Arminia Bielefeld
2 : 0
Magdeburg
Fr., 12.09.2025 18:30

2:0-Heimsieg gegen Magdeburg

Am 5. Spieltag der 2. Bundesliga gewinnt unsere Mannschaft mit 2:0 gegen den 1. FC Magdeburg. Nach Treffern von Mael Corboz (52.) und Joel Grodowski (62.) steht der Endstand nach einer intensiven Partie fest. Hier geht’s zum Spielbericht.

Unser Cheftrainer Mitch Kniat nach sich den Start einer neuen Heimserie gewünscht und unsere Mannschaft hat den Grundstein dafür gelegt: Mit einem hart erarbeiteten Sieg gegen den 1. FC Magdeburg sicherte sich unsere Mannschaft weitere drei Punkte in der 2. Bundesliga. Gezwungenermaßen musste unser Cheftrainer auf einigen Positionen die Startelf verändern. Benjamin Boakye, Tim Handwerker und Noah Sarenren Bazee fehlten verletzungsbedingt, Christopher Lannert musste noch ein Spiel Sperre absitzen. Dafür feierte Taddel Momuluh sein Saisondebüt auf der rechten Abwehrseite. Denn ähnlich wie Boakye hat Taddel diese Position in der Vergangenheit schon häufiger gespielt. Für Julian Kania startete Isi Young in einen Abend, an dem unsere Arminia zunächst prima ins Spiel startete und nach sechs Minuten die erste Chance hatte: Joel Grodowski wurde 18 Meter vorm Tor gefoult. Den Freistoß zirkelte Marius Wörl jedoch knapp neben das Magdeburger Tor.  

Die Gäste danach druckvoller und phasenweise mit mehr Spielanteilen, vor allem Rayan Ghrieb setzte immer wieder Akzente. Die erste Möglichkeit für die Gäste nach 23 Minuten. Maximilian Großer verlor den Ball an den Magdeburger Stürmer, der Dariusz Stalmach an der Strafraumgrenze bediente. Doch der fand in Jonas Kersken seinen Meister.

Arminia erwiderte den Druck der Gäste und legte den Vorwärtsgang ein, eine Serie von drei Ecken brachte aber nichts Zählbares. Das hätten im Gegenzug um Haaresbreite die Magdeburger erledigt: Zunächst flog ein Schuss von Ghrieb (28.) hauchzart am Bielefelder Tor vorbei und wenig später fehlten beim Versuch von Ado Obaiwu ebenfalls nur Zentimeter.

Arminia mit gefährlichen Momenten in der ersten Hälfte vor allem dann, wenn Isi Young den Turbo zündete. Der Amerikaner bearbeitete seine rechte Seite sehr souverän.  Nach einer guten halben Stunde kombinierte sich die Arminia dann sehenswert in den Strafraum, doch das Zuspiel von Grodowski auf Wörl konnte Silas Gnaka im letzten Moment klären. Kurz vor der Pause dribbelten sich zunächst wiederum der sehr präsente Grodowski über links und dann Momuluh über rechts vielversprechend in Tornähe, einen Abnehmer fand sich aber in beiden Fällen nicht.

Die beste Szene dann nach 43 Minuten: Young stürmte vollkommen ungestört über die rechte Seite, seine Hereingabe erreichte Grodowski, der sich künstlerisch wertvoll einmal um die eigene Achse dreht, dann aber knapp verzog. Das hätte gut und gern die Pausenführung sein können.  

Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte unterbrach Schiedsrichter Konrad Oldhafer kurzzeitig die Partie, setze sie nach Beendigung der Rauchschwaden aus dem Gästeblock nach wenigen Minuten wieder fort. Die Spielfortsetzung erfolgte durch einen Freistoß von Stefano Russo, der flach bei Grodowski landete. Dessen Flanke von der rechten Seite drückte Mael Corboz (52.) dann aus wenigen Metern mit dem Kopf über die Linie. Damit ist unser Kapitän bereits der achte Torschütze in dieser Saison. Und Arminia hatte unmittelbar danach das 2:0 auf dem Fuß. Momoluh spielte sich stark in den Strafraum, sein feines Zuspiel auf Young (54.) verzog der Flügelspieler knapp. 

