Bochum
0 : 1
Arminia Bielefeld
So., 11.10.2026 13:30

1:0-Auswärtssieg in Bochum!

Nach einer starken Vorarbeit von Jonny Grodowski erzielte Benjamin Boakye am 7. Spieltag den entscheidenden Treffer zum 1:0 beim VfL Bochum und sicherte Arminia damit den ersten Auswärtssieg der Saison. Nach einer umkämpften Partie nahm der DSC drei wichtige Punkte mit nach Bielefeld.

Wie bereits im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen setzte Arminias Cheftrainer Oliver Kirch auf eine Fünferkette. Neben Maximilian Bauer und Maximilian Großer rückte Joel Felix als dritter Innenverteidiger in die Startelf. Taddel Momuluh fiel verletzungsbedingt aus. Leon Jensen und Felix Hagmann feierten ihr Startelfdebüt vor knapp 22.300 Zuschauern, darunter rund 1.700 Arminen, im Ruhrstadion. Außerdem stand Arne Sicker von Beginn an auf dem Platz. Die Gastgeber kamen zunächst über Standards zu ersten Möglichkeiten. Die Hereingaben nach zwei Ecken konnte Kersken sicher abfangen. Auf der anderen Seite prüfte Isaiah Young erstmals den Bochumer Torhüter Timo Horn, der den Abschluss entschärfte (10.).

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine zweikampfstarke Partie, in der beide Mannschaften zunächst nur selten zu klaren Torchancen kamen. Nach einem Foul an Jonny Grodowski brachte Isaiah Young einen Freistoß in den Strafraum, doch Horn fing die Flanke ab (25.). Wenig später wurde Young nach einem Zuspiel vor dem Bochumer Tor gestört und kam nicht mehr zu einem sauberen Abschluss (34.). Auch Bochum suchte den Weg nach vorne, blieb im Abschluss aber zunächst ohne Erfolg. Kurz vor der Pause kam Arminia noch einmal gefährlich vor das Tor. Marius Wörl kam im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball jedoch neben das Tor. Den Nachschuss von Felix Hagmann konnte Horn klären (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der DSC mit zunehmender Spielzeit den Druck. In der 59. Minute kombinierte sich Arminia in den Strafraum, doch die Bochumer Defensive konnte den Angriff noch zur Ecke klären. Vier Minuten später bot sich die große Chance zur Führung: Isaiah Young setzte sich stark über die linke Seite durch und legte den Ball an den langen Pfosten zu Felix Hagmann. Dessen Abschluss ging allerdings über das Tor (63.).

Arminia blieb dran und kam auch bei Standards gefährlich vor das Bochumer Tor. Nach einer Ecke wollte Hofmann den Ball aus dem Strafraum köpfen, traf dabei jedoch Max Großer, von dessen Kopf der Ball an den Pfosten prallte (69.). Während der DSC nun zunehmend die Kontrolle übernahm, wurden die Gastgeber seltener gefährlich. In der 73. Minute kam Bochum dennoch zu einer Möglichkeit, doch Pannewigs Abschluss ging am Tor vorbei.

Dann fiel die Führung für Arminia! Jonny Grodowski brachte den Ball von der linken Seite in den Strafraum, wo der zuvor eingewechselte Benjamin Boakye ihn mitnahm und präzise im rechten unteren Eck unterbrachte (78.). Das 1:0 gab der Partie noch einmal neue Dynamik. Bochum erhöhte den Druck und kam nach einer Flanke von Holtmann durch Taz zum Abschluss, der knapp am Tor vorbeiging. Arminia verteidigte in der Schlussphase konzentriert und ließ keinen Treffer zu.

Damit steht für den DSC ein umkämpfter und wichtiger Derbysieg zu Buche. Nach einer defensiv stabilen Leistung und einer druckvollen zweiten Halbzeit belohnte sich Arminia für ihren Einsatz und nahm drei Punkte anne Castroper mit.

Bochum: Horn - Klaiber, Steinweder, Mets, Wittek (86. Crimaldi) - Meyer, Pannewig (81. Hanslik) - Rasmussen (63. Taz), Miyoshi, Holtmann - Hofmann

Bielefeld: Kersken - Hagmann, Bauer, Felix, Großer, Sicker - Russo, Jensen (64. Rochelt) - Young (64. Boakye), Grodowski (83. Min), Wörl (90. Schneider)

Schiedsrichter: Oldhafer (Poppenbüttel)

Zuschauer: 22.297

Gelbe Karten: Steinwender, Holtmann - Felix, Boakye, Min

Tore: 0:1 Boakye (78.)

