Hertha BSC
1 : 0
Arminia Bielefeld
Sa., 24.10.2026 13:00

0:1-Niederlage beim Tabellenführer

Ein großartiger Kampf, der in der letzten Minute nicht mit einem Punkt belohnt wird: Weil Josip Brekalo in der Nachspielzeit per Handelfmeter trifft, verlieren wir am neunten Zweitliga-Spieltag beim Tabellenführer Hertha BSC Berlin mit 0:1 (0:0). Vor rund 4.500 mitgereisten Arminen reichte die Zeit nicht mehr für den Ausgleich. Hier geht’s zum Spielbericht.

Trainer Oliver Kirch nahm im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Osnabrück zwei Veränderungen vor: Joel Felix und Taddel Momuluh rotieren für Benjamin Boakye und Isi Young (beide Bank) rein. Und der Spitzenreiter legte los, wie es sich für einen Tabellenführer gehört: Nach knapp zwei Minuten mit der ersten Chance. Die Flanke von Mads Pedersen wurde noch abgefälscht zur Vorlage für Sebastian Grönning. Aus kurzer Distanz scheiterte der Stürmer aber an Jonas Kersken, der klasse reagierte. Arminia bewusst defensiv zu Beginn: Mit einer Fünfer-Abwehrkette und teilweise einer Viererkette davor, aus der vor allem Marius Wörl ein ums andere Mal Berliner Angriffe wegverteidigte. Und die Hauptstädter so immer wieder vor Probleme stellte. Wer hinten diszipliniert steht, hat dann auch mal vorne gute Szenen. Doch noch fanden Arne Sickers Zuspiel auf Wörl (9.) und auch eine Einzelaktion von Joel Growdowski (11.) nicht das Ziel. Vor allem Felix Hagmann stellte in der Anfangsviertelstunde Josip Brekalo souverän kalt. Brekalo sammelte an den ersten acht Spieltagen stolze neun Scorerpunkte.

Und wenn dann doch mal einer durchrutschte, verhinderte Maximilian Großer (16.) auf der Torlinie das Schlimmste und somit den dritten Saisontreffer von Grönning. Hertha in der ersten halben Stunde sehr aggressiv und intensiv unterwegs, aber unsere Mannschaft bis auf die zuvor erwähnte Situation in der Abwehr sehr geschlossen. Hertha nach 25 Minuten mit wenig Raumgewinn, dafür mit zahlreichen Querpässen, was ein deutliches Verdienst der Bielefelder Abwehr war, die von den 4.500 mitgereisten Fans entsprechend gefeiert wurde. 

Eine Schrecksekunde, in der die Gastgeber nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum an Adewumi (36.) einen Elfmeter forderten, löste der Videobeweis zum Vorteil der Arminia auf. Drei Minuten später hatte Adewumi (39.) dann die größte Chance des bisherigen Spieles. Nach einem Zuspiel von Thorsteinsson stand der Berliner Stürmer frei vor Kersken, der aber mit einer Monsterparade den Schuss im letzten Moment entschärfte. Auch kurz vor der Halbzeit hielt Kersken die Null fest, als er einen Kopfball von Grönning (42.) aus kurzer Distanz wegfischte.

Nach dem Wechsel war klar zu sehen: Dem Spitzenreiter reicht im Gegensatz zur Arminia der Punkt nicht. Doch gegen eine sehr dichtgestaffelte Abwehr der Arminia ging bis auf einen Außennetz-Treffer von Brekalo (55.) zunächst nicht viel, zu eng standen die Bielefelder den Berlinern auf den Füßen. Und setzten vorne Nadelstiche! Nach einem starken Freistoß von Sicker verpasste Großer (60.) mit dem Kopf nur knapp das Berliner Tor. Im direkten Gegenangriff verhinderte dann Wörl mit einem sensationellen Tackling einen Alleingang von Adewumi aufs Bielefelder Tor! Die Mannschaft von Cheftrainer Oliver Kirch wirkte stets fokussiert und bissig. 

