1:2-Niederlage gegen Schalke
Am 8. Spieltag der 2. Bundesliga unterliegt unsere Mannschaft dem FC Schalke 04 mit 1:2 (0:2). Maximilian Großer hatte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielt (49.). Eine starke zweite Hälfte reichte aber nicht mehr für den Ausgleich.

Für Stefano Russo (Innenbandriss) und Marvin Mehlem (Gelbsperre) brachte Cheftrainer Mitch Kniat Sam Schreck und Leon Schneider ins Spiel. Maximilian Großer rückte auf die Sechser-Position, während Schneider und Felix das Innenverteidiger-Duo bildete.
Nach einem ausgeglichenen Beginn treffen die Gäste nach nur elf Minuten: Nach einem Einwurf landet der Ball bei Jonas Kersken, der zu Joel Felix spielen will, doch den Pass erläuft sich Antwi-Adjei und schießt den Ball ins leere Tor. Schalke in der ersten Viertelstunde aktionsschnell und phasenweise einen Schritt schneller, was Arminia in dieser Phase vor Probleme stellte. Wenig später unterlief Sam Schreck einen Konter der Gäste, doch Kerksen (15.) konnte gerade soeben noch vor dem heranstürmenden Sylla klären. Keine Chance hatte unser Schlussmann dann vier Minuten später: Einen Freistoß kann die Bielefelder Abwehr nicht klären, Vitalie Becker nimmt den Ball an der Strafraumkante an, der Abpraller landet bei Hasan Kurucay, der aus elf Metern aus der Drehung ins lange Eck schießt (0:2; 19.). Schalke sehr effektiv, doch Bielefeld in der ersten halben Stunde mit deutlich mehr Ballbesitz (68 Prozent).
Und das hätte sich nach 34 Minuten fast ausgezahlt: Taddel Momuluh mit einem starken Solo auf der rechten Seite, seinen Lupfer aus zehn Metern halbrechte Position kann ein Schalker Abwehrbein kurz vor der Torlinie gerade noch entschärfen. Nur eine Zeigerumdrehung später die nächste Großchance! Nach einem Steckpass zu Marius Wörl (37.) steht der 21-Jährige allein vor Loris Karius, will ihn umspielen, doch der Schalker Torwart stibitzt ihm das Leder vom Fuß. Die Führung der Gäste zu diesem Zeitpunkt eine Spur zu hoch. Joel Grodowski (42.) taucht wenig später frei vor Karius auf, verzieht knapp. Gezählt hätte der Treffer wegen leichter Abseitsstellung aber leider nicht. Nach hoch intensiven 45 Minuten geht es mit einem 0:2 in die Kabine.
Nach dem Wechsel musste Cheftrainer Mitch Kniat Joel Felix verletzungsbedingt auswechseln, für ihn kam Isi Young (46.) auf der Außenbahn. Mit seiner ersten Aktion liegt der Anschlusstreffer in der Luft. Seinen Abschluss kann Karius mit ausgetrecktem Bein klären. Nichts zu hallten gab es dann Sekunden später. Nach einer kurzen Ecke flankt Christopher Lannert und Großer (49.) wuchtet das Leder mit dem Kopf zum Anschlusstreffer ins Netz.
Arminia weiter in Vorwärtsgang: Ein Kopfball von Mael Corboz verfehlt knapp sein Ziel. Doch das Spiel kennt weiter nur noch eine Richtung: Auf das Tor von Loris Karius. Lannert treibt das Spiel über die rechte Seite an, aber ohne den längst verdienten Ausgleich. Und Grodowski über links: Sein Zuspiel landet bei Wörl (64.), doch dessen Schuss aus kurzer Distanz wehren gleich zwei Schalker im letzten Moment noch ab. Schalke konzentriert sich in der Schlussphase auf die Verwaltung des knappen Vorsprunges. Arminia setzt voll auf Angriff, bringt in den Schlussminuten mit Vincent Ocansey einen vierten Stürmer. Doch auch das hilft nicht mehr, sodass sich unsere Mannschaft nach einem großen Kampf und einer emotionalen Schlussphase am Ende leider knapp geschlagen geben muss.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Felix (46. Young), L. Schneider, Lannert – Großer - Corboz, Schreck – Wörl (89. Ocansey), Grodowski (72. Kania), Momuluh (85. Boakye)
FC Schalke 04: Karius – Kurucay, Katic, Ayhan – V. Becker (80. Sanchez), Schallenberg, El-Faouzi, Gantenbein (80. Porath) – Karaman, Sylla (68. Lasme), Antwi-Adjei (68. Bachmann)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)
Zuschauer: 26 400 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Corboz, Schreck, Grodowski – Becker, Gantenbein
Tore: 0:1 (11.) Antwi-Adjei, 0:2 (19.) Kurucay, 1:2 (49.) Großer
"Wir sind eine Mannschaft, die den Kopf nicht hängen lässt!"
