„Zusammenhalt triumphiert“

Heimstärke und überragende Unterstützung
Vor allem die Heimspiele entwickelten sich zu einem wichtigen Faktor. Sieben der zehn Siege feierte die Arminia in der SchücoArena, die während der gesamten Saison heimseitig ausverkauft war. Insgesamt strömten 445.595 Zuschauer zu den Heimspielen. Damit stellte der Verein einen neuen Zuschauerrekord in der 2. Bundesliga auf.
Auch auswärts war die Unterstützung beeindruckend. Im Schnitt begleiteten rund 3.000 Arminen die Mannschaft zu ihren Spielen. Gerade in schwierigen Phasen war der Rückhalt von den Rängen enorm wichtig. Die Fans sorgten Woche für Woche mit Choreografien, lautstarker Unterstützung und bedingungslosem Zusammenhalt für eine besondere Atmosphäre, die der Mannschaft immer wieder zusätzlichen Rückenwind gab.
Laufstärke, Intensität und Mentalität
Auch auf dem Platz zeichnete sich die Mannschaft vor allem durch ihre Intensität und Mentalität aus. Mit 24.746 intensiven Läufen stellte die Arminia den Spitzenwert der Liga auf, hinzu kamen 5.656 Sprints. Insgesamt legte das Team über 4.125 Kilometer zurück und belegt damit Platz zwei hinter Dynamo Dresden.
Spieler wie Kapitän Mael Corboz und Stefano Russo gingen dabei voran. Corboz absolvierte mit über 419 Kilometern (nur der Schalker Soufiane El-Faouzi sammelte mit 427 Kilometern mehr) die größte Laufdistanz der Mannschaft und kam auf fast 3.000 intensive Läufe.
Besonders bemerkenswert war außerdem die Mentalität der Mannschaft. Arminia geriet im Laufe der Saison immer wieder, häufig auch früh im Spiel, in Rückstand, gab jedoch nie auf. Kein anderes Team der Liga holte mehr Punkte nach Rückständen als die Arminia. Insgesamt sammelte die Mannschaft 22 Punkte nach Rückstand und stellte damit den Spitzenwert der Liga auf.
Offensive Vielfalt und starke Standards
Offensiv verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Insgesamt trafen 19 verschiedene Spieler für die Arminia und stellten damit einen neuen Zweitliga-Rekord auf. Bester Torschütze wurde Jonny Grodowski mit zwölf Treffern. Insgesamt kam er auf 14 Scorerpunkte. Ebenfalls starken Einfluss hatten Tim Handwerker mit sieben Assists und insgesamt elf Scorerpunkten sowie Taddel Momuluh, der nach seinem Wechsel von Hannover 96 eine starke Entwicklung nahm und sich schnell zu einem wichtigen Offensivspieler entwickelte.
Besonders gefährlich war die Mannschaft bei Standardsituationen. 23 Tore nach ruhenden Bällen bedeuten Ligabestwert. Auch vom Punkt zeigte sich die Arminia eiskalt und stellte mit neun verwandelten Elfmetern (ohne Fehlschuss) ebenfalls den Ligabestwert.
Gelungener Start und erste Rückschläge
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Direkt am ersten Spieltag gelang ein 5:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf, anschließend folgte ein 2:0-Sieg gegen Holstein Kiel. Nach einem starken Saisonstart geriet die Mannschaft im Herbst