Karlsruher SC
4 : 1
Arminia Bielefeld
Fr., 10.04.2026 18:30

1:4-Niederlage in Karlsruhe

Trotz einer starken ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung verliert unsere Mannschaft 1:4 beim Karlsruher SC. Robin Knoche hatte den DSC nach elf Minuten auf die Anzeigentafel gebracht, im zweiten Durchgang nutzten die Gastgeber sehr effektiv zum Sieg.

Cheftrainer Mitch Kniat schickte die gleiche Startformation auf den Rasen Wildparkstadions. Auch Maximilian Bauer legte sein Fieber unter Woche rechtzeitig wieder ab. Das Vertrauen versuchte als erster Taddel Momuluh zurückzuzahlen. Sein Solo-Sprint (5.) nach einem feinen Zuspiel von Christopher Lannert fing jedoch KSC-Torwart Hans Christian Bernat rechtzeitig ab. Für die erste richtige Annäherung war wiederum Momuluh (8.) verantwortlich. Eine Ecke von Marius Wörl erwischte er aber volley nicht mit voller Wucht. Die zweite Chance brachte die Führung! Einen langen Einwurf von Joel Grodowski veredelte Robin Knoche, der mit dem ganz feinen Fuß den Ball am Torwart vorbei an den Innenpfosten und von da aus ins Tor lenkte. Bereits unser Standardtor Nummer 23 in dieser Saison – Bestwert in der Liga! 

Doch leider ließ die Antwort der Gastgeber nicht lange auf sich warten. Über David Herold konterte sich der KSC zum Ausgleich. Seinen Pass steckte Marvin Wanitzek zu Louey Ben Farhat (18.) perfekt durch. Und der Tunesier traf aus 18 Metern. Eine abtastende Anfangsphase hat sich zu einem temporeichen Abnutzungskampf gewandelt. Rund 70 Prozent Ballbesitz für unsere Arminia machen in dieser Phase durchaus Hoffnung auf mehr. Auch, weil der DSC nach einer halben Stunde das Spiel kontrollierte. Und durch Semir Telalovic (33.) ein von drei aufeinander folgenden Ecken nur knapp daneben zieht. Alle statistischen Werte sprechen sechs Minuten vor der Pause für Arminia, nur leider schießt die Statistik keine Tore. Letzte Chance vor dem Seitenwechsel: Nach einem Foul an Momuluh bekommt Bernat gerade noch die Finger an den Freistoß von Stefano Russo, der aus 18 Metern draufhält. 

Nach dem Seitenwechsel die nächste Annäherung: Ein langer Ball von Lannert faustet Bernat unzureichend weg und Corboz vor die Füße. Doch unser Kapitän (47.) verzieht knapp. Auf der anderen Seite haben die Gastgeber die nächste Chance: Wieder mal taucht Ben Farhat (54.) am Strafraum auf, aber Jonas Kersken holt den Ball aus der rechten Ecke. Danach hat Telalovic den Ball auf dem Fuß, rutscht aber im Strafraum weg (58.). Besseren Stand hat dann Christoph Kobald (63.): Nach einer Flanke von Stephan Ambrosius klärt Arne Sicker genau auf den Fuß des Karlsruhers, dessen Schuss aus 16 Metern unten rechts im Bielefelder Tor einschlägt. Bielefeld hatte alles im Griff, aber der KSC führte plötzlich. Doch der DSC versuchte es fortan mit Flankenläufe, aber weder die Hereingaben von Sicker von der Strafraumgrenze noch vom eingewechselten Jannik Rochelt fanden einen Abnehmer. Die Gastgeber hingegen hoch effektiv. Ein Freistoß von Wanitzek von der rechten Seite flog unbeirrt durch den Strafraum, Fabian Schleusener ließ ihn durch und zwölf Minuten vor dem Ende stand es 1:3.  Die große Möglichkeit zum Anschluss ließ dann Noah Sarenren Bazee liegen, der eine langgezogene Flanke von Sicker knapp am Tor vorbei köpfte. Ein vierter Gegentreffer blieb dem DSC zunächst zwar erspart, denn bei einem Schuss aus der Distanz von Wanitzek (86.), der im Tor landete, stand ein Karlsruher leicht im Abseits. Doch in der 89. Minute klingelte es dann doch: Wanitzek hebelte mit einem Diagonalpass die Abwehr aus, Shio Fukuda machte dann mit dem 4:1 (89.) den Deckel drauf. Wenig später beendete Florian Lechner die Partie. 