Das zweite Tor sollte aber nicht lange auf sich warten lassen. Erneut ist es Grodowski, der auf der rechten Seite an allen Magdeburgern vorbeizieht. Und weil sich in der Mitte so recht kein Anspielpartner fand, hielt unser Nummer elf selbst drauf. Mit dem Außenrist erzielte er ganz fein das mittlerweile hoch verdiente 2:0 (62.). 

Magdeburg versuchte es anschließend mit einem Vierfach-Wechsel. Doch vergeblich. Auch wenn die Gäste in der Schlussphase optisch überlegen war, ließ Arminia nur wenig zu. Im Gegenteil: Nach einem Ballgewinn durch Wörl hatte der kurz vorher eingeweschselte Kania die große Chance auf 3:0 zu stellen. Doch sein Versuch landete letztlich nicht im Tornetz. Kurz danach wollte es Kania (90+4) zu genau machen und verzog aus bester Mittelstürmer-Position. Den Fans in der mit 26.232 ausverkauften SchücoArena wars egal, sie feierten wenig später einen verdienten 2:0-Erfolg.

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Großer, Schneider, Momuluh (78. Sicker) – Russo - Corboz, Mehlem (89. Felix) – Wörl (90+2 Ocansey), Grodowski (89. Kania), Young (78. Schreck)  

1.FC Magdeburg: Reimann – Heber (73. Hercher), Hugonet, Mathisen (73. Geschwill), Dzogovic (86. Hoti) – Stalmach, Gnaka (73. Ulrich) – Ghrieb – Onaiwu (73. Ahl Holmström), M. Breunig, Atik

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Poppenbüttel) 

Zuschauer: 26 232 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Mehlem  - Mathisen, Dzogovic

Tore: 1:0 (52.) Corboz, 2:0 (62.) Grodowski

"Es gibt gerade nichts Schöneres"

Nach dem 2:0-Heimsieg sprechen Kapitän Mael Corboz, Jonny Grodowski, Thaddäus Momuluh und Cheftrainer Mitch Kniat mit den anwesenden Medienvertretern. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Kapitän Mael Corboz: „Die erste Halbzeit war sehr anstrengend. Magdeburg ist eine spielstarke Mannschaft. Wir mussten leiden, wollten kontern, haben aber leider kein Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit wussten wir, dass die Lücken größer werden. Das erste Tor fiel nach einer Standardsituation, beim Zweiten hat Jonny ganz klar seine Qualität gezeigt. Wir haben die Räume in der zweiten Halbzeit sehr gut ausgespielt und hätten sogar noch ein paar Tore mehr machen können. Magdeburg hat viele individuell starke Spieler, aber gegen den Ball manchmal Nachlässigkeiten – das konnten wir ausnutzen.“

Thaddäus Momuluh: „In Summe war der Sieg verdient. Die erste Halbzeit war ein Hin und Her, in der zweiten Halbzeit haben wir dann dominiert – da hat nur das Tor gefehlt. Das Tor von Mael war sehr wichtig. Auch Jonny hat das überragend gemacht. Die Stimmung im Stadion war unglaublich, der Support hat uns enorm geholfen. Für mich war die Position als Rechtsverteidiger in der Viererkette etwas ungewohnt, aber ich wusste, was zu tun ist. Die Trainer haben mich gut vorbereitet.“

