Arminia Bielefeld
6 : 1
Hertha BSC
So., 17.05.2026 15:30

Arminia hält die Klasse nach 6:1-Sieg gegen Hertha

Auch in der kommenden Saison 2026/27 spielt der DSC in der 2. Bundesliga! Nach einem 0:1-Pausenrückstand dreht unsere Mannschaft durch eine phantastische zweite Halbzeitam 34. Spieltag gegen Hertha BSC Berlin das Spiel und siegt mit 6:1 vor heimischen Publikum. Joel Grodowski mit einem Doppelpack sowie Stefano Russo, Taddel Momuluh, Semir Telalovic und Roberts Uldrikis sicherten mit ihren Treffen den Klassenerhalt! Was für ein denkwürdiger Nachmittag in der Schüco-Arena!

Arminia schmiss zuvor zum Saisonfinale die große Rotationsmaschine an, ging mit gleich fünf Veränderungen in der Startelf ins Spiel gegen die Berliner. Für Felix Hagmann, Robin Knoche, Jannik Rochelt, Tim Handwerker und Roberts Uldrikis schickte Cheftrainer Mitch Kniat Christopher Lannert, Maximilian Großer, den wiedergenesenen Arne Sicker, Joel Grodowski und Sam Schreck auf den Rasen. Auch Maximilian Bauer war nach seinem Zusammenprall mit Jonas Kersken beim Spiel in Kaiserslautern rechtzeitig wieder fit. 

Auf Betriebstemperatur waren auch unsere Fans, die unser Wohnzimmer von der ersten bis zur letzten Spielminute ohrenbetäubend beschallten. Und die erste Chance der Berliner sahen: Nach einer Flanke von Julian Eitschberger (1.) traf Herthas Startelfdebütant Janne Berner den Ball aber nicht richtig. Arminia dafür bis in die Haarspitzen motiviert, warf sich in jeden Zweikampf, kämpfte um jeden Ball. Und immer wieder gefährlich vorm Berliner Tor: Die beste Chance verpasste Mael Corboz (8.), der nach einer Flanke von Grodowski im Fünfmeterraum das Leder mit dem Kopf nicht genug drücken konnte. Grodowski trieb das Spiel immer wieder über die rechte Seite nach vorne, frenetisch bejubelt on 26 750 Fans in der mal wieder ausverkauften SchücoArena. Und die sahen eine Arminia, die um jeden Zentimeter kämpfte und immer wieder aus der Distanz durch Corboz (15.) und Bauer (22.) für Gefahr sorgte. Einen Flachschuss von Lannert aus 30 Metern lenkte Hertha-Torwart Ernst danach gerade noch um den Pfosten. Arminia arbeite an der Führung, die Gäste zu diesem Zeitpunkt überwiegend mit aufwändiger Abwehrarbeit beschäftigt. Die teils überhart war, Taddel Momuluh aber nicht aufhielt, immer wieder für Alarm zu sorgen. Hinten verteidigte unsere Mannschaft erfolgreich jeder Offensivaktion weg. 

Nach 35 Minuten die Großchance zur Führung! Corboz spielt sich durch den Strafraum, legt quer auf Marius Wörl, der frei vor Ernst den Torwart zur Parade zwingt. Statt der Führung gibt’s im Gegenzug die kalte Dusche: Eine Flanke von Eitschberger köpft Linus Gechter (37.) ins rechte Eck. Arminia aber weiter mutig und wie so oft über die rechte Seite: Eine Flanke von Momuluh erwischen aber weder Grodowski noch Corboz (38.). Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang setzte der DSC weiterhin alles auf Sieg! Zunächst scheiterte noch Bauer mit einem Kopfball, weil Reese den Ball von der Linie kratzte. Doch dann schlug Grodowski zu! Und die SchücoArena bebte! Momuluhs Bogenlampe nahm Grodowski volley – Traumtor zum 1:1 (49.). Und weiter ging die Fahrt: Und wieder war es Grodowski! Flanke von Sicker und Jonny gab mit der Haarspitze dem Ball die entscheidende Richtung zum 2:1 (59.). 