Und mit ein wenig Glück: Denn Kevin Sessa (66.) fehlten nur Zentimeter zur Führung, als er einen Freistoß aus 20 Metern an den Querbalken zirkelte. Stefano Russo (68.) hätte dann um ein Haar seinen Treffer aus dem Vorjahr wiederholt. Dieses Mal flog das Leder aber knapp über die Latte. Auch in der Schluss-Viertelstunde rannten die Berliner unermüdlich aufs Bielefelder Tor, doch wiederum Sessa (76.) zielte knapp daneben. Und dann hatten die Arminia ihre Chance! 25 Meter vorm Tor gabs Freistoß für Russo (78.), dessen Abpraller Grodowski aber nicht richtig unter Kontrolle bekam. Ganz stark auch weiterhin die Defensive der Arminia! Die bis zur 85 Minute nicht zu bezwingen schien. Doch dann schoss Soufian Gouram den eingewechselten Luca Schuler an, der aber mit dem Arm das vermeintliche 1:0 (86.) erzielte. Zum Glück schaute der VAR noch einmal drauf und gab den Treffer nicht. 

Bitter dann in der Nachspielzeit: Großer wird im Strafraum von seinem Gegenspieler gehalten. In der Aktion streckt unsere Verteidiger beide Hände hoch und bekommt den Ball vom eigenen Kopf an die Hand. Schiedsrichter Christian Ballweg zögerte nicht und entschied auf Elfmeter – das Foulspiel an Großer bewertet er hingegen nicht. In der letzten Szene des Spieles geben wir den so verdienten Punkt schließlich noch aus der Hand, weil Brekalo den folgenden Elfmeter zum Siegtreffer versenkt. Der stark agierende Kersken ist zwar noch am Ball, kann den Einschlag aber nicht verhindern. 

Trotzdem nehmen wir eine starke Defensivleistung beim Tabellenführer mit ins nächste Spiel am Freitag (18.30 Uhr) zuhause gegen Eintracht Braunschweig. 

Hertha BSC: Gersbeck – Pedersen, N. Kolbe, Gechter, Zeefuik (64. Eitschberger) – Sessa (88. Telib), Seguin – Brekalo, Thorsteinsson (80. Gouram), Adewumi (64. Alfa-Ruprecht) - Grönning (64. Schuler)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Sicker, Felix (82. Schneider), M. Bauer, Großer, Hagmann – Russo, Jensen (76. Schreck) – Wörl (77. Rochelt), Grodowski (88. Handwerker), Momuluh (82. Koudossou)

Schiedsrichter: Christian Ballweg (Zwingenberg)

Zuschauer: 49 100

Gelbe Karten: Seguin - Kersken, Felix

Tore: 1:0 (90+2, Handelfmeter) Brekalo

„Das Ergebnis tut natürlich weh!“

Nach der 0:1-Niederlage äußern sich Jonas Kersken, Max Großer und Cheftrainer Oliver Kirch vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Jonas Kersken: „Wir haben richtig gut verteidigt und in der Halbzeit ein paar Dinge angepasst und dann noch stabiler gestanden. Wir haben dann nicht mehr viel zugelassen und bekommen dann diesen Elfmeter, der so kurz vor Schluss natürlich brutal bitter ist. Trotzdem ist der Plan sehr gut aufgegangen und wir können sehr viel Positives aus dem Spiel mitnehmen. Wir sind auf einem richtig guten Weg, daran müssen wir anknüpfen, denn wir haben heute gegen den Tabellenführer und eine richtig gute Mannschaft gespielt.“ 

Max Großer: „Wir haben die gesamte Spielzeit gut verteidigt und versucht, Nadelstiche zu setzen. Leider gehen wir jetzt mit Nichts nach Hause. Wir haben in zwei Auswärtsspielen nur ein Tor kassiert, daran müssen wir ansetzen. Die letzte Aktion ist maximal unglücklich gelaufen. Er hält mich fest, für den Schiedsrichter war das zu wenig und er gibt den Elfmeter. Jonas ist ein überragender Rückhalt, hat uns lange im Spiel gehalten. Hertha ist eine echt gute Mannschaft. So, wie sie es machen, setzen sie es einfach sehr gut um.“

Cheftrainer Oliver Kirch: „Auch wenn der Sieg hinten heraus dramatisch zustande kommt, ist er für Hertha am Ende verdient. Wir haben über die gesamte Spielzeit eine sehr gute defensive Leistung abgeliefert, die gegen diese Mannschaft auch notwendig war. Wir wollten wenig zulassen und mit Umschaltmomenten gefährlich werden. Letzteres haben wir leider so oft geschafft. Insgesamt hatten sich die Jungs mit der Leistung und Art und Weise einen Punkt verdient. So tut das Ergebnis natürlich weh. Das werden wir nicht in jedem Spiel so angehen, aber heute war es die richtige Herangehensweise.“ 

 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 0:1-Niederlage gegen den Hertha BSC haben wir Euch die Bilder zum Spiel zusammengestellt.

