Sonnenhof Großaspach
5 : 2
Arminia Bielefeld
Sa., 22.08.2026 18:00

"Dass sie mit leern Händen nach Hause fahren, tut mir am meisten weh!"

Nach dem Ausscheiden im Elfmeterschießen gegen die SG Sonnenhof Großaspach äußern sich Kapitän Maximilian Bauer, Joel Grodowski und Cheftrainer Oliver Kirch vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Maximilian Bauer: „Wir waren heute extrem unsauber, außer in den zehn bis fünfzehn Minuten vor der Halbzeit. Wir bekommen zwei Gegentore nach Standards, das ist wirklich bitter. Wir verschlafen direkt die ersten Minuten nach dem Anpfiff und spielen die Führung nicht gut herunter. Der Elfmeter ist unglücklich, viele Chancen hatten sie nicht. Trotzdem muss unser Anspruch sein, hier eine Runde weiterzukommen. Das ist uns nicht gelungen. Das Spiel müssen wir so schnell es geht abhaken, es überwiegt die Enttäuschung und natürlich sind wir auch sauer.“

Joel Grodowski: „Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt, Großaspach hat es immer wieder geschafft sich gut zu befreien und aufzuspielen. Wenn wir länger die Führung halten können, bringen wir es vielleicht besser über die Zeit. Am Ende müssen wir anerkennen, dass sie es gut gemacht haben. Wir machen den Jungs keinen Vorwurf, im Elfmeterschießen kann das passieren. Insgesamt sind wir alle nicht ans Limit gekommen. Das müssen wir definitiv im nächsten Spiel anders machen und abhaken. Wir dürfen jetzt nicht alles negativ sehen, aber wir wissen natürlich, dass es heute nicht gut war. Die Fans sind zurecht enttäuscht, sie haben eine lange Fahrt auf sich genommen und wir haben kein gutes Spiel gemacht. Das wollen wir gegen Nürnberg kommende Woche ändern.“ 

Cheftrainer Oliver Kirch: „Das Elfmeterschießen hat das Spiel ganz gut zusammengefasst. Wir haben es heute nicht geschafft, den Schalter umzulegen in die Rolle des Favoriten einzunehmen, haben über die 90 Minuten keine Klarheit ins Spiel bekommen. In den ersten fünfzehn Minuten vor der Halbzeit waren wir erstmals drin in der Partie und hatten sichere Ballwechsel. Es tut mir am meisten weh, wenn über 2.000 Arminen die weite Strecke auf sich nehmen und durchweg für gute Stimmung sorgen, unsere Leistung dafür aber nicht gut war und wir sie mit Leeren Händen nach Hause schicken.“  

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 2:5-Niederlage nach dem Elfmeterschießen im DFB-Pokal haben wir Euch die Bilder zum Spiel zusammengefasst.

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"Wir wollen eine Runde weiterkommen"

Am Samstagabend steht die erste Runde des DFB-Pokals an. Der DSC gastiert beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. In der Pressekonferenz vor der Partie stellt sich unser Cheftrainer Oliver Kirch den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Rund 2.000 Arminen begleiten uns nach Großaspach. Vor Ort wird es ab 15:30 Uhr auch eine Tageskasse geben. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Oliver Kirch über…

…die erste Pokalrunde: „Das erste Pokallos ist immer unangenehm, gerade wenn es gegen einen vermeintlichen Unterlegenen geht. Aber genau das macht den Pokal auch aus. Ich bin froh, dass sich über 2.000 Arminen auf den Weg machen. Das ist wieder richtig stark. Wenn ich mich an die Stimmung vom vergangenen Spiel erinnere, bin ich überzeugt, dass wir auch in Großaspach mit unseren Fans eine spezielle Atmosphäre schaffen können. Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine Runde weiterkommen und müssen dafür unsere Dinge zu einhundert Prozent auf dem Platz erledigen. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass es schwierig wird und auch der Gegner seine Möglichkeiten suchen wird. Wir müssen uns durchsetzen und dann können wir auch eine Runde weiterkommen. Es ist ein Pflichtspiel und ein K.-o.-Spiel. Da geht es darum, die bestmögliche Leistung abzurufen und die bestmögliche Mannschaft für den Spieltag aufzustellen. Wir gehen mit der nötigen Ernsthaftigkeit an die Aufgabe heran, um das Spiel zu gewinnen.“

…das Personal: „Leon Schneider und Felix Hagmann haben nicht am Mannschaftstraining teilgenommen, alle anderen standen auf dem Platz. Die Spieler, die angeschlagen sind oder waren, wurden individuell gesteuert. Daniel Richter ist noch nicht so weit, dass er die Belastung eines Pflichtspiels mitgehen kann. Eyyüb Yasar wird am Wochenende bei der U21 spielen, um nach seiner Reha-Phase wieder Spielpraxis zu sammeln. Alle anderen sind fit für das Spiel am Wochenende.“