Doch Arminia hatte Hunger auf mehr: Nach einer Stafette von Grodowski und Wörl landete der Ball bei Corboz, der den Ball zu Momuluh schob. Und Taddel musste nur noch zum 3:1 (65.) vollenden. Der Wahnsinn nahm seinen Lauf, die SchücoArena feierte ihre „Ostwestfalen, Ostwestfalen“.  

Und durfte zum vierten Mal in der zweiten Halbzeit jubeln: Eine wunderbare Ecke hätte beinahe schon Großer mit einem wuchtigen Kopfball perfekt vollendet, doch Ernst wehrt noch ab, aber Stefano Russo steht perfekt – 4:1 (74.).

Treffer Numer fünf verpasste der eingewechselte Noah Sarenren Bazee (82.) mit einem feinen Lupfer aus spitzem Winkel, der haarscharf am Pfosten vorbeikullerte. Arminia im Spielrausch und der festen Gewissheit: Auch ab August spielen wir weiterhin in der zweiten Liga! Telalovic mit seinem 5:1 (90+2) und Uldrikis (90+6) machten das halbe Dutzend an Ende voll! 

Selten war eine Sommerpause so schön wie diese! Weiter geht’s im August – dann weiterhin in der 2. Bundesliga. 

DSC Arminia Bielefeld: Kersken - Sicker, Großer, Bauer, Lannert (80. Hagmann) – Russo (86. Uldrikis) - Schreck, Corboz – Wörl (80. Rochelt), Grodowski (72. Telalovic), Momuluh (80. Sarenren Bazee)

Hertha BSC Berlin: Ernst – Berner (62. Sessa), N. Kolbe, Gechter, Eitschberger – Klemens (88. Leistner), Eichhorn (83. Gouram) – Reese, Seguin (62. Demme), Cuisance – Grönning (83. Hildebrandt)

Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Poppenbüttel)

Tore: 0:1 (37.) Gechter, 1:1 (49.) Grodowski, 2:1 (59.) Grodowski, 3:1 (65.) Momuluh, 4:1 (74.) Russo, 5:1 (90+2) Telalovic, 6:1 (90+6) Uldrikis

Gelbe Karten: Grodowski, Bauer, Telalovic 

„Ganz Bielefeld ist heute zusammengerückt!“

Nach dem sensationellen 6:1-Heimsieg gegen Hertha BSC äußern sich Stefano Russo, Jonny Grodowski, Sam Schreck und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Stefano Russo: „Es war heute ein richtig gutes Spiel von uns. Wir hatten die Pokalmentalität auf dem Platz und die Fans haben für eine echte Pokalatmosphäre gesorgt. Ganz Bielefeld ist heute zusammengerückt und wir haben das gemeinsam geschafft. Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft. Besonders freue ich mich auch für Sam Schreck, der ein schwieriges Jahr hinter sich hat und heute in so einem wichtigen Spiel abgeliefert hat. Vor allem zuhause wussten wir, dass wir das Spiel noch drehen können. Mitch hat uns in der Pause nochmal Vertrauen gegeben. Wir waren von Beginn an gut drin und haben gespürt, dass heute etwas möglich ist. Ein Unentschieden kam für uns nie infrage, wir wollten unbedingt gewinnen. Unter Druck liefern wir oft am besten ab, das haben wir heute wieder gezeigt. Dass Jonny solche Tore machen kann, wussten wir alle. Er ist für solche Momente gemacht. Es war eine schwierige Saison für uns als Aufsteiger, viele Jungs hatten vorher noch keine Erfahrung in der 2. Liga. Umso wichtiger war die Unterstützung der Fans. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen. Deshalb ein riesiges Dankeschön an die gesamte Bielefeld-Familie.“

Jonny Grodowski: „Die Rückrunde war nicht immer leicht für uns. Heute wollte ich einfach zeigen, was ich kann, und das ist mir ganz gut gelungen. Wir haben nie aufgegeben. Schon in der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und bekommen dann wieder ein Gegentor. In der Kabine haben wir uns gesagt, dass wir weiterhin an uns glauben müssen, und das haben wir in der zweiten Halbzeit auch gezeigt. Die Tore waren am Ende gut herausgespielt und dann lief es einfach. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt geschafft haben. Das war unser großes Ziel und das haben wir als Mannschaft und als Verein erreicht. Als die Fans nach dem Spiel meinen Namen gerufen haben, war das ein echter Gänsehautmoment. Auch nach dem Rückstand haben sie uns sofort wieder nach vorne gepusht. Es ist Wahnsinn, was hier im Stadion abgeht. Deshalb ist es für jeden Gegner schwer, hier zu bestehen.“