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„Wir sind auf einem guten Weg!"

Zum 9. Spieltag geht es für unsere Mannschaft in die Hauptstadt nach Berlin. Am Samstag spielt sie um 13 Uhr im Olympiastadion gegen den Tabellenführer Hertha BSC. Vor der Partie stellt sich unser Cheftrainer Oliver Kirch den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für euch zusammengefasst.

Rund 4.200 Arminen begleiten unsere Mannschaft nach Berlin. Für Kurzentschlossene wird es vor Ort eine digitale Tageskasse geben. Vor dem Duell mit Hertha BSC spricht Cheftrainer Oliver Kirch über…

… das Personal: „Vincent Ocansey wird morgen operiert. Wir wünschen ihm für die OP alles Gute und hoffen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt. David Min wird am Samstag ebenfalls ausfallen, er war heute auch nicht auf dem Trainingsplatz. Zwei weitere Spieler hatten nach dem Spiel am Sonntag kleinere Probleme und haben deshalb die erste Einheit ausgesetzt. Sie sind inzwischen aber wieder voll dabei.“

… den Gegner: „Hertha sprüht aktuell vor Selbstbewusstsein. Die Ergebnisse stimmen und auch die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, ist stark. Sie stehen zurecht an der Tabellenspitze. Gerade in der Offensive haben sie ein sehr starkes Angebot, auch von der Bank kann viel Qualität nachkommen. Hertha verfügt über viel Tempo, eine hohe fußballerische Qualität und große Zielstrebigkeit im Abschluss. Die Mannschaft kann aus allen Positionen torgefährlich werden, deshalb müssen wir jederzeit wachsam sein.

Hertha hat in dieser Saison großen Wert auf Intensität gelegt. Sie laufen sehr scharf an, pressen hoch und sind auch stark im Gegenpressing. Sie verteidigen viel nach vorne und sind insgesamt sehr breit und qualitativ stark aufgestellt. Hertha bietet nur wenige Schwächen an. Trotzdem müssen wir versuchen, eine davon zu finden und auszunutzen.“

… die Herangehensweise: „Der Fokus liegt auf dem Verteidigen. Wir müssen die Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen, bei Flanken Überzahl im Zentrum schaffen und Konter vermeiden. Das war schon gegen Osnabrück ein wichtiges Thema und wird es auch am Samstag wieder sein. Hertha ist eine sehr gute Fußballmannschaft und extrem konterstark. Sie hat die meisten Tore der Liga nach Kontern erzielt. Deshalb wird es entscheidend sein, alles abzusichern und auch nach Ballverlusten sicher zu stehen. Das haben wir uns in den vergangenen Wochen vorgenommen und zuletzt auch nicht viel zugelassen. Mit den zwei Siegen sind wir auf einem guten Weg, den wir am Wochenende weitergehen wollen. Wir haben in den letzten Wochen Fortschritte gesehen und wissen, dass es schwer ist, gegen uns zu gewinnen, wenn wir bestimmte Dinge auf den Platz bringen. Ich freue mich auf das Spiel. Es ist ein großes Stadion, eine große Kulisse und eines der Highlightspiele in der 2. Bundesliga.“

Fan-Infos zum Spiel in Berlin

Am Samstag, 24. Oktober (Anstoß: 13:00 Uhr) gastiert der DSC Arminia Bielefeld beim Tabellenführer im Berliner Olympiastadion. Im Vorverkauf wurden 4.100 Gästetickets verkauft. Wir haben alle wichtigen Informationen rund um das Spiel gegen Hertha BSC für euch zusammengefasst.

