Karlsruher SC
2 : 1
Arminia Bielefeld
Sa., 08.08.2026 13:00

1:2-Niederlage zum Auftakt

Am 1. Spieltag verliert unsere Mannschaft knapp und unglücklich 1:2 beim Karlsruher SC. Auch wenn kurz vor Schluss noch Marvin Mehlem zum Anschluss traf, reichte es am Ende nicht mehr für etwas Zählbares. Vor 29.989 Zuschauern hatte Moritz Broschinski zuvor einen Doppelpack geschnürt, Jannik Rochelt scheiterte doppelt an der Latte.

Cheftrainer Oliver Kirch vertraute in seinem ersten Pflichtspiel als Trainer unserer Arminia der Mannschaft, die bereits im letzten Test gegen Standard Lüttich auf dem Feld stand. Und bereits die erste große Chance gehörte dem DSC: Jannik Rochelt (7.) fackelte aus der Distanz nicht lange, sein Schuss knallte aber gegen die Latte. Nach einer Viertelstunde kam dann die Heimmannschaft. Nach einer Kombination zog Sebastian Jung aus spitzem Winkel ab, fand aber in Jonas Kersken seinen Meister, der erstklassig parierte. Angesichts durchaus hoher Temperaturen gönnte Schiedsrichter Michael Bacher den Spieler dann eine Trinkpause. Und die tat zunächst den Bielefelder scheinbar ganz gut. Nach einer perfekten Flanke von Rochelt kam Taddel Momuluh aus vollem Lauf zum Kopfball, der jedoch sein Ziel verfehlte. 

Mehr und vor allem drin war dann der Ball nach 35 Minuten: Eine Flanke von Christoph Kobald lässt Marvin Wanitzek für Moritz Broschinski durch. Der macht eine Körpertäuschung und schiebt dann aus kurzer Distanz rechts unten zur Führung ein. Doch die Arminia kühlt trotz der Hitze wieder schnell runter und kommt fast postwendend beinahe zum Ausgleich. Wieder ist es Rochelt und wieder scheitert er am Querbalken. Nach einer Flanke hatte er das Leder mit der Schulter erwischt.

An Gelegenheiten mangelte es der Arminia nicht, doch auch Momuluh scheitert kurz vor der Pause mit einem Geschoss an KSC-Keeper Hans Christian Bernat, weil der Versuch doch zu zentral auf das Karlsruher Tor kam.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Kirch, brachte mit Bejamin Boakye die deutlich offensivere Variante für Sam Schreck, der im ersten Abschnitt unermüdlich gekämpft hatte. Doch gefährlich wurde zunächst erneut der KSC. Und immer wieder, wenn Wanitzek an den Aktionen beteiligt war. Doch sowohl Paul Scholl (55.) als auch Noel Eichinger (64.) und Wanitzek selbst (68.) scheiterten knapp mit ihren Versuchen. Nach der zweiten Trinkpause kam für die Offensive Roberts Uldrikis (75.) für Stefano Russo. Wenig später traf dann der KSC Latte: Eine Flanke von Bergh erwischte Wanitzek (77.) sauber und zimmerte seinen Volleyschuss an den Querbalken. Was als Torschütze nicht funktionierte, passte dann als Vorbereiter: Einen langgezogenen Eckball des Karlsruher Kapitäns erwischte wiederum Broschinski (78.) mit dem Kopf und drückte die Kugel an Kersken vorbei ins Netz. Im direkten Gegenzug bereitete der zuvor eingewechselte Isi Young sagt den ebenfalls eingewechselten Marvin Mehlem, der aus zentraler Position zum 1:2 (80.) einschob. Die beste Reaktion auf den Gegentreffer. 

Keine drei Minuten später lag der mittlerweile verdiente Ausgleich in der Luft! Und wieder war es ein Joker: Boakye hielt aus guter Position drauf, im letzten Moment fischte Bernat das Ding jedoch vor der Torlinie weg.

In den Schlussminuten ging Karlsruhe dann in den Verwaltungsmodus und überließ unserer Arminia den Ball, die tatsächlich in der vierten Minute der Nachspielzeit noch eine letzte Gelegenheit hatte. Eine letzte Ecke, bei der Kersken mit nach vorne gelaufen war und fast zum Abschluss gekommen wäre, sollte letztlich nicht mehr den Ausgleich bringen. 

Weiter geht’s am Sonntag (23. August, 13.30 Uhr) in der SchücoArena gegen Aufsteiger Energie Cottbus.