Sam Schreck: „Es war eine sehr harte Saison und als Aufsteiger definitiv nicht einfach. Deshalb bin ich einfach froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Das war unser großes Ziel. Ich habe Woche für Woche Vollgas gegeben und darauf gewartet, wieder spielen zu können. Das hat einige Monate gedauert, aber ich habe nie den Kopf hängen lassen. Heute hat man wieder gemerkt, wie sehr uns die Atmosphäre an die Pokalspiele erinnert hat. Wir waren von der ersten Minute an voll da. Jeder konnte sich auf seinen Nebenmann verlassen und genau das hat uns heute zum Sieg geführt. Der Gegentreffer kam etwas aus dem Nichts, aber wir wollten uns davon nicht runterziehen lassen. Nach der Pause hatten wir direkt den Pfostentreffer, da dachte man kurz, heute soll es vielleicht nicht sein. Dann macht Jonny dieses unglaubliche Tor, riesige Qualität. Das hat uns wieder zurückgebracht und danach ist der Knoten geplatzt.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir wollten das Spiel von Beginn an in unsere Hand nehmen und gar nicht gucken, was irgendwo anders passiert. Es ging immer nur darum, auf dem Gaspedal zu bleiben und ich glaube, dass das jeder im Stadion gemerkt hat. Wir sind dann mit dem Rückstand in die Pause gegangen, aber wir wussten aufgrund der anderen Ergebnisse, dass wir die Klasse halten, wenn wir das Spiel hier gewinnen. Die Mannschaft wollte es unbedingt, jeder Zweikampf wurde geführt und abgefeiert. Ich bin sehr stolz auf dieses Team, das sich sehr gut entwickelt hat. Viele von den Jungs haben bereits in der dritten Liga um den Klassenerhalt gespielt. Jetzt schaffen sie das in der 2. Bundesliga. Darauf bin ich stolz.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Mit dem 6:1-Erfolg gegen Hertha BSC haben wir uns den Klassenerhalt gesichert. Wir haben Euch die besten Bilder zum Spiel zusammengestellt.

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"Wir müssen das Publikum mitreißen!"

Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga empfangen wir Hertha BSC bei uns in der SchücoArena. Vor dem Spiel beantwortet unser Cheftrainer Mitch Kniat auf der Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Medienvertreter. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Unser Stadion ist am Wochenende erneut ausverkauft! Seit dem ersten Spieltag ist die SchücoArena heimseitig ohnehin jedes Mal voll besetzt. Damit sind nur 24.000 Eintrittskarten an Euch vergeben. Mit diesem Rückhalt geht’s für unsere Mannschaft gegen Hertha in den letzten Spieltag. Auf der Pressekonferenz spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat über… 

… den Kader: „Einige Spieler hatten unter der Woche einige kleinere Probleme. Wichtig ist, dass Maxi Bauer wieder nach seiner Augenverletzung wieder ins Training einsteigen konnte, ebenso wie Arne Sicke, der seine Verletzung auskuriert hat. Stefano Russo wurde unter der Woche etwas gesteuert, konnte aber wieder voll trainieren.“  

… die Vorbereitung: „Insgesamt bin ich mit der Trainingswoche sehr zufrieden, die Jungs sind bereit für das Spiel am Sonntag. Gestern konnten wir uns nach der Einheit etwas ablenken, waren gemeinsam auf dem Arminis Sommerfest. Es war für die Kinder aber auch für die Jungs eine gelungene Abwechslung. Alle Seiten freuen sich auf das Event. Für die sportliche Situation können die Kinder nichts, deswegen kommen wir immer gerne hier hin. Alle freuen sich auf das Spiel, alle werden es am Sonntag schauen. Der Zuspruch für die Jungs war auf jeden Fall voll da.“ 