Anreise und Parken: 

Über die A2 und auf dann weiter auf der A10 Richtung Hamburg (nördlicher Berliner Ring) fahren. Ausfahrt Spandau (Heerstraße/ B2/ B5) nehmen. Von der Heerstraße links in die Passenheimer Str. einbiegen. Dort kommt links der PO7.

Der offizielle Gästeparkplatz ist der PO7. Die Parkgebühr beträgt 10 €. Die Behindertenparkplätze befinden sich auf dem Parkplatz PO5. Mit einem blauen oder orangenen Parkausweis ist die Nutzung kostenlos. Ansonsten kann kostenlos entlang der Heerstraße geparkt werden. Reisebusse parken auf der Jesse-Owens-Allee und wenn diese voll ist auch auf der Passenheimer Straße. 

Anreise Zug und ÖPNV:

Wir empfehlen die Anreise mit der S-Bahn bis S-Bahnhof Olympiastadion. Dafür kommen die S3 oder S9 Richtung Spandau/S-Bahnhof Olympiastadion in Frage. Bitte am S-Bahnhof Olympiastadion den Ausgang in Richtung Flatowallee nehmen! Reguläre Eintrittskarten dienen rund um das Spiel nicht als Fahrschein für den ÖPNV.

Stadionöffnung und Eintrittskarten:

Stadionöffnung ist um 11:30 Uhr. Das Spiel ist gastseitig aktuell noch nicht ausverkauft. Sollte es am Spieltag noch Restkarten geben, können diese durch einen QR-Code am Süd- und Osttor noch übers Smartphone gebucht werden.

Gästeblock und Einlass:

Der Gästebereich befindet sich in den Blöcken G, H, und 15-17. Fans mit Karten für den Gästebereich nutzen bitte die Schleusen links vom Südttor (Option 1) oder die linke Seite des Südtores (Option 2). Der Einlass für Gästefans mit Behinderung erfolgt durch den Rolli-Eingang links vom Südtor. Das Osttor ist für Heimfans vorgesehen. 

An den Stadioneingängen befinden sich im Vergleich zur vergangenen Saison neue Ticketscanner. Damit diese die Karten problemlos lesen können, bitte eine ausreichende Bildschirmhelligkeit einstellen und das Smartphone/Ticket in einem Abstand von 20-30 cm ruhig vor die Geräte halten.

Catering:

Es wird in allen Bereichen alkoholhaltiges Bier ausgeschenkt. Es gibt im Gästebereich, an bestimmten Imbissständen, auch vegane Brat- und Currywurst, sowie Pommes und Brezeln als Alternative für Fans, welche sich vegan oder vegetarisch ernähren. Es kann sowohl Bar als auch mit Karte bzw. kontaktlos (Apple/Google Pay) bezahlt werden.

Gepäckabgabe:

Die Gepäckabgabe (kostenpflichtig, 5€) findet ihr in den Containern zwischen Coubertinplatz und PO5. Im Stadion ist die Mitnahme von Taschen größer als Din A4 untersagt. Alles, was größer ist (z.B. Rucksäcke), sollte im Bus, Auto oder am Bahnhof bleiben. Alternativ gibt es eine Taschenhinterlegung 

Fanutensilien:

Bei den Fanutensilien gibt es keine Einschränkungen. Zaunfahnen und kleine Fahnen bis 2,00 Meter sind unbegrenzt erlaubt. Trommeln, Megaphone und große Schwenkfahnen sind in relevanter Anzahl angemeldet. Die Materialkontrolle wird links vom Südtor stattfinden.

Fanbetreuung:

Als Ansprechpersonen des Clubs sind die Fanbeauftragten, die Behindertenfanbetreuung, Mitarbeiter des Fan-Projekts, Verantwortliche des ASC-Mobils (Standort Coubertinplatz), Betreuer der Arminis und Mitglieder des Fanbeirats vor Ort.

Schutzkonzept „Wo ist Lotte?“:

Es gibt einen Schutzraum (Block O) für Betroffene von Diskriminierung jeglicher Art wie Sexismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit. Unter der Nummer 0172 3204566 erhaltet ihr mit dem Codewort „wo ist Lotte“ Unterstützung. Vor Ort gibt es eine psychosoziale Notfallbetreuung.