„Wir haben uns in jeden Zweikampf reingeworfen!“

Nach dem 1:0-Auswärtssieg beim VfL Bochum äußern sich unser Cheftrainer Oliver Kirch, Kapitän Maxi Bauer, Joel Felix und Torschütze Benjamin Boakye vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Cheftrainer Oliver Kirch: „Wir sind natürlich glücklich, dass wir auch auswärts endlich einen Sieg geholt haben. Vor allem in einer Art und Weise, die wir uns genauso vorgestellt haben. Mit einer großen defensiven Stabilität und einer starken defensiven Haltung. Wir haben uns für jeden Zweikampf und für jede gute Aktion untereinander gefeiert, um uns ein gutes Gefühl zu geben. Mich freut es persönlich sehr für Benny und dass er sich für seine Leistung belohnen konnte und uns gleichzeitig damit den Sieg gesichert hat.“ 

Kapitän Maxi Bauer: „Es war sicher kein schönes Spiel zum Anschauen. Aber wir wollten genau das! Jede Defensivaktion voll fokussiert angehen, uns auch für die Zweikämpfe abfeiern. Wir haben alles auf den Platz gebracht, was wir wollten. Umso schöner ist es, wenn sich die Arbeit gelohnt hat und man es am Ergebnis ablesen kann.“ 

Joel Felix: „Wir haben sehr gut gestanden und haben es aber auch vorne gut gemacht. Die ganze Mannschaft hat überragend gearbeitet. Es war ein gutes Zusammenspiel und jeder hatte ein gutes Gefühl auf dem Platz. Der Fokus unter der Woche war sehr gut, wir haben genau das trainiert und heute abgerufen.“ 

Benjamin Boakye: „Für mich persönlich, aber natürlich auch für die Mannschaft, ist es perfekt gelaufen. Wir haben uns für den Aufwand belohnt und die drei Punkte verdient. Wir wollten hinten sicher stehen und vorne die Chancen nutzen, die wir bekommen. Das ist uns gelungen. Das Tor war ein wenig Glück, aber auch Instinkt und eine super Vorlage von Jonny. Manchmal ist es hilfreich, nicht so viele Optionen zu haben, dann trifft man schneller die richtige Entscheidung. Ich versuche immer mein Bestes zu geben und dem Team zu helfen.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Wir haben Euch die Bilder des Spiels in einer Galerie zusammengefasst.

Bild 1 der Galerie
Bild 2 der Galerie
Bild 3 der Galerie
Bild 4 der Galerie
Bild 5 der Galerie
Bild 6 der Galerie
Bild 7 der Galerie
Bild 8 der Galerie
Bild 9 der Galerie
Bild 10 der Galerie
Bild 11 der Galerie
Bild 12 der Galerie
Bild 13 der Galerie
Bild 14 der Galerie
Bild 15 der Galerie
Bild 16 der Galerie
Bild 17 der Galerie
Bild 18 der Galerie
Bild 1 der Galerie Thumbnail
Bild 2 der Galerie Thumbnail
Bild 3 der Galerie Thumbnail
Bild 4 der Galerie Thumbnail
Bild 5 der Galerie Thumbnail
Bild 6 der Galerie Thumbnail
Bild 7 der Galerie Thumbnail
Bild 8 der Galerie Thumbnail
Bild 9 der Galerie Thumbnail
Bild 10 der Galerie Thumbnail
Bild 11 der Galerie Thumbnail
Bild 12 der Galerie Thumbnail
Bild 13 der Galerie Thumbnail
Bild 14 der Galerie Thumbnail
Bild 15 der Galerie Thumbnail
Bild 16 der Galerie Thumbnail
Bild 17 der Galerie Thumbnail
Bild 18 der Galerie Thumbnail

„Wir müssen Torchancen erzwingen"

Nach der langen Länderspielpause steht am Sonntag endlich das nächste Zweitligaspiel auf dem Programm. Wir gastieren beim VfL Bochum im Ruhrstadion. Vor der Partie stellt sich unser Cheftrainer Oliver Kirch den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Über 2.700 Arminen treten die Reise ins Ruhrgebiet an, damit ist das Gästekontingent voll ausgeschöpft. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Oliver Kirch über…

das Personal: „Die Jungs, die auf Länderspielreise waren, sind fit zurückgekommen und haben gute, emotionale Eindrücke mitgebracht. In dieser Woche haben alle drei wieder voll mittrainiert. Auch David Min und Jonny Grodowski haben heute normal trainiert und wären für Sonntag einsatzfähig.“

den Gegner: „Bochum ist in diesem Jahr spielerisch besonders auffällig. Sie haben eine hohe Ballbesitzquote, spielen wenige Fehlpässe, zeigen gute Bewegungen in der Viererkette und mit den Sechsern. Philipp Hofmann ist natürlich ein Zielspieler, den wir verteidigen müssen. Er bringt viel Wucht, Kopfballstärke und Abschlussqualität mit. Aber es wäre zu einfach, wenn wir uns nur auf einen Spieler konzentrieren müssten. Unser Plan ist es, gar nicht erst so viele Flanken zuzulassen und die Situationen möglichst früh zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir uns auf die Eins-gegen-eins-Qualitäten auf den Flügeln einstellen und entsprechend absichern.“

Unsere Herangehensweise: „Es geht darum, durch mehr Konzentration und Konstanz in der Defensive weniger Tore zuzulassen, mehr Situationen abzusichern und Ballverluste zu reduzieren. Gleichzeitig müssen wir unsere Torchancen nutzen. Torschüsse sind deshalb aktuell auch ein großes Thema im Training. Wir würden uns einfach wünschen, dass bei dem einen oder anderen der Knoten platzt. Dafür müssen wir auch mal aus weniger aussichtsreichen Positionen abschließen, so wie Felix Hagmann gegen Heidenheim. Er hat sich ein Herz gefasst und geschossen, der Ball wurde abgefälscht und ist reingegangen. Solche Situationen müssen wir noch häufiger erzwingen.

