Schüco
DSC Arminia Bielefeld
1860 München
0 : 2
Arminia Bielefeld
Sa, 18.05.2024 13:30

Momuluh und Biankadi zähmen die Löwen

Das letzte Spiel der Saison gewinnen wir im Grünwalder Stadion mit 2:0. Thaddäus Momuluh (7.) und Merveille Biankadi (60.) treffen für unseren DSC. Im letzten Drittligaspiel in seiner Karriere wird Kapitän Fabian Klos vor 15.000 Zuschauern mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Mit nur einer Veränderung zur Vorwoche schickt Cheftrainer Mitch Kniat unsere Mannschaft auf den Rasen. Wie bereits im Vorfeld angekündigt gibt es einen Wechsel zwischen den Pfosten. Leo Oppermann kommt zu seinem Debüt in der 3. Liga, Jonas Kersken nimmt für ihn auf der Bank Platz.

Vom Anpfiff an sind die Schwarz-Weiß-Blauen gut drin in der Partie und drücken die Löwen in die eigene Hälfte. Schon früh sucht auch Thaddäus Momuluh die Tiefenläufe auf der linken Seite – und belohnt sich nach nur sieben Minuten mit der 1:0-Führung. Der Angriff startet allerdings über die rechte Seite mit einem Chip-Ball von Leon Schnieder auf Christopher Lannert. Überlegt bringt er das Spielgerät scharf und flach in Richtung Fünfmeterraum zum wartenden Flügelflitzer, der eiskalt einnetzt (7.).

In der Folge überlassen wir den Löwen nur kurzzeitig das Spielfeld, übernehmen dann aber schnell wieder die Kontrolle über das Geschehen. Nach einer Viertelstunde brennt es direkt wieder im Sechzehner der Gastgeber. Erst scheitert Leon Schneider knapp an TSV-Schlussmann David Richter, dann kann seine Hereingabe nach der darauffolgenden Ecke keiner verwerten (15.). Die erste Schrecksekunde muss der DSC nach 26 Minuten überstehen. Ein Pass von Leo Oppermann zu Mael Corboz gerät etwas zu kurz, Julian Guttau staubt die Kugel ab, schießt aber aus 16 Metern klar drüber.  

Die beste Gelegenheit, um auf 0:2 zu stellen, hat per Freistoß Louis Oppie. Aus 22 Metern knallt sein Versuch aber an den rechten Pfosten. Auf der anderen Seite klärt Fabian Klos auf der Linie einen Kopfball von Fynn Lakenmacher (39.), während Oppermann einen abgefälschten Schuss mit dem Halbzeitpfiff entschärft (45.).

Durchgang zwei beginnt ohne Wechsel aber dafür mit der ersten Chance: Marius Wörl probiert es gleich zu Beginn aus der zweiten Reihe, schießt aber über das Tor. Die Münchener kommen mit etwas mehr Druck aus der Kabine, Chancen bleiben aber auf beiden Seiten eher Mangelware. In der 57. Minute bringt Kniat mit Merveille Biankadi (Momuluh) und Kaito Mizuta (Putaro) zwei frische Kräfte ins Spiel. Und vor allem Merv benötigt wenig Anlaufzeit, um gegen seinen Ex-Club zu treffen. Ein Steckpass von Klos kommt nicht durch, der Abpraller landet genau vor den Füßen von Biankadi, der vom Sechzehner direkt abzieht und den Ball in den Winkel legt (60.) - Traumeinstand. Nur Minuten später hätte unser Kapitän fast den Deckel drauf gepackt. Auch er zieht aus der Ferne mit links ab, aber Richter im Tor lenkt seinen Schuss noch über die Latte. Mit dieser Aktion verabschiedet sich unsere Nummer neun von der Drittliga-Bühne. Unter stehenden Ovationen wird unser Rekordspieler von den Rängen und insgesamt 15.000 Zuschauern verabschiedet und ausgewechselt – ein ganz besonderer Moment. Für ihn betritt Henrik Koch das Grün, es folgen die beiden U19-Spieler Max Lippert und Justin Lukas, die ihre ersten Minuten im Profifußball sammelten und für ihre gute Trainingsleistungen belohnt werden.

Mit vereinten Kräften entschärfen Leo Oppermann und Max Großer eine letzte Großchance der Gastgeber (81.), bevor Schiedsrichter Felix Prigan das letzte Saisonspiel beendet.