… den Gegner Hertha BSC: „Sie haben mit Fabian Resse einen Ausnahmespieler in dieser Liga in ihren Reihen. Er ist immer wieder sehr trickreich, flankt viel, fast doppelt so viele wie der Zweite hinter ihm im Ligavergleich. Sie sind in der Box immer gut besetzt, spielen einen sehr guten Ballbesitzfußball und haben sehr viel Tempo. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Trotzdem müssen wir uns auf uns fokussieren, denn wir müssen entscheiden, wie dieses Spiel ausgeht und dass wir das Publikum mitreißen.“ 

… die Herangehensweise: „Wir werden nicht blind vorne anlaufen, sondern wir benötigen auch eine gute Restverteidigung. Unsere Denkweise muss sein, dass wir dieses Spiel unbedingt wollen. Wir können nicht auf andere spekulieren, sondern müssen selbst unsere Hausaufgaben erledigen. Erst danach können wir auf andere schauen. Das ist unser Weg am Sonntag.“ 

… der besondere Umgang mit der Situation: „Es ist eine spezielle Konstellation, wir wissen, dass wir liefern müssen. Der Druck ist die gesamte Saison hoch, aber jetzt ist es ein Endspiel. Da müssen wir unsere Nerven im Griff haben. Wir versuchen jeden Tag ans Limit zu gehen, haben uns in der Vergangenheit auch nicht verändert. Das machen wir auch unabhängig vom Druck. In dieser Form arbeiten wir seit Jahren zusammen. Wir müssen in den ersten Minuten zeigen, dass sich das Publikum auf uns verlassen kann – und umgekehrt genauso. Wir müssen unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen und das Ziel haben, dass wir entscheiden, wie das Spiel ausgeht.“ 

Die komplette Pressekonferenz könnt Ihr über ArminiaClubTV nachschauen. 

Berlin zu Gast in der SchücoArena

Am Sonntag empfangen wir Hertha BSC zum letzten Spieltag der 2. Bundesliga in der SchücoArena. Vor dem entscheidenden Duell werfen wir einen Blick auf unseren Gegner und einige spannende Fakten rund um die Partie.

Warum könnte der Sonntag ein guter Sonntag werden?

Ein Blick auf die jüngsten Sonntagsspiele macht Mut. Während die Bilanz am Freitag zuletzt eher überschaubar ausfiel, lief es sonntags deutlich besser:

Dem 2:0-Erfolg in Magdeburg am 15. Februar gingen bereits ein 3:2 gegen Braunschweig sowie ein 1:1 bei Dynamo Dresden voraus. Insgesamt blieb Arminia in den bisherigen Sonntagsspielen 2026 ungeschlagen.

Auch die Heimbilanz gegen Hertha BSC spricht durchaus für uns: Sieben Siege und acht Unentschieden stehen zuhause lediglich vier Niederlagen gegenüber.

Zahlen, bitte:

Mit Fabian Reese verfügt Hertha über einen sehr gefährlichen Offensivspieler. Zehn Tore und 14 Vorlagen stehen für den Berliner in dieser Saison bereits zu Buche.

Auch Nachwuchstalent Kennet Eichhorn sorgte zuletzt für Aufmerksamkeit: Mit seinem Treffer gegen Greuther Fürth wurde er im Alter von 16 Jahren und 287 Tagen zum jüngsten Torschützen der Zweitliga-Geschichte.

Kommen und Gehen

Mit Co-Trainer Andre Mijatovic und Diego Demme stehen zwei ehemalige Arminen aktuell bei Hertha BSC unter Vertrag. Demme spielte zwischen 2010 und 2012 für den DSC und schaffte anschließend den Sprung bis in die deutsche Nationalmannschaft. 2020 gewann er mit dem SSC Neapel den italienischen Pokal. Mijatovic lief von 2007 bis 2010 für Arminia auf und wechselte gemeinsam mit Trainer Stefan Leitl Anfang 2025 nach Berlin.

Fun Facts am Rande

Für den Film „Das Boot“ wurden 1981 Hertha-Fanartikel ausgeliehen! War der mittlerweile verstorbene Regisseur Wolfgang Petersen etwa ein echter Hertha-Fan?

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