1860 München
0 : 3
Arminia Bielefeld
Fr., 21.02.2025 19:00

3:0-Auswärtssieg bei den Löwen

Premieren-Feier in München: Die ersten Treffer von Joel Grodowski und Roberts Uldrikis im Arminia-Trikot und Tor Nummer acht von Julian Kania sichern den 3:0 (1:0)-Sieg unserer Arminia bei 1860 München.

Cheftrainer Mitch Kniat musste das Spiel aufgrund seiner Gelb-Sperre aus einem kleinen Fensterchen oberhalb der Haupttribüne verfolgen. In Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Daniel Jara schickte er zum dritten Mal hintereinander dieselbe Startelf auf den Rasen. Die Sperre für Kniat war übrigens eine Light-Version, denn unser Cheftrainer durfte vor dem Spiel und in der Pause die Kabine aufsuchen und hätte während des Spieles über Funk sogar Kontakt zu Jara halten können - Letzteres tat er aber nicht. 

Die erste Chance hatten die Gastgeber nach nur 52 Sekunden. Ein Einwurf landete bei Dickson Abiama, der aus spitzem Winkel aber an Jonas Kersken scheitert. Joel Grodowski (11.) setzte dann die ersten Nadelstiche für Arminia, ließ einen 60er aussteigen, sein Schuss landete am Außennetz. Joel Felix (16.) hatte die nächste Gelegenheit. Nach einer Flanke von Stefano Russo drückte er den Ball mit dem Kopf aufs Tor, was aber kein Problem für Löwen-Torwart Hiller war. Bei 1860 sorgte vor allem Abiama für gefährliche Momente. Eine Ball-Stafette landete beim Löwen-Stürmer (26.), der im Fallen die Kugel aber nicht an Kersken vorbeischieben konnte. Mael Corboz (32.) hatte dann die Führung auf dem Fuß. Noah Sarenren Bazee schlenzte den Ball von der Torraumlinie zurück an die Strafraumkante, doch ein 60-Abwehrbein verhinderte den ersten Treffer. Christopher Lannert kassierte kurz danach wie auch Felix und Lukas Kunze seine fünfte gelbe Karte. Alle drei fehlen der Arminia somit beim nächsten Spiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart. 

Augenblicke später ballte Mitch Kniat dann aber aus seiner Vogelperspektive die Faust und riss die Hände in die Luft. Was war passiert? Abschlag von Kersken, Roberts Uldrikis holte den Ball erst elegant runter und spitzelte ihn dann über die Löwen-Abwehr zu Grodowski (36.), der das Leder über den herausstürmenden Hiller zum 1:0 ins Netz lupfte und für viel Jubel bei den 1.400 mitgereisten Arminen im Auswärtsblock sorgte. 

Ähnlich wie in Hälfte eins erwischten die Münchner, für die erstmals Ex-Armine Anderson Lucoqui spielte, den besseren Start: Einen Schuss von Julian Guttau (46.) konnte Kersken aber mit beiden Fäusten entschärfen. 1860 auch in der Folgezeit sehr aktiv, ohne jedoch so richtig gefährlich zu werden. Anders unsere Arminia: Zuerst rauschte ein Schuss von Lannert (56.) aus 23 Metern knapp am Tor vorbei, anschließend ließ Sarenren Bazee zwei Münchner im Strafraum stehen, vergab aber knapp. Grodowski (77.) hätte dann für die Vorentscheidung sorgen können. Eine Vorlage von Kunze setzte er neben das Tor. Das erledigte dann Uldrikis (83.) selbst, ebenfalls mit seinem Premierentreffer nach einem Zauberpass von Kunze zum 2:0. Julian Kania mit seinem achten Treffer stellte den Endstand nach einem mustergültigen Konter im Alleingang her. Es war übrigens Jokertor Nummer zwölf unserer Arminia - Ligabestwert.

Weiter geht in einer Woche zuhause gegen die Reserve des VfB Stuttgart.  

TSV 1860 München: Hiller – Lucoqui, Reinthaler, Verlaat, Reich (61. Danhof) – Maier, Jacobsen (46. Frey) – Wolfram, Guttau, Abiama(81. Ott) – Hobsch (46. Kozuki)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Felix, Schneider, Lannert (90. Oppie) – Russo - Corboz, Wörl (70. Kunze) – Grodowski (81. Großer), Uldrikis (90. Kania), Sarenren Bazee (70. Schreck)

Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Winnenden)

Zuschauer: 15.000

Gelbe Karten: Verlaat, Lucoqui/Grodowski, Lannert (5), Felix (5), Kunze (5)

Tore: 0:1 (36.) Grodowski, 0:2 (83.) Uldrikis, 0:3 (90.+3) Kania.

„Ich bin auf alle extrem stolz!“

Der 3:0-Auswärtserfolg an der Grünwalder Straße war der zweite Sieg in Folge. Erstmalig saß unser Cheftrainer Mitch Kniat nicht an der Seitenlinie, wurde dort von Dani Jara und Janik Steringer vertreten. Nach dem Spiel äußern sich Roberts Uldrikis, Joel Grodowski, Christopher Lannert und unser Cheftrainer vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Roberts Uldrikis: „Ich bin total glücklich über den Sieg. Vor allem, weil wir es als Team sehr gut gemacht haben und weil ich natürlich mit meinem ersten Tor dazu beitragen konnte. Mit dem zweiten Tor haben wir das Spiel praktisch entschieden. Unsere Trainer haben ein paar Anpassungen vorgenommen und die haben wir sehr gut umgesetzt. Insgesamt haben wir sehr solide gespielt, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie abgeklärt wir heute das Ergebnis erzielt haben. Jetzt steht mit Bremen das nächste große Spiel an. Es ist nicht alltäglich, im Viertelfinale des DFB-Pokals zu stehen. Wir müssen bei uns und fokussiert bleiben. Unsere Fans werden uns 90 oder wenn nötig 120 Minuten unterstützen. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben.“

Joel Grodowski: „Roberts macht den super fest und ich mache den Tiefenlauf und halte den Schlappen zur richtigen Zeit hin. Mein erster Tor war natürlich ein schönes Gefühl. Es ist nicht einfach hier an der Gründwalder Straße zu spielen. Wir wussten, was für eine Wucht uns erwartet, haben es aber sehr solide heruntergespielt und die Tore zur richtigen Zeit gemacht. Es war ein gelungener Abend, ich freue mich auch für Roberts und Julian. Den Sieg haben wir auch für Mitch geholt, der sich am meisten darüber geärgert hat, nicht an der Seitenlinie stehen zu können. Wir werden jetzt weiter Gas geben, die Tore machen so wie heute und dann wird schon etwas Gutes dabei herumkommen. Mit unseren Fans im Rücken werden wir eine enorme Wucht entwickeln. Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Spiel gegen Bremen.“ 

Christopher Lannert: „Für mich war das heute besonders schön, vor allem weil ich viele Bekannte und Verwandte im Stadion hatte. Uns hat am Ende wenig gereicht, um die Tore zu machen. Das ist aber eine positive Entwicklung, weil es in den vergangenen Spielen oftmals nicht gereicht hat, um drei Tore zu schießen. Das tut der Mannschaft gut und auch den Jungs in der vordersten Reihe. Ab jetzt können wir uns auf das Spiel gegen Bremen freuen. Es ist für alle ein Highlight, da können sich jetzt alle drauf einlassen und es positiv angehen.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir haben ein Spiel gesehen, dass man oft in der Dritten Liga sieht. Es war bis zur 50./60. Minute eine offene Partie. In der zweiten Halbzeit war uns klar, dass der Gegner noch einmal mehr investieren wird, wir nutzen aber unsere Chancen eiskalt. Das 1:0 war wie gemalt, das haben wir genauso trainiert. Und auch Julian macht es wieder eiskalt. Ich bin total zufrieden und am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen. Ein großer Dank geht an meine Trainerteam, die es überragend gemacht haben und an die Mannschaft, die es genauso umgesetzt hat. Ich bin extrem stolz auf alle, die heute alles getan haben, um diesen Sieg zu holen.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

"Wir schauen nur auf uns!"

Vor unserem Auswärtsspiel beim TSV 1860 München spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat mit den Journalisten in der gewohnten Medienrunde vor der Partie. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst und über ArminiaClubTV mit ihm gesprochen.

Ins Städtische Stadion an der Gründwalder Straße reisen rund 1.400 Arminen mit uns nach München. Vor der Partie spricht unser Cheftrainer über… 

… das Personal: „Es ist zwar eine kurze Woche, aber wir konnten trotzdem sehr gut trainieren und auch inhaltlich gut arbeiten. Wir hatten einige angeschlagene Spieler. Noah Sarenren Bazee musste nach dem Spiel gegen Aue dosiert trainieren, ebenso wie Christopher Lannert und Isaiah Young. Mit Mael Corboz und Justin Lukas haben wir zudem zwei angeschlagene Spieler im Kader. Alle anderen sind soweit fit und bereit. Und auch bei den Aufgezählten wird es so sein, dass einige mit nach München reisen werden.“ 

… seine Gelbsperre: „Ich kenne Dani Jara schon sehr lange. Er wird mich an der Seitenlinie sehr gut vertreten, da bin ich mir sicher. Er kann die Mannschaft genauso gut von dort aus coachen, wie ich. Mich ärgert die Situation am allermeisten und es trifft mich hart, aber ich kann es jetzt nicht ändern und muss es akzeptieren. Am Ende gibt es dafür keine Ausrede, dafür stehe ich jetzt gerade. 

… Julian Kania und Roberts Uldrikis: „Beide Spieler sind total unterschiedlich. Wir müssen immer bewerten, welchen Spielertyp wir für welchen Gegner und Situation benötigen. Julian ist ein Spieler, der im Strafraum eine brutale Waffe ist. Wir haben in der Vergangenheit mit ihm die Boxbesetzung und das Verarbeiten von langen Bällen thematisiert, an denen er noch arbeiten muss. Gerade Ersteres hat jetzt deutlich besser funktioniert. Roberts ist gerade beim Festmachen und Weiterleiten von langen Bällen auf die Außen extrem stark. Zum Ende einer Partie drängen wir unsere Gegner oft hinten rein, und genau dann ist Julian Kania der Richtige, um diese Position zu besetzen. Wenn ein Gegner noch geordnet steht und wir auch mal eine lange Lösung benötigen, ist Roberts der passende Mann. Ich bin mit beiden Spielern total zufrieden, sie machen genau das, was wir von ihnen erwarten. Der eine ist ein wenig erfahrener, der andere mitten in der Entwicklung. Beide erfüllen ihre Aufgaben, wir wissen was wir an ihnen haben und wir sind mit ihnen sehr zufrieden.“ 

… den Gegner: „Wir schauen nicht auf die Heim- oder Auswärtstabelle. Jedes Spiel ist anders, auch wenn sie gerade in Dresden hoch verloren haben. Wir müssen sehen, wie sie die Partie gestalten werden. Ob sie eher abwarten oder voll drauf gehen. Sie haben eine gute Mannschaft, trotzdem müssen wir uns auf uns konzentrieren und eigene Lösungen finden. Das hat die vergangenen Wochen nicht immer geklappt, aber gegen Aue schon deutlich besser.“

Hier seht ihr die Aussagen unseres Cheftrainer über ArminiaClubTV: 

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