Karlsruher SC: Bernat – Ofli (65. Bergh), M. Franke (46. Scholl), Kobald, S. Jung – Zor (65. Väänänen), Egloff (46. Wiethaup) – Wanitzek, Pinto Pedrosa (78. Civeja) – Eichinger, Broschinski

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (64. Sicker), Großer, M. Bauer, Koudossou – Russo (75. Uldrikis) – Wörl (64. Mehlem), Schreck (46. Boakye) – Rochelt, Grodowski, Momuluh (79. Young)

Schiedsrichter: Michael Bacher (Rosenheim)

Zuschauer: 29 989

Gelbe Karten: Ofli, Civeja, Senft (KSC-Trainer) – Schreck,

Tore:  1:0, 2:0 (35., 78.) Broschinski, 2:1 (80.) Mehlem

„Wir müssen kaltschnäuziger vor dem Tor werden“

Nach der 1:2-Niederlage beim KSC äußern sich Kapitän Maxi Bauer, Jannik Rochelt und Cheftrainer Oliver Kirch vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Maxi Bauer: „Wenn wir etwas kaltschnäuziger vor dem Tor sind, vor allem in der ersten Halbzeit, dann läuft das Spiel ganz anders. Da hatten wir einfach sehr dicke Chancen, bekommen aber stattdessen das Gegentor. Wir reagieren aber nach dem 0:2 sehr gut, allerdings fehlte uns dann das zweite Tor. Wir können aus dem Spiel auch positives mitnehmen. Wir kreieren Torchancen, waren auf Augenhöhe. Daran müssen wir arbeiten und dass müssen wir für kommende Woche mitnehmen.“ 

Jannik Rochelt: „Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir über 90 Minuten kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir hatten auf jeden Fall die Chancen in Führung zu gehen, deswegen war es bitter mit einem Rückstand in die Kabine zu müssen. Wir haben es Karlsruhe phasenweise zu einfach gemacht, das zweite Tor fällt ebenfalls etwas unglücklich. Wenn wir in den ersten Minuten das Tor machen, kann das Spiel definitiv anders laufen. Wir haben uns nicht aufgegeben, waren hintenheraus auch dran. Nächste Woche geht es wieder um drei Punkte und die wollen wir holen.“

Cheftrainer Oliver Kirch: „Wir haben ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir hatten die erste richtig große Torchance. Danach gab es noch weitere, auf beiden Seiten, da insgesamt viele Strafraumszenen für beide Mannschaften dabei waren. Phasenweise haben wir Karlsruhe nach der Halbzeit zu viel angeboten, sie kamen zu Flanken, Freistöße und Eckbälle. Trotzdem hätte bei einem 2:2 jemand gesagt, dass es unverdient gewesen wäre. Die Gegentore sind ärgerlich, weil sie vermeidbar waren. Heute haben Kleinigkeiten entschieden, jedes Spiel in der 2. Liga wird ähnlich eng sein.“  

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt haben wir Euch die besten Bilder zum Spiel zusammengefasst.

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„Wenn man hart arbeitet, erhöht man die Chance auf Erfolg!“

Am Samstag rollt der Ball endlich wieder in der 2. Bundesliga. Unsere Mannschaft ist beim Karlsruher SC zu Gast. Vor unserem ersten Auswärtsspiel am Samstag, 8. August (13 Uhr), stellt sich unser Cheftrainer Oliver Kirch den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Zum Auftakt begleiten uns rund 2.300 Arminen nach Karlsruhe. Am Samstag wird es vor Ort eine Tageskasse geben. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Oliver Kirch über…

…die Vorfreude auf den Saisonstart: „Man merkt in dieser Woche, dass noch einmal eine andere Spannung in der Mannschaft herrscht. Alle sind noch fokussierter und schärfer. Das ist genau die Anspannung, die man vor einem Saisonstart braucht. In den Trainingseinheiten, den Testspielen und besonders im Trainingslager konnten wir viele Inhalte entwickeln. Dort ist die Mannschaft auf und neben dem Platz noch enger zusammengewachsen. Deshalb fühlen wir uns jetzt bereit für das erste Pflichtspiel. Für mich ist es natürlich auch ein besonderer Moment, weil es mein erstes Pflichtspiel als Profitrainer ist. Aber mit dem Anpfiff zählt nur noch der Fokus auf das Spiel.“

…das Personal: „Arne Sicker ist wieder komplett im Training. Er hat natürlich in den vergangenen Wochen ein paar Trainingseinheiten verpasst, ist jetzt aber wieder voll da. Stefano Russo ist ebenfalls wieder fit und hat das gesamte Training absolviert. Leon Schneider fällt mit muskulären Beschwerden leider aus. Bei Marius Wörl müssen wir noch abwarten, wie sich die Situation nach dem Abschlusstraining entwickelt.“

…den Karlsruher SC: „Beim KSC hat sich im Sommer einiges verändert, deshalb ist die Vorbereitung auf den Gegner nicht ganz einfach. Wir haben unter anderem das Testspiel gegen Mailand analysiert und konnten daraus einige Rückschlüsse auf ihre Spielidee ziehen. Ein großer Schwerpunkt scheint ihre Intensität und aggressive Spielweise zu sein, gerade vor heimischer Kulisse. Am ersten Spieltag trägt die Euphorie im Stadion oft zusätzlich. Diese intensiven Phasen müssen wir annehmen und selbst mit hoher Intensität dagegenhalten. Gleichzeitig wollen wir die Räume nutzen, die sich uns bieten.“