…den Gegner: „Großaspach ist eine spielerisch gute Mannschaft mit einem klaren spielerischen Ansatz. Wir haben uns die Partien angeschaut und gesehen, wie gut sie Fußball spielen können. Sie wollen kicken und können das auch richtig gut. In beiden Spielen war ein guter Spielansatz zu erkennen. Die Mannschaft ist zusammengewachsen, hat sich den Aufstieg verdient und jetzt gezeigt, dass sie auch in der dritten Liga konkurrenzfähig ist.“

DSC gastiert zum Pokal in Großaspach

In der ersten DFB-Pokalrunde gastiert der DSC bei der SG Sonnenhof Großaspach. Bereits zweimal trafen die beiden Teams in der 3. Liga aufeinander. Was es vor der Partie gegen den aktuellen Drittligisten sonst noch zu wissen gibt, erfahrt ihr hier.

So sieht es aktuell aus:  Sonnenhof Großaspach hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Bis 2004 spielte der Verein noch in der Landesliga, anschließend ging es über die Oberliga und Regionalliga Südwest bis 2014 in die 3. Liga. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg bis in die Oberliga gelang in diesem Sommer als Regionalliga-Aufsteiger der direkte Durchmarsch zurück in die 3. Liga. Und das mit sehr beeindruckenden Zahlen: Großaspach schoss in 34 Spielen 86 Treffer und wurde mit sechs Zählern Vorsprung Meister. Bester Torschütze der Baden-Württemberger war Fabian Eisele mit 22 Toren.

Der Start in der 3. Liga verlief ähnlich wie bei unserer Arminia. Ein Sieg (1:0 gegen Fortuna Köln) und eine Niederlage (0:2 gegen den SV Meppen). Weil die Historie des Vereins so besonders ist, ziehen wir eine Rubrik vor, die sonst immer am Ende kommt. Nämlich…

Fun-Facts am Rande: Stammgast bei den Heimspielen ist Schlagersängerin Andrea Berg, die im Aspacher Ortsteil Kleinaspach lebt und mit Uli Ferber, dem Hotelier, Mitbegründer und Mäzen des Vereins verheiratet ist. Die SG nennt sich stolz selbst „Dorfklub“ und besitzt dafür sogar die Markenrechte. Auch auf Instagram tritt der Verein als „sgaspach DORFKLUB“ auf.

Zum Aufstieg des Vereins in die 3. Liga nahm Andrea Berg eine spezielle „Dorfclub-Version“ ihres Hits „Ja, ich will“ auf.

Die heutige SG Sonnenhof Großaspach entstand am 25. August 1994 aus der Fusion des FC Sonnenhof Kleinaspach und der traditionsreichen SpVgg Großaspach.

Und da Zahlen auch mehr sagen als 1000 Worte kommt nun die Rubrik: 

Zahlen, bitte:

Gespielt wird in der „WIRmachenDRUCK Arena“, die 10.001 Zuschauer fasst. Benannt ist das Stadion nach der gleichnamigen Online-Druckerei, die den Verein als Sponsor unterstützt. Beim Bau der Arena war auch eine Investorengruppe beteiligt, zu der unter anderem die ehemaligen Fußballprofis Mario Gomez und Alexander Hleb gehörten. Großaspach selbst zählt rund 4.300 Einwohner.

Face to face: Tatsächlich gab es schon zwei Duelle der beiden Teams. Beide Spiele in der 3. Liga entschied unsere Arminia für sich – jeweils ohne Gegentreffer. Auf das 2:0 am 28. November 2014 durch Tore von Sebastian Schuppan und Fabian Klos folgte am letzten Spieltag der Saison ein 1:0-Erfolg in Baden-Württemberg. Mit diesem Sieg sicherte sich Arminia am 23. Mai 2015 die Meisterschaft. Den entscheidenden Treffer erzielte Christian Müller. Trainer der Großaspacher war damals übrigens Rüdiger Rehm, der 2016 für vier Monate auch bei unserer Arminia an der Seitenlinie stand. 

Kommen und Gehen: Neben Rüdiger Rehm, der auch als Spieler mehr als 100-mal für die SG auflief, war auch Uwe Rapolder für beide Vereine tätig. 2005 führte er unsere Arminia in die Bundesliga. Im Oktober 2014 übernahm Rapolder anschließend in Großaspach, nachdem Rehm sein Amt für die Teilnahme am Trainerlehrgang ruhen ließ.

Nach einem enttäuschenden Rückrundenstart kehrte Rehm am 25. Februar 2015 auf die Trainerbank zurück und Rapolder verabschiedete sich wieder.

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