Trifft Russo, punktet Arminia gegen Hertha!

Am Samstag, 24. Oktober (Anstoß 13 Uhr), geht's für unsere Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Berlin. Bei der Hertha wartet der DSC seit 48 Jahren auf einen Sieg. Wir blicken auf unseren kommenden Gegner und den aktuellen Tabellenführer aus der Hauptstadt.

So sieht es aktuell aus: Stefano, mach es noch einmal! Denn Russo war beim letzten Spiel im Berliner Olympiastadion der entscheidende Spieler für unsere Arminia. Bis weit in die Nachspielzeit sah es so aus, als ob das Spiel mit einer Nullnummer für uns enden würde. Null Tore, Null Punkte, weil Paul Seguin für die Hauptstädter nach 67 Minuten getroffen hatte. Doch dann kam Russo, sah, schoss und traf – aus 20 Metern mit voller Wucht in den rechten Winkel des Hertha-Tores. Im Rückspiel gegen die Hertha sicherten wir uns durch ein phantastisches 6:1 den Klassenerhalt, sechs Tore in einer Halbzeit! Unter den Torschützen damals? Stefano Russo, mit seinem zweiten Saisontor. Seitdem hat sich bei der Hertha allerdings einiges getan. Aktuell sind die Berliner souveräner Spitzenreiter der 2. Bundesliga, haben zuhause alle drei Spiele gewonnen. Aber in jeder Partie jeweils ein Tor kassiert! Ein guter Moment, für Stefanos erstes Tor in dieser Saison. 

Fraglich bei den Berlinern sind Niklas Kolbe, Boris Mamuzah Lum, Gustav Nilsson und Marton Dardai, die unter der Woche nur eingeschränkt trainieren konnten.

Kommen und Gehen: Nach der vergangenen Saison haben die Berliner gleich zehn Spieler gehen lassen. Darunter unter anderen auch Leon Jensen, der nun in unserem Mittelfeld für Schwarz-Weiß-Blau spielt. Bei den Berlinern sitzt ein ehemaliger Bielefelder Abwehrchef mit auf der Trainerbank: Andre Mijatovic ist seit Februar 2025 Co-Trainer bei der Hertha.

Face to Face: Der direkte Vergleich ist denkbar knapp: In den bisherigen 38 Spielen entschieden die Berliner elf Spiele für sich. Neben 17 Unentschieden gab es außerdem zehn Bielefelder Siege. Um allerdings einen Bielefelder Sieg im Olympiastadion zu finden, müssen wir bis ins Jahr 1978 zurückblättern. Zwar gab es davor auch acht Unentschieden, der letzte Erfolg liegt mittlerweile 48 Jahre zurück. Beim 2:1 am 21. Oktober 1978 trafen Helmut Schröder und Norbert Eilenfeldt für unsere Arminia, die dadurch allerdings auch nicht den späteren Bundesliga-Abstieg verhindern konnte.

Zahlen, bitte: Mit vier Treffern und fünf Torvorbereitungen ist Josip Brekalo der Top-Scorer des Tabellenführers. Der 28-Jährige kam im Februar nach Berlin und war davor vereinslos.

Wahrscheinlich wäre die Hertha in der zweiten Liga ohne ihr einziges Manko noch überlegender. Denn die Berliner haben zwar bislang schon 19 mal getroffen, aber auch schon 24 Großchancen vergeben. Damit sind sie ebenfalls top in der Liga.

Ins Wohnzimmer des Tabellenführers passen laut der Hertha-Website genau 73 856 Zuschauer. In den ersten drei Spielen kamen im Schnitt exakt 53 349 Besucher ins Stadion – auch in diesem Punkt sind die Berliner Erster in der Liga.

Fun-Fact am Rande: Durch das 0:0 am vergangenen Spieltag gegen Holstein Kiel verpassten die Berliner nach zuvor sieben Siegen die Einstellung eines Uralt-Rekordes. Denn Hannover 96 schaffte in der Saison 1986/87 eine Startserie von acht Erfolgen am Stück.

Hertha BSC heißt Hertha, weil der Vereinsgründer 1892 auf einem Schiff namens Hertha gefahren ist. Und weil der Schornstein blau und weiß war, waren damit auch die Vereinsfarben klar.

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