Wir führen viele Einzelgespräche und versuchen, den Spielern Sicherheit zu geben. Auch nach einer vergebenen Chance braucht man beim nächsten Abschluss das Selbstvertrauen, den Ball wieder reinzumachen. Durch Wiederholungen im Training wollen wir dieses Vertrauen stärken und dafür sorgen, dass die Jungs auch nach Rückschlägen weiter Tore erzielen. Normalerweise spiegelt sich das dann auch auf dem Platz wider. Hoffentlich gelingt es am Wochenende dem einen oder anderen, sich dafür zu belohnen.“

Zu Gast im Ruhrstadion

Am Sonntag, den 11. Oktober, sind wir zu Gast „anne Castroper“ in Bochum. Der letzte Auswärtssieg beim VfL liegt schon einige Jahre zurück. Generell wird es also wieder Zeit für einen Dreier in der Fremde. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf unseren Gegner.

So sieht es aktuell aus: Mit sieben Punkten aus sieben Spielen steht der VfL Bochum aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. Fünf Tore hat die Mannschaft bislang erzielt. In den Heimspielen gelang den Bochumern bisher ein Treffer, der zugleich einen Punkt einbrachte. Torschütze war Philip Hofmann, der beim letzten Duell in Bochum am Nikolaustag 2025 gegen unsere Arminia per Kopf den entscheidenden Treffer erzielte.

Face to face: Die Auswärtsfahrt nach Bochum hat für unsere Arminia sportlich noch Potenzial, auch wenn die Atmosphäre an der Castroper Straße jedes Mal ihren besonderen Reiz hat. Am Sonntag um 13:30 Uhr bietet sich die nächste Gelegenheit, die Bilanz beim VfL aufzubessern. In bislang 31 Auswärtsspielen gelangen dem DSC fünf Siege, elfmal gab es eine Punkteteilung und 15-mal gingen die Bochumer als Sieger vom Platz. 

Der letzte Bielefelder Auswärtssieg liegt schon etwas zurück. Am 29. Januar 2018 gewann Arminia mit 1:0. Für den entscheidenden Moment sorgte Florian Hartherz mit einem sehenswerten Freistoß. 

Kommen und Gehen: Im Sommer hat sich im Bochumer Kader einiges getan. Elf Neuzugänge wechselten ins Ruhrgebiet, darunter Spieler von internationalen Vereinen wie KRC Genk, Brøndby IF, Deportivo La Coruña, Viborg FF und Heart of Midlothian. Auf der anderen Seite verließen ebenfalls elf Spieler den VfL.

Zahlen, bitte:

8 Tore: So viele Treffer fielen im bislang torreichsten Duell zwischen Arminia und Bochum. Am 13. Februar 1966 trennten sich beide Mannschaften in der Regionalliga West mit einem 4:4.

3 Standards: Achtung bei den Bochumer Ecken und Freistöße. Drei der bislang fünf Treffer fielen nach Standardsituationen.

26.000 Plätze: So viele Fans fasst das Ruhrstadion, das Wohnzimmer der Bochumer, normalerweise. 11 600 davon sind Stehplätze. Derzeit wird die Heimstätte umgebaut, so dass am Wochenende maximal 22.500 Zuschauer einen Platz finden werden. 

Fun-Facts am Rande:

„Anne Castroper“: Das Ruhrstadion liegt, ähnlich wie unsere SchücoArena, mitten in der Stadt. Oder wie die VfL-Fans es liebevoll umschreiben: „Wir gehen wieder anne Castroper.“ Angelehnt an den Standort der Arena an der Castroper Straße.

Eine lange Geschichte: Bereits 1911 wurde an diesem Standort ein Sportplatz eingeweiht. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand daraus ein Stadion, das 1921 eröffnet wurde und damals rund 30.000 Zuschauern Platz bot. 

Bundesligapremiere: Am 14. August 1971 bestritt der VfL sein erstes Bundesligaspiel im Ruhrstadion. Gegen Eintracht Braunschweig gelang ein 1:0-Erfolg.

Ein Rekord für die Ewigkeit? Bochums ehemaliger Torwart Rein van Duijnhoven hält einen unglaublichen Bundesliga-Rekord: Er blieb in der Saison 2003/04 in Heimspielen sagenhafte 911 Minuten ohne Gegentreffer. Zwischen dem 8. und dem 24. Spieltag kassierte der VfL in keinem Heimspiel ein Gegentor! Darunter war auch ein 1:0 gegen Bayern München.  Am 26. Spieltag gab es dann beim 1:2 gegen Schalke 04 nach 77 Minuten wieder den ersten Ball, den van Duijnhoven aus dem Netz holen musste.

×

Arminia-Adventskalender

24 Türchen, 24 Gewinne: Mach´ mit bei unserem Arminia-Adventskalender und sicher´ Dir tolle Preise!