Bochum
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Arminia Bielefeld
So., 11.10.2026 13:30
Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

„Wir müssen Torchancen erzwingen"

Nach der langen Länderspielpause steht am Sonntag endlich das nächste Zweitligaspiel auf dem Programm. Wir gastieren beim VfL Bochum im Ruhrstadion. Vor der Partie stellt sich unser Cheftrainer Oliver Kirch den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Über 2.700 Arminen treten die Reise ins Ruhrgebiet an, damit ist das Gästekontingent voll ausgeschöpft. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Oliver Kirch über…

das Personal: „Die Jungs, die auf Länderspielreise waren, sind fit zurückgekommen und haben gute, emotionale Eindrücke mitgebracht. In dieser Woche haben alle drei wieder voll mittrainiert. Auch David Min und Jonny Grodowski haben heute normal trainiert und wären für Sonntag einsatzfähig.“

den Gegner: „Bochum ist in diesem Jahr spielerisch besonders auffällig. Sie haben eine hohe Ballbesitzquote, spielen wenige Fehlpässe, zeigen gute Bewegungen in der Viererkette und mit den Sechsern. Philipp Hofmann ist natürlich ein Zielspieler, den wir verteidigen müssen. Er bringt viel Wucht, Kopfballstärke und Abschlussqualität mit. Aber es wäre zu einfach, wenn wir uns nur auf einen Spieler konzentrieren müssten. Unser Plan ist es, gar nicht erst so viele Flanken zuzulassen und die Situationen möglichst früh zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir uns auf die Eins-gegen-eins-Qualitäten auf den Flügeln einstellen und entsprechend absichern.“

Unsere Herangehensweise: „Es geht darum, durch mehr Konzentration und Konstanz in der Defensive weniger Tore zuzulassen, mehr Situationen abzusichern und Ballverluste zu reduzieren. Gleichzeitig müssen wir unsere Torchancen nutzen. Torschüsse sind deshalb aktuell auch ein großes Thema im Training. Wir würden uns einfach wünschen, dass bei dem einen oder anderen der Knoten platzt. Dafür müssen wir auch mal aus weniger aussichtsreichen Positionen abschließen, so wie Felix Hagmann gegen Heidenheim. Er hat sich ein Herz gefasst und geschossen, der Ball wurde abgefälscht und ist reingegangen. Solche Situationen müssen wir noch häufiger erzwingen.

Wir führen viele Einzelgespräche und versuchen, den Spielern Sicherheit zu geben. Auch nach einer vergebenen Chance braucht man beim nächsten Abschluss das Selbstvertrauen, den Ball wieder reinzumachen. Durch Wiederholungen im Training wollen wir dieses Vertrauen stärken und dafür sorgen, dass die Jungs auch nach Rückschlägen weiter Tore erzielen. Normalerweise spiegelt sich das dann auch auf dem Platz wider. Hoffentlich gelingt es am Wochenende dem einen oder anderen, sich dafür zu belohnen.“

Zu Gast im Ruhrstadion

Am Sonntag, den 11. Oktober, sind wir zu Gast „anne Castroper“ in Bochum. Der letzte Auswärtssieg beim VfL liegt schon einige Jahre zurück. Generell wird es also wieder Zeit für einen Dreier in der Fremde. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf unseren Gegner.

So sieht es aktuell aus: Mit sieben Punkten aus sieben Spielen steht der VfL Bochum aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. Fünf Tore hat die Mannschaft bislang erzielt. In den Heimspielen gelang den Bochumern bisher ein Treffer, der zugleich einen Punkt einbrachte. Torschütze war Philip Hofmann, der beim letzten Duell in Bochum am Nikolaustag 2025 gegen unsere Arminia per Kopf den entscheidenden Treffer erzielte.

Face to face: Die Auswärtsfahrt nach Bochum hat für unsere Arminia sportlich noch Potenzial, auch wenn die Atmosphäre an der Castroper Straße jedes Mal ihren besonderen Reiz hat. Am Sonntag um 13:30 Uhr bietet sich die nächste Gelegenheit, die Bilanz beim VfL aufzubessern. In bislang 31 Auswärtsspielen gelangen dem DSC fünf Siege, elfmal gab es eine Punkteteilung und 15-mal gingen die Bochumer als Sieger vom Platz. 

Der letzte Bielefelder Auswärtssieg liegt schon etwas zurück. Am 29. Januar 2018 gewann Arminia mit 1:0. Für den entscheidenden Moment sorgte Florian Hartherz mit einem sehenswerten Freistoß. 

Kommen und Gehen: Im Sommer hat sich im Bochumer Kader einiges getan. Elf Neuzugänge wechselten ins Ruhrgebiet, darunter Spieler von internationalen Vereinen wie KRC Genk, Brøndby IF, Deportivo La Coruña, Viborg FF und Heart of Midlothian. Auf der anderen Seite verließen ebenfalls elf Spieler den VfL.

Zahlen, bitte:

8 Tore: So viele Treffer fielen im bislang torreichsten Duell zwischen Arminia und Bochum. Am 13. Februar 1966 trennten sich beide Mannschaften in der Regionalliga West mit einem 4:4.

3 Standards: Achtung bei den Bochumer Ecken und Freistöße. Drei der bislang fünf Treffer fielen nach Standardsituationen.

26.000 Plätze: So viele Fans fasst das Ruhrstadion, das Wohnzimmer der Bochumer, normalerweise. 11 600 davon sind Stehplätze. Derzeit wird die Heimstätte umgebaut, so dass am Wochenende maximal 22.500 Zuschauer einen Platz finden werden. 

Fun-Facts am Rande:

„Anne Castroper“: Das Ruhrstadion liegt, ähnlich wie unsere SchücoArena, mitten in der Stadt. Oder wie die VfL-Fans es liebevoll umschreiben: „Wir gehen wieder anne Castroper.“ Angelehnt an den Standort der Arena an der Castroper Straße.

Eine lange Geschichte: Bereits 1911 wurde an diesem Standort ein Sportplatz eingeweiht. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand daraus ein Stadion, das 1921 eröffnet wurde und damals rund 30.000 Zuschauern Platz bot. 

Bundesligapremiere: Am 14. August 1971 bestritt der VfL sein erstes Bundesligaspiel im Ruhrstadion. Gegen Eintracht Braunschweig gelang ein 1:0-Erfolg.

Ein Rekord für die Ewigkeit? Bochums ehemaliger Torwart Rein van Duijnhoven hält einen unglaublichen Bundesliga-Rekord: Er blieb in der Saison 2003/04 in Heimspielen sagenhafte 911 Minuten ohne Gegentreffer. Zwischen dem 8. und dem 24. Spieltag kassierte der VfL in keinem Heimspiel ein Gegentor! Darunter war auch ein 1:0 gegen Bayern München.  Am 26. Spieltag gab es dann beim 1:2 gegen Schalke 04 nach 77 Minuten wieder den ersten Ball, den van Duijnhoven aus dem Netz holen musste.

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