Jonny Grodowski: „Freitagabend, ausverkaufte SchücoArena – als kleiner Junge habe ich davon geträumt, in so einem Stadion zu spielen. Es gibt gerade nichts Schöneres. Außer vielleicht, dass meine Frau und meine Tochter leider nicht im Stadion waren, sondern zuhause. Aber ich glaube, die haben mich gut angefeuert. Wir haben von Anfang an ein gutes Spiel gemacht, aber keine Tore erzielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann verdient getroffen und verdient gewonnen. Ich freue mich besonders für Mael, dass er sein erstes Tor in der 2. Liga gemacht hat. Bei meinem Schuss war viel Selbstvertrauen dabei – so habe ich schon in der Kreisliga gespielt, und den Kreisligajonny kriegt man einfach nicht aus mir raus.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Die erste Halbzeit war für die Zuschauer ziemlich gut anzusehen. Beide Teams haben mit dem Ball immer wieder gute Lösungen gefunden. Es waren kleine Momente, die am Ende das Spiel in unsere Richtung kippen lassen. Wir haben in der Halbzeit ein paar Dinge angepasst und nachjustiert. Die Spielunterbrechung tat uns gut, die Freistoß-Variante haben wir erst kurz zuvor trainiert. Nach dem 2:0 haben wir uns im 5-3-2 sehr wohl gefühlt und wir haben es letztlich sehr gut und erwachsen heruntergespielt. Im Großen und Ganzen geht der Sieg sicherlich in Ordnung.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Vor 26.232 Zuschauern in der SchücoArena gewinnt unsere Mannschaft mit 2:0 gegen den 1. FC Magdeburg. Wir haben Euch die besen Eindrücke der Partie in der Bildergalerie zusammengefasst.

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"Wir müssen gute Antworten finden!"

Nach der Länderspielpause empfangen wir am Freitag, 12. September, den 1. FC Magdeburg in der SchücoArena. Vor dem Spiel spricht unser Cheftrainer Mitch Kniat in der Spieltagspressekonferenz und stellt sich den Fragen der anwesenden Journalisten. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Die Partie gegen unsere Gäste aus Magdeburg ist ausverkauft. Anstoß am Freitag ist um 18:30 Uhr.

… das Personal: „Am vergangenen Wochenende haben drei unserer Spieler bei ihren Nationalmannschaften gespielt. Benjamin Boakye kam leider angeschlagen zurück und wird vermutlich für das Wochenende ausfallen. Florian Micheler und Jonathan Norbye sind gesund zurückgekehrt und beide auch Option für den Kader. Darüber hinaus müssen wir am Freitag auf Noah Sarenren Bazee und Tim Handwerker verzichten. Auch Jeredy Hiltermann und Roberts Uldrikis sind langfristig verletzt.“

… den Gegner 1. FC Magdeburg: „Magdeburg hat in der vergangenen Saison eine sehr gute Zweitligarunde gespielt. Jetzt gab es dort einen kleinen Umbruch mit einem neuen Trainer. Es ist eine Mannschaft, die ähnlich wie wir, gerne Ballbesitz hat. In der Defensive haben sie teilweise noch Lücken, was man auch an den bereits bekommenen Gegentoren sieht. Mit dem Ball haben sie hingegen sehr gute Lösungen, sie spielen immer wieder in gefährliche Räume und stellen ihre Gegner dort vor Probleme. Da müssen wir gute Antworten finden.“

… die Herangehensweise: „Wir gehen das Heimspiel so an, dass wir unseren Ballbesitz in den Vordergrund stellen, Magdeburg unter Druck setzen und gleichzeitig gut verteidigen wollen – denn sie haben gerade in der Offensive große Qualitäten. Nach der Heimniederlage gegen Dresden wollen wir nun mit einem Dreier eine neue Serie starten. Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Es ist ein Flutlichtspiel am Freitagabend, die SchücoArena ist ausverkauft. Unser Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen.“

Die komplette Pressekonferenz könnt Ihr über ArminiaClubTV nachschauen.

Unser kommender Gegner Magdeburg

Am 5. Spieltag reist der 1. FC Magdeburg nach Ostwestfalen. Am Freitagabend (Anstoß um 18:30 Uhr) rollt der Ball in der SchücoArena. Wir haben einen Blick auf unseren kommenden Gegner geworfen.

So sieht es aktuell aus: In der letzten Partie vor der Länderspielpause bot der 1. FC Magdeburg seinen Fans ein regelrechtes Spektakel: Einen 2:4-Rückstand gegen Greuther Fürth glichen die Ostdeutschen in Unterzahl durch ein Tor in der 83. Minuten und in der dritten Minute der Nachspielzeit aus, um dann in der allerletzten Sekunde durch einen Treffer von Marco John (90+9) noch die ganz kalte Dusche zum 4:5 zu bekommen. Tabellenplatz 15 ist deshalb trügerisch, denn in der FC-Mannschaft steckt jede Menge Qualität. Mit dem Schweden Alexander Ahl-Holmström haben sie einen gefährlichen 1,91-Meter-Mann vorne im Sturm, der bereits zweimal getroffen hat. In der Abwehr macht Jean Hugenot die Musik. Der Franzose spielt Schlagzeug, Klavier und auch noch Gitarre.

Face to face: Gegen den 1. FC Magdeburg gab es bislang eine überschaubare Anzahl von direkten Vergleichen. Am Freitag steht erst Nummer sechs in der gemeinsamen Historie auf dem Programm. Die bisherigen fünf Duelle endeten ausgeglichen. Je zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Die schmerzhafteste war die bislang letzte im letzten Spiel gegen Magdeburg. Am letzten Spieltag der Saison 2022/23 hätte uns ein Sieg zum Klassenerhalt gereicht. Stattdessen setzte es in Magdeburg ein 0:4. Die Folge war die Relegation gegen Wehen Wiesbaden. Die erste Auseinandersetzung gab es übrigens 2005 in der ersten Runde des DFB-Pokals: Arminia, zu der Zeit Erstligist, gewann beim damaligen Oberligisten mit 2:0. 

Kommen und gehen: Magdeburg musste vor der Saison ihren Trainer Christian Titz nach Hannover ziehen lassen. Für ihn steht Markus Fiedler, der vorher Trainer bei der Reserve des VfB Stuttgart war, seit diesem Sommer an der Seitenlinie. Außerdem holte der FC 14 neue Spieler nach Magdeburg. Darunter mit Ado Onaiwu (Auxerre) und Kandet Diawara (Le Havre) zwei Angreifer aus der ersten französischen Liga. Maximilian Breunig wurde zudem für ein Jahr aus Heidenheim ausgeliehen. Acht Spieler verließen den Verein.

Zahlen, bitte: Magdeburg legt Wert auf dominanten Ballbesitz und spielt durchschnittlich 529 Pässe pro Spiel mit einer Passgenauigkeit von 87 Prozent – Liga-Spitze in der zweiten Bundesliga! Im Vergleich zu vielen anderen Profi-Clubs ist Magdeburg noch ein relativ junger Verein, der erst am 22. Dezember 1965 gegründet wurde. Unsere Arminia war da schon stolze 60 Jahre alt. Dafür haben die Magdeburger eine recht erfolgreiche Vergangenheit: 1974 gewann der Verein durch ein 2:0 gegen den AC Mailand den Europapokal der Pokalsieger. Das Finale wurde damals in Rotterdam allerdings vor nur 4641 Zuschauern ausgetragen. Außerdem wurde der FCM dreimal DDR-Meister und holte sieben Mal den Pokal. 

Fun-Facts am Rande: In dieser Saison kommt es zum Bruder-Duell der Breunigs! Während Maximilian (25 Jahre) für den 1. FC im Angriff spielt, ist sein Bruder Louis (21) Abwehrspieler bei Eintracht Braunschweig. 

Der einzige Spieler, der bei beiden Vereinen erfolgreich gespielt hat, war Markus Wuckel! In Magdeburg spielte er von 1985 bis 1991 beim FCM und erzielte 47 Tore in 116 Spielen. Anschließend wechselte er zu unserer Arminia und legte zwischen 1993 und 1995 eine ähnlich beeindruckende Bilanz hin: In 50 Spielen traf er 25 Mal.

Stefan Krämer war ebenfalls bei beiden Teams tätig. Als Trainer hatte er in Bielefeld jedoch deutlich mehr Erfolg.  Zwischen 2011 und 2014 gelang ihm der Zweitliga-Aufstieg mit dem DSC. In Magdeburg verbrachte Krämer 2019 nur ein halbes Jahr auf der Trainerbank.

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