Karlsruher SC: Bernat – Kobald, M. Franke, Ambrosius – Herold (59. Förster), Rapp (84. Kwon), S. Jung – Wanitzek, Burnic – Schleusener (84. Müller), Ben Farhat (76. Fukuda)

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Sicker, Knoche, M. Bauer, Lannert (62. Hagmann) – Russo – Wörl (83. Young), Corboz – Grodowski (62. Rochelt), Telalovic (75. Uldrikis), Momuluh (75. Sarenren Bazee)

Schiedsrichter: Florian Lechner (Insel Poel)

Zuschauer: 31 921

Gelbe Karten: Kobald, Rapp - Knoche

Tore:  0:1 (11.) Knoche, 1:1 (18.) Ben Farhat, 2:1 (63.) Kobald, 3:1 (77.) Wanitzek, 4:1 (89.) Fukuda

„Das ist eine bittere Niederlage“

Nach der 1:4-Niederlage äußern sich Kapitän Mael Corboz, Stefano Russo und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Stefano Russo: „Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben den Gegner laufen gelassen, gehen dann zurecht in Führung und verpassen es, den Deckel drauf zu machen. Wir hatten einige Chancen, um das zu tun. Aber so ist das in der 2. Bundesliga. Wenn man die Chancen nicht macht, wird man bestraft. Wir haben es dann nicht mehr geschafft, die Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen haben. Gefühlt war dann jeder Schuss drin, obwohl wir mindestens genauso gute Gelegenheiten hatten. Das ist heute eine bittere Niederlage. Wir müssen das jetzt abhaken, weil es nächste Woche direkt weitergeht.“

Kapitän Mael Corboz: „Der KSC hat die Minuten ausgenutzt, in denen wir nicht zu einhundert Prozent da waren. Wir hätten das 2:0 machen können, waren aber bei den Standardsituationen nicht zwingend genug. Die wollten wir für uns nutzen. Karlsruhe hat sehr viel Qualität, die haben sie konsequent ausgenutzt. Wir standen zum Schluss sehr offen, weil wir ins Risiko gehen wollten und mussten. Wir haben heute ein 50:50-Spiel aus der Hand gegeben, das tut weh. Natürlich war das heute ein Rückschlag, aber wir blicken nach vorne und haben jetzt wieder ein Heimspiel. Dieses Spiel wirft uns aber nicht um, so ticken wir auch nicht. Jeder Einzelne von uns arbeitet hier hart und keiner wird sich hier hängen lassen in den kommenden Wochen. Unsere Fans haben uns heute wieder stark unterstützt und sie werden auch kommende Woche wieder da sein, damit wir gemeinsam die drei Punkte holen.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir kommen ziemlich gut in die Partie, können mit der ersten guten Chance durch Momuluh in Führung gehen. Bis zur 60. Minute ist es ein gutes Spiel, auch wenn der KSC die Umschaltmomente immer wieder gut genutzt und uns vor Aufgaben gestellt hat. Am Ende gehen wir mit dem 1:1-Unentschieden in die Halbzeit und wir investieren alles, aber wir bekommen die Gegentore zum 1:2 und 1:3. Dann war es wirklich schwer, obwohl wir die Chance zum Anschlusstreffer haben. Das Ergebnis ist extrem bitter, hart und nervt. Aber es wird uns nicht aus der Bahn werfen, auch wenn es sehr frustrierend ist, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir müssen an die guten Leistungen anknüpfen und dann im Heimspiel die Punkte holen.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Nach der 1:4-Niederlage beim Karlsruher SC haben wir Euch die besten Bilder zum Spiel zusammengefasst.

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"Die Intensität muss immer hoch sein!"

Vor unserem Auswärtsspiel gegen den Karlsruher SC, 10. April (18:30 Uhr), stellt sich unser Cheftrainer in der Pressekonferenz den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

Rund 2.300 Arminen begleiten uns nach Karlsruhe. Am Freitag wird es vor Ort eine Tageskasse geben. Vor dem Duell spricht Cheftrainer Mitch Kniat über…

… das Personal: „Stefano Russo wurde in der Woche aufgrund von Problemen an der Wade gesteuert. Maximilian Bauer hatte in dieser Woche Fieber, da wird es sich zeigen, ob er am Freitag fit ist. Erfreulich ist, dass Isaiah Young wieder vollständig ins Training eingestiegen ist.“

… den Gegner: „Karlsruhe stellt uns vor unterschiedliche Aufgaben, auf die wir uns vorbereitet haben. Mit Marvin Wanitzek haben sie einen sehr flexiblen Spieler, der sowohl auf dem Flügel als auch im Zentrum agieren kann. Darauf müssen wir gut eingestellt sein und passende Lösungen finden.“