Nach der 1:2-Niederlage gegen SC Schalke 04 äußern sich Christopher Lannert, Maximilian Großer und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Christopher Lannert: „Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen. Am Ende des Tages laden wir Schalke zweimal ein, diese zwei Tore zu machen. Das war der Grund, warum wir das Spiel heute verloren haben. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel eigentlich dominiert. Aber wenn du zwei Toren hinterherlaufen musst, ist es nicht leicht, das Spiel komplett zu drehen. Wir haben versucht Druck aufzubauen. Das haben wir auch gut hinbekommen, aber das 2:2 ist dann leider nicht gefallen. In letzter Zeit ist es leider oft so, dass wir einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Das müssen wir in den kommenden Wochen besser machen. Aber wir sind eine Mannschaft, die den Kopf nicht hängen lässt. Wir ziehen das immer durch bis zur letzten Minute – und das hat man heute auch gesehen.“
Maximilian Großer: „Wir haben in den ersten zwanzig Minuten individuelle Fehler gemacht und dann müssen wir dem Rückstand hinterherrennen. Wir wollten schnell in die Tiefe spielen und den Gegner durch schnelles Passspiel in Bewegung bringen. Das hat in der ersten Halbzeit nicht gut geklappt. Aber wir haben an uns geglaubt und versucht den Gegner nach hinten zu pressen. In der zweiten Halbzeit ist uns das besser gelungen, da konnten wir die Schalker auch öfter laufen lassen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit auch viele Torchancen, konnten sie aber nicht nutzen. Wir müssen versuchen, noch öfter den Abschluss zu finden, um die Dinger reinzumachen und den Ausgleich zu erzwingen. Daran müssen wir anknüpfen und weiter Gas geben.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Die ersten 25 Minuten haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht. Dadurch entstehen auch die Gegentore. Wir haben dann etwas umgestellt und mussten mit Joel Felix die nächste Verletzung auffangen. Trotzdem kann, will und werde ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die zweite Halbzeit war sehr gut und dominant. Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet, schießen aber nicht das zweite Tor. Am Ende verlieren wir das Spiel aufgrund unserer Fehler im ersten Durchgang. Wir müssen einiges schnell verbessern und dennoch können wir auch aus diesem Spiel ein paar positive Dinge mitnehmen. Das, was uns auszeichnet ist, dass wir niemals aufgeben und immer weitermachen. Schalke hat es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und wurde dafür belohnt. Das hätte ich mir andersherum genauso gewünscht.“
Die Bilder zum Spiel
Nach der 1:2-Niederlage gegen FC Schalke 04 am 8. Spieltag der 2. Bundesliga haben wir Euch die Bilder des Spiels zusammengestellt.

„Wir müssen auf dem Punkt da sein“
Vor unserem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat bei der Spieltagspressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Die Partie gegen unsere Gäste aus Gelsenkirchen ist ausverkauft, wir erwarten mindestens 2.600 Gäste in Blau-Weiß. Anstoß am Sonntag ist um 13:30 Uhr.
Das sagt unser Cheftrainer über…
… das Personal: „Stefano Russo wird am Sonntag aufgrund seines Innenbandrisses ausfallen. Er hat eine spezielle Rolle bei uns im Spielsystem, aber auch das werden wir hinbekommen. Uns ist klar, dass man den Jungen nicht eins-zu-eins ersetzen kann. Aber wir haben einen guten Kader und Spieler, die für ihn einspringen können. Ansonsten müssen wir weiterhin verletzungsbedingt auf Noah Sarenren Bazee, Tim Handwerker, Jeredy Hilterman und Roberts Uldrikis verzichten. Marvin Mehlem wird aufgrund seiner Sperre auch nicht dabei sein.“
… den Gegner und die Herangehensweise: „Ich freue mich auf den Gegner. Mit Schalke 04 wartet eine Top-Mannschaft auf uns. Sie spielen überzeugend, sehr intensiv und sind defensiv stark - in allen Spielphasen. Mit einem Trainer, der es geschafft hat, dem Verein ein Gefühl zu vermitteln, das die Fans auch gebraucht haben. Nicht nur von der Art und Weise, wie er es verkörpert, sondern auch, wie die Mannschaft es auf dem Platz zeigt. Sie werden von Spiel zu Spiel besser. Und wenn sie so weiterspielen, sind sie ein Favorit für die oberen Plätze. Wir müssen in diesem Spiel auf den Punkt da sein.“
… die Mannschaft: „Entwicklung und Fehler gehören ganz klar zusammen. Wir können nicht sagen, dass wir eine junge Mannschaft haben und ihnen dann keine Fehler zugestehen. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Spieler auch in schwierigen Zeiten zu begleiten, ihnen Hilfestellung zu geben und sie weiterzuentwickeln, statt nur auf Fehler zu reagieren. Das war von uns von Anfang an eingeplant. Wir haben schon in der dritten Liga so gemacht. In der zweiten Liga haben wir nur wenige sehr erfahrene Spieler, daher ist dieser Prozess besonders wichtig. Wir bleiben ruhig und arbeiten Schritt für Schritt daran, nach vorne zu kommen.“
Hier könnt ihr die Pressekonferenz über ArminiaClubTV nachschauen:
FC Schalke 04 in der SchücoArena
Am Sonntag reist der FC Schalke 04 in unsere heimische SchücoArena. Zuletzt trafen wir vor vier Jahren an selber Stelle in unserem Wohnzimmer auf die Gäste. In der 2. Bundesliga gab es dieses Duell noch nie. Wir blicken auf unseren kommenden Gegner.

So sieht es aktuell aus: Am Sonntag kommen die Königsblauen-Minimalisten! Mit nur vier Gegentoren in sieben Spielen hat der FC Schalke 04 aktuell die beste Defensive der zweiten Liga. Und mit acht geschossenen Toren bereits 15 Punkte geholt zu haben, ist eine sehr effiziente Ausbeute. Aus einem in der Defensive anfälligen Zweitligisten hat der neue Trainer, Miron Muslic, einen echten Aufstiegsanwärter geformt. Aktuell liegen die Schalker als Tabellenvierter in Schlagdistanz zur Top 3 der Liga. Erfolgreichster Torschütze ist Kenan Karaman mit drei Treffern. Und mit Bryan Lasme steht ein ehemaliger Bielefelder im Kader, der immer mal wieder seine Joker-Qualitäten zeigt.
… Zahlen, bitte: Ex-Armine Lasme ist die Rakete der Liga! Mit einem Top-Speed von 36,39 Stundenkilometern läuft er schneller als alle anderen Akteure der Liga. Die Gäste spielen zudem sehr intensiv: Mit rund 700 intensiven Läufen pro Spiel liegen sie im Ligavergleich auf Rang vier (DSC auf Platz 1, 780 intensive Läufe pro Spiel). Schalke traut sich etwas zu: Am 7. Spieltag führen sie die Statistik „Schwierige Pässe“ mit bereits 781 Pässen an. Hier heißt es wachsam sein: denn fast jeder Zweite (44 Prozent) erreicht auch das Ziel.
Face to face: Aufgrund der teils sehr erfolgreichen Schalker Vergangenheit verwundert es nicht, dass wir in dieser Kategorie noch Nachholbedarf haben. In den bisherigen 39 Duellen ging Königsblau 22-mal als Sieger vom Platz, wir konnte immerhin neun Spiele für uns entscheiden. Darunter auch die bisher letzten beiden Partien, damals noch in der ersten Bundesliga. In der Saison 2020/21 ging es zweimal 1:0 für uns aus. Der Sieg im Rückspiel besiegelte damals den Schalker Abstieg in die zweite Liga. Davor war es aber eher überschaubar. Außer einem großartigen Kampf im DFB-Pokal 2019, wo wir um ein Haar einen 0:3-Rückstand noch aufgeholt hätten und es am Ende ein 2:3 gab, haben wir in den fünf Heimspielen (0:2,0:2,0:1,0:1,0:2) davor nicht ein einziges Tor geschossen. Zuletzt traf unsere Mannschaft in 28 Spielen in Folge – eine Statistik, die gegen eine starke Defensive positiv stimmt.
Kommen und Gehen: Mit Miron Muslic hat Schalke auf der Trainerposition einen erfolgreichen Wechsel vollzogen. Der gebürtige Bosnier trainierte davor den aktuellen englischen Drittligisten Plymouth Argyle Football Club, den belgischen Erstligisten Cercle Brügge und viele Jahre den SV Ried aus Österreich. Österreich sei seine zweite Heimat, sagt er oft, weil er im Alter von nur neun Jahren mit seiner Familie vor dem Bosnienkrieg nach Österreich geflüchtet ist. Sein Trainer-Vorbild ist Jose Mourinho. Er schätzt vor allem die Gewinnermentalität des Portugiesen. Diese Mentalität will er an seine Spieler, darunter zwölf Neuzugänge, weitergeben, was aktuell ja ganz gut zu funktionieren scheint.
Fun-Fact am Rande:
Im Stadion der Schalker gibt es eine kleine Kapelle. Dort können Fans heiraten, eine Taufe feiern oder auch einfach ein stilles Gebet sprechen.
Schalke-Torwart Jens Lehmann erzielte im Derby gegen Dortmund 1997 als erster Bundesliga Torwart überhaupt ein Tor aus dem Spiel heraus - und das mit dem Kopf. In derselben Saison flog er auch noch dreimal vom Platz – Bundesliga-Rekord für einen Torwart.





















































