehlt uns grade etwas das Matchglück, wir schießen gegen Paderborn auswärts drei Tore. So ist dann manchmal der Fußball, da können wir uns jetzt nichts für kaufen.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Ich war mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch gesehen. Wir wollten Zweikämpfe führen und gewinnen und Umschaltmomente kreieren. Dann gehen wir mit der Führung in die Kabine. Mit derselben Art und Weise wollten wir die zweite Hälfte angehen, aber das haben wir nicht geschafft. Die 17 Minuten nach Wiederbeginn waren nicht gut, der Gegner macht es besser und wir laufen dem Ergebnis hinterher. Es war sehr gut zu sehen, dass wir niemals aufgeben. Aber wenn man in so kurzer Zeit diese Gegentore bekommt, dürfen wir uns nicht beschweren, am Ende mit leeren Händen dazustehen.“
Die Bilder zum Spiel
Nach der Partie in Paderborn stellen wir Euch die Bilder des Spiels in der Galerie bereit.

"Es wird ein extrem intensives Spiel!"
Vor unserem Auswärtsspiel gegen den SC Paderborn 07 stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat bei der Spieltagspressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Das Nachbarschaftsduell in Paderborn ist ausverkauft. In der Home Deluxe Arena werden rund 15.000 Zuschauer erwartet, mindestens 1.500 Arminen werden uns vor Ort in Schwarz-Weiß-Blau begleiten. Anstoß am Samstag ist um 13 Uhr.
Das sagt unser Cheftrainer über…
… das Personal: „Tim Handwerker und Noah Sarenren Bazee sind Anfang der Woche wieder ins Training eingestiegen und könnten für Samstag wieder eine Option sein. Auch Marvin Mehlem hat seine Gelbsperre abgesessen. Zum ersten Mal seit langer Zeit hat auch Roberts Uldrikis seine ersten Schritte auf dem Platz gemacht. Bis er soweit ist, dass er wieder mitspielen oder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, wird es allerdings noch dauern. Auch Joel Felix hat weiterhin Probleme mit seinem Oberschenkel, trainiert im Moment individuell. Es könnte eine Punktlandung werden, aber es sieht eher nicht danach aus, dass er am Samstag spielen kann.“
… den Gegner SC Paderborn 07 und unsere Herangehensweise: „Ich habe knapp viereinhalb Jahre in Paderborn gearbeitet und bin dafür auch sehr dankbar. Daher freue ich mich auch sehr auf die Begegnung. Es wird ein extrem intensives Spiel, dafür sind beide Mannschaften bekannt. Paderborn wird uns hoch anlaufen, kompakt verteidigen und schnell umschalten. Das sind alles Indizien dafür, dass es ein laufintensives Spiel wird, in dem Kleinigkeiten über den Sieg entscheiden werden. Wir müssen Paderborn die Umschaltaktionen und die Halbräume wegnehmen, dann haben wir gute Chancen unsere Stärken auszuspielen.“
… die Atmosphäre: „Ich gehe von einer super Atmosphäre aus. Ich kenne das Stadion genau, die Auswärtsfans stehen nah am Platz. Die Stimmung wird auf jeden Fall gut sein. Und wenn das auswärts der Fall ist, dann ist es natürlich optimal. Daher denke ich, dass es auf den Rängen eine sehr gute Stimmung geben wird."
Hier könnt ihr die Pressekonferenz über ArminiaClubTV nachschauen:
Zu Gast an der Pader
Am Samstag spielt unsere Mannschaft im Nachbarschaftsduell beim SC Paderborn. Anstoß in der Home Deluxe Arena ist um 13 Uhr. Wir blicken auf unseren kommenden Gegner.

So sieht’s aktuell aus: Am Samstag geht’s zu den Serientätern aus Paderborn: Vier Siege hintereinander! Und ähnlich wie zuletzt gegen Schalke 04 geht’s wieder gegen die beste Defensive der Liga. Fünf Gegentreffer in acht Spielen sind schon ganz beachtlich. Fünf Treffer allein schon hat Paderborns Filip Bilbija in dieser Saison geschossen. Alle 127 Minuten somit ein Tor. Für die 90 Minuten gegen unsere Arminia kann er dann ja den Rhythmus beibehalten und nicht treffen.
Face to Face: Mit Paderborn erwartet uns am Wochenende ein kleiner Lieblingsgegner. Denn von den bisherigen 13 Duellen haben wir sechs für uns entschieden. Die letzte der insgesamt nur zwei Niederlagen liegt auch schon über elf Jahre zurück, war allerdings mit 0:4 dafür auch recht deftig. Die letzte Partie der beiden Vereine dürfte noch in unliebsamer Erinnerung sein. Trotz phasenweiser Überlegenheit und einer stattlichen Anzahl an Großchancen gabs am Ende ein unglückliches 2:2, dass den Weg zur Relegation gegen Wehen Wiesbaden einleitete.
Kommen und Gehen: Zu den zwölf Abgängen der Paderborner zählt neben unserem Marvin Mehlem, der über den Umweg aus Hull City nach Ostwestfalen gekommen ist, auch Arne Schulz. Der 22-Jährige durchlief die U17 und U19 der Arminia, ehe er 2021 zum SC wechselte. In dieser Saison steht er in der 3. Liga für Viktoria Köln im Tor, wo er hinter Eduardo Dos Santos Haelser, kurz „Dudu“, die Nummer zwei ist. Auch unser Trainer hat eine Paderborner Vergangenheit und wohnt sogar noch an der Pader. Vier Jahre und sieben Monate trainierte Mitch Kniat die U23 des SC Paderborn.
Zahlen, bitte: Ins Wohnzimmer der Paderborner passen rund 15 000 Fans. Aufgeteilt in 8000 Sitz- und 6900 Stehplätze.
Eine Besonderheit ist die schnelle Bauzeit des Stadions: In nur 17 Monaten war die Arena vom ersten Spatenstich 2007 bis zur Eröffnung im Juli 2008 fertig. Zudem war sie eines der ersten Stadien der zweiten Liga, das eine komplette LED-Beleuchtung hatte, inklusiver farbiger Illumination der Fassade, die bei Heimspielen in Blau und Schwarz erstrahlt.
Fun Facts: Der aktuelle Präsident des SC Paderborn, Thomas Sagel, hat eine Bielefelder Vergangenheit: In der Saison 1986/87 spielte er ein Jahr für unsere Arminia. Zusammen unter anderem mit Wolfgang Kneib und Norbert Eilenfeldt.
Die Home Deluxe Arena liegt im Paderborner Stadtteil Elsen direkt an einem Landschaftsschutzgebiet. Vom Oberrang hat man einen schönen Blick auf die umliegenden Felder und den Wald. Eine echte Seltenheit für ein Stadion dieser Größe.
Eine Seltenheit auch: Spiele müssen vor 22 Uhr im Paderborner Stadion beendet sein, sonst gibt’s Ärger mit den benachbarten Anwohnern, die mit dem Verein extra deshalb eine entsprechende Vereinbarung geschlossen haben.
Auch wenn es schon elf Jahre zurückliegt: Moritz Stoppelkamp erzielte 2014 in Paderborn für den SC ein Tor aus unglaublichen 83 Metern. Leidtragender war damals Hannover 96.





