… unsere Herangehensweise: „Wir wollen an die Leistung und Energie aus der vergangenen Woche anknüpfen. Auswärts wird es eine andere Aufgabe, auf die wir uns entsprechend einstellen müssen. Entscheidend ist, dass unabhängig von der taktischen Ausrichtung die Intensität immer auf dem Platz sein muss. Wenn wir unsere Art und Weise zeigen, sind wir schwer zu schlagen. Wichtig bleibt, dass wir uns Torchancen erarbeiten und auch in schwierigen Phasen an uns glauben. Genau das brauchen wir, um Spiele auf unsere Seite zu ziehen.“

Zu Gast im Wildparkstadion

Am Freitag, den 10. April, gastieren wir um 18:30 Uhr beim Karlsruher SC. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf unseren Gegner.

So sieht es aktuell aus: Auf ihn ist besonders zu achten: Marvin Wanitzek ist mit 13 Treffern nicht nur bester Torschütze des Karlsruher SC, sondern mit sieben Vorlagen auch der wichtigste Vorbereiter der Badener. Der Tabellenneunte hat mit 37 Punkten einen sicheren Platz im Mittelfeld. Aber: Mit 52 Gegentreffern hat der KSC aktuell die zweitmeisten Tore der Liga kassiert. 

Kommen und Gehen: Auch wenn er nach seiner roten Karte noch gesperrt istMarvin Mehlem ist ein echter Karlsruher Junge. 1997 in Karlsruhe geboren, durchlief er seit 2006 die Jugendteams des KSC und unterschrieb 2015 seinen ersten Profi-Vertrag – natürlich auch beim Karlsruher SC. Als es ihn 2017 nach Darmstadt zog, war er schon damals ein mehrfacher Jugend-Nationalspieler. In der U16-, U17-, U18- und U19-Auswahl trug er insgesamt 21-mal das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Insgesamt trugen neun Spieler das Trikot beider Vereine, darunter Bruno Labbadia, Reiner Maurer, Ioannis Masmanidis, Massimilian Porcello, Dennis Mast, Koen van der Biezen, Thijs Waterink, Valeri Shmarov und eben Marvin.

Face to Face: Gegen kaum einen Club ist die Bilanz so ausgeglichen wie gegen die Badener: 18 Siege für Arminia, 18 für den KSC, zwölfmal gab es keinen Sieger. Ein Blick auf die Auswärtsspiele zeigt allerdings, dass es im Wildpark traditionell schwer wird: Der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2009, als Pavel Fort beim 1:0 traf. Insgesamt gelangen bislang drei Auswärtssiege in 23 Spielen. In den letzten fünf Duellen kassierte Arminia zudem 14 Gegentreffer. Also Arminia, auf geht’s, kämpfen und siegen.

Zahlen, bitte: In den jüngsten Duellen ging es regelmäßig torreich zu: 28 Treffer in den letzten sechs Spielen bedeuten einen Schnitt von 4,6 Toren pro Partie. Unvergessen natürlich unser 4:0 im Hinspiel, an dem Taddel Momuluh mit seinen zwei Blitztreffern nach der Pause (46., 50.) einen großen Anteil hatte.

Das Karlsruher Wildparkstadion bietet Platz für 33.180 Zuschauer, davon 11.586 Stehplätze.

Der Karlsruher SC blickt auf eine lange Tradition zurück: Gegründet wurde der Verein 1894 als Phönix Karlsruhe, 1909 folgte die Deutsche Meisterschaft, 1955 und 1956 der Gewinn des DFB-Pokals.

Fun-Fact am Rande:

Unter dem Motto „KSC tut gut“ setzt sich der Verein für soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit ein. Der KSC treibt dabei Projekte der Vielfalt, Bildung und Umwelt voran.

Unvergessen bleibt das „Wunder vom Wildpark“. Am 2. November 1993 gewann der KSC das Europapokal-Rückspiel gegen Valencia mit 7:0, nachdem das Hinspiel noch mit 1:3 verloren gegangen ist. Vier Treffer erzielte damals „Euro-Eddy“ Edgar Schmitt.

Trainer Christian Eichner war früher selbst Spieler des KSC (2005-2009), ehe er 2020 das Amt des Cheftrainers beim Karlsruher SC übernahm. Als Außenverteidiger bestritt er 128 Spiele und traf dabei dreimal. Als Coach arbeitete er sich Stück für Stück hoch: Bis 2017 war er Co-Trainer der U17 des KSC, anschließend war er bis 2020 als Co-Trainer der ersten Mannschaft aktiv.

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