TSV 1860 München: Richter – Reich (82. Ludewig), Verlaat, Glück, Kwadwo (57. Greilinger) – Rieder, Bangerter (57. Steinhart), Schröter, Guttau, Muteba (Ouro-Tagba) – Lakenmacher (65. Zwarts)

DSC Arminia Bielefeld: Oppermann – Oppie (76. Lippert), Großer, Schneider, Lannert – Schreck, Corboz, Wörl (76. Lukas) – Momuluh (57. Mizuta), Klos (69. Koch), Putaro (57. Biankadi)

Tore: Momuluh (0:1; 7.); Biankadi (60.)

Gelbe Karten: /Klos,

Zuschauer: 15.000

"Es war ein verdienter Sieg"

Nach dem 2:0-Auswärtssieg stellen sich Torschütze Thaddäus Momuluh, Schlussmann Leo Oppermann sowie Cheftrainer Mitch Kniat den Fragen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für euch zusammengestellt.

Leo Oppermann: „Es ist schön, so einen geilen Abschluss zu haben. Ich habe mich extrem gefreut und es ist echt ein starkes Gefühl. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben das Geschehen dominiert und dann auch verdient gewonnen. Es ist schon eine andere Drucksituation als sonst gewesen. Aber in den Spielen, in denen wir liefern mussten, haben wir abgeliefert. Und mit diesem guten Gefühl gehen wir jetzt in das Pokalspiel. Dann können wir auch die Sommerpause genießen.“

Thaddäus Momuluh: „Es war mein erstes Profitor, darüber bin ich superglücklich und dankbar, dass die Mannschaft Geduld mit mir hatte. Ich fühle mich auch sehr wohl hier. Der Trainer hatte mir gesagt, dass ich immer mit in die Box gehen soll, das hat mit dem Tor ganz gut geklappt. Es war eine schwere Saison für uns, aber wir haben uns alle reingekämpft, ich auch. Gerade nach meiner Verletzung. Es war wichtig, vor dem Pokalfinale einen Sieg zu holen. Mit dieser Stimmung gehen wir jetzt in die Woche.“

Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir kommen ganz gut ins Spiel und haben nach wenigen Minuten gleich eine gute Chance. Dann machen wir früh das Tor zur Führung durch Thaddäus Momuluh, der sich bei uns immer besser entwickelt. Ich hoffe sehr, dass er bei uns bleibt, weil ich davon überzeugt bin, dass er sich bei uns noch weiterentwickeln kann. Er ist für uns auf jeden Fall die beste Lösung. Insgesamt war es ein verdienter Sieg. Nach dem 2:0 war der Druck komplett weg und wir konnten es, gefühlt das erste Mal dieses Saison, souverän nach Hause bringen.

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Letztes Ligaspiel und drei Debüts: Bilder aus München

Unser Kapitän spielt zum allerletzten Mal ein Auswärtsspiel in München, drei Jungs aus unserer Akademinia möglicherweise noch viele weitere. Zudem spielt auch Leo Oppermann seine erste Profipartie. Hier gibt's die Eindrücke unseres 2:0-Erfolgs in der bayerischen Landeshauptstadt.

„Leo Oppermann hat es sich zu einhundert Prozent verdient!“

Vor unserem Spiel beim TSV 1860 München äußert sich unsere Cheftrainer Mitch Kniat im Pressegespräch vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Zum Auswärtsspiel in München begleiten uns rund 1.400 Fans. Der Auswärtsblock im ist damit komplett ausverkauft, ebenso wie die restlichen Plätze im Grünwalder Stadion (15.000 Plätze). Eine Tageskasse wird es demnach vor Ort nicht geben.

So äußert sich Cheftrainer Mitch Kniat über…

… das Personal: „Wir werden auf jeden Fall eine Position verändern, und das ist im Tor. Leo Oppermann wird gegen München spielen, das habe ich ihm versprochen. Der Hintergrund ist, dass er der Spieler ist, der noch kein Spiel in der Liga hatte und kaum ein Training verpasst hat. Trotzdem hat der die Mannschaft über ein Jahr lang immer angeschoben, motiviert, unterstützt und war immer für das Team da. Dass er die Klasse hat, das wissen wir. Deswegen hat er sich dieses Spiel auch verdient. So etwas habe ich als Trainer noch nie gemacht, aber in diesem speziellen Fall mache ich eine Ausnahme. Ansonsten können wir auf alle Spieler zurückgreifen, bis auf die verletzten Semi Belkahia und Noah Sarenren Bazee.“