…unsere Herangehensweise: „Wir müssen über unsere mannschaftliche Geschlossenheit kommen. Die Jungs sind einfach eine super Gruppe und sind jetzt in der Vorbereitung noch enger zusammengerückt. Jeder arbeitet für den anderen, fordert seine Mitspieler und unterstützt sie. Das ist eine große Stärke, die wir direkt am ersten Spieltag auf den Platz bringen wollen. Wir wissen, dass wir uns gut vorbereitet haben. Deshalb wollen wir selbstbewusst auftreten, gleichzeitig ist uns klar, dass uns in Karlsruhe eine schwere Aufgabe erwartet. Garantien über das Ergebnis gibt es nicht. Aber wenn man hart arbeitet, erhöht man die Chance auf Erfolg.“

Zu Gast in Karlsruhe am ersten Spieltag

Die Sommerpause ist vorbei und endlich rollt der Ball wieder in der 2. Bundesliga. Zum Auftakt der neuen Saison gastiert unsere Arminia am Samstag (13 Uhr) im BBBank Wildpark beim Karlsruher SC. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf unseren Gegner.

So sieht es aktuell aus: Ein Blick auf die vergangenen Jahre macht Mut: Zum Auftakt der vergangenen Saison feierte der DSC einen überzeugenden 5:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf. Auch ein Jahr zuvor gelang mit dem 2:1-Auswärtssieg bei Energie Cottbus ein erfolgreicher Start in die Spielzeit. In diesen beiden Partien erzielten gleich sieben verschiedene Arminen die insgesamt sieben Treffer. Ein Zeichen für die offensive Breite des DSC. Warum also nicht auch diesmal wieder erfolgreich in die neue Saison starten?

Face to face: Beim bislang letzten Arminia-Sieg in Karlsruhe (1:0) im Oktober 2009 standen sowohl unser Cheftrainer als auch unser Geschäftsführer auf dem Platz. Oliver Kirch lief damals im schwarz-weiß-blauen Trikot auf, Michael Mutzel trug das Trikot des Karlsruher SC. Es war eine Begegnung in der 2. Bundesliga (8. Spieltag). Auch im Jahr zuvor gelang ein 1:0-Auswärtssieg. Ebenfalls standen sich unser heutiger Geschäftsführer Sport und unser aktueller Cheftrainer gegenüber. Seitdem gab es im Wildpark drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Zeit also, die Bilanz wieder etwas freundlicher aus Arminia-Sicht zu gestalten.

Kommen und Gehen: Personell setzt der DSC vor der neuen Saison auf Kontinuität. Mit unserem neuen Kapitän Maxi Bauer und Jannik Rochelt konnten zwei Leihspieler fest verpflichtet werden, zudem verstärkt Henri Koudossou mit seiner Erfahrung aus 23 Bundesligaspielen die Defensive. Auch auf der Trainerbank gibt es eine Veränderung: Mit Oliver Kirch übernimmt ein neuer Cheftrainer die Verantwortung und wird von seinem neuen Trainerteam unterstützt.

Auch beim Karlsruher SC gibt es zur neuen Saison Veränderungen. Mit Maximilian Senft übernimmt ein neuer Cheftrainer die Mannschaft. Darüber hinaus verstärkten zahlreiche Neuzugänge den Kader, darunter Ferdinand Gebert, Deniz Ofli, Viktor Bergh, Tim Civeja, Jason Ponente-Ramirez, Kevin Wiethaup, Santeri Väänänen, Noel Eichinger und Moritz Broschinski.

Zahlen, bitte: Das Wohnzimmer des Karlsruher SC hört heute auf den Namen „BBBank Wildpark“

Die Anlage wurde 1955 an Stelle des alten FC-Phönix-Sportplatzes von 1921 gebaut und verfügte ursprünglich über 55.000 Plätze. Diese Zahl wurde aber mehrfach durch geänderte Vorschriften reduziert und durch Umbauten erweitert, aktuell (Saison 2025/26) verfügt es über 33.180 Plätze. 

Mit 64 Gegentreffern hat der KSC in der vergangenen Saison die zweitmeisten Tore in der Liga kassiert und auch die meisten Torschüsse aller 18 Teams zugelassen. Auch deshalb haben sie mit Santeri Väänänen einen sechsfachen finnischen Nationalspieler geholt, der als neuer Abräumer für mehr Stabilität in der Defensive sorgen soll.

Fun Facts:  „Euro Eddy" und das Wunder vom Wildpark: Legendär ist der 7:0-Kantersieg im UEFA-Cup 1993 gegen den FC Valencia. Edgar Schmitt erzielte vier Tore an einem Abend, wurde zur Klublegende und erhielt für immer den Spitznamen "Euro Eddy".

Kicker in Karlsruhe: Walther Bensemann, eine badische Fußballikone der ersten Stunde, gründete 1920 eines der berühmtesten Sportmagazine, den Kicker. Auf dem allerersten Titelblatt waren deshalb auch Bilder vom KSC zu sehen. 

Das Maskottchen des KSC heißt Willi Wildpark und trägt stolz die Trikotnummer 94. Warum? Ganz einfach: Als Reverenz an das Gründungsjahr 1894 des Vorgängervereins FC Phönix

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