… die Wichtigkeit des Spiels: „Wir gehen die Partie mit einhundert Prozent an. Wir können an 1860 vorbeiziehen, wenn wir die drei Punkte holen. Das ist ganz klar unser Ziel. Ich bin kein Freund davon, dass man eine Saison dann auslaufen lässt. Das ist ein Punktspiel und genauso gehen wir es an, damit wir uns mit einem guten Gefühl auf das nächste wichtige Spiel vorbereiten können - das Pokalfinale gegen Verl. Natürlich können die Jungs auch mit etwas weniger Druck auflaufen als in den vergangenen Wochen. Aber vielleicht hilft uns genau das, um gegen München die Punkte zu holen.“

… die Verpflichtung von Stefano Russo: „Stefano ist eine klare Sechs, der diese Position auch komplett alleine spielen kann. So einen Spielertyp haben wir im Moment noch nicht im Kader. Wir haben uns sehr viele Gedanken um ihn gemacht und sind uns sicher, dass er mit seiner Mentalität und Einstellung sehr gut zu uns passt.“

Zu Gast im Grünwalder Stadion

Am letzten Spieltag der laufenden Saison reist unsere Mannschaft zum TSV 1860 München. Ein Spiel, bei dem es für beide Teams glücklicherweise nicht mehr um den Ligaverbleib geht. Das sah vor wenigen Wochen noch anders aus. Wir blicken auf die Begegnung und auf unseren Gegner 1860 München.

Am Sonntag, 17. Dezember 2023, waren die Vorzeichen ähnlich wie heute: Mit einem Sieg tauschen wir mit den Münchenern die Plätze und setzen uns von den Abstiegsrängen ab. Die Blau-Weißen hatten gerade interimsweis Frank Schmöller, bisher Trainer der zweiten Mannschaft, installiert. Mit einem 2:0-Erfolg ging das Heimspiel knapp aber verdient an den DSC. Doch ein dauerhaftes Absetzen von den Abstiegsplätzen blieb für die unsere Mannschaft aus. Stattdessen starteten die Sechziger einen Lauf, der sie ins Tabellenmittelfeld katapultierte. Auf Schmöllers folgte schnell Argirios Giannikis. Und mit ihm an der Seitenlinie, stabilisierten sich die Sechziger. Eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen (fünf Siege, drei Unentschieden) brachte die Gründwalder-Jungs auf den 12. Tabellenplatz. Allerdings war mit damals 38 Punkten der Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz zwei (50 Punkte) geringer als zum ersten Abstiegsplatz 17 (24 Punkte). Es deutete sich eine sorgenlose Saison an.

Aber ähnlich wie bei uns sollte die Liga weiterhin von Aufs und Abs geprägt bleiben. Vier Niederlagen in Folge brachte die Löwen wieder in Bedrängnis, letztlich bis zum vorletzten Spieltag. Ein 1:0-Auswärtserfolg bei Rot-Weiss Essen machte den Deckel auf eine durchwachsene Spielzeit. Durch unser 0:0-Unentschieden kommt es nun glücklicherweise dazu, dass beide Mannschaften eine ähnliche Ausgangslage wie vor einem halben Jahr vorfinden. Wer gewinnt, setzt sich ab oder zieht vorbei.

Die Bilanz

Es ist das 26. Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel. Die deutlich bessere Bilanz weisen dabei unsere Gastgeber auf. Den 14 Siegen und fünf Remis stehen lediglich sechs DSC-Siege gegenüber. Jeweils zehn Mal fand diese Partie in der 1. oder 2. Bundesliga statt, nur einmal in der 3. Liga. Unvergessen bleiben dabei die Bundesliga-Relegationsspiele, die nach einem 4:0 Heimsieg und einer 0:4-Niederlage ins entscheidende Spiel nach Frankfurt – und mit 0:2 verloren ging.

Georg Metzger und Fabian Klos sind mit vier Treffern die Spieler mit den meisten Toren in diesem Aufeinandertreffen. In seinem letzten Ligaspiel hat unser Kapitän die Gelegenheit, sich auch in dieser Tabelle die Krone aufzusetzen.

Angepfiffen wird die Partie um 13:30 Uhr an der Gründwalder Straße. Schiedsrichter ist Felix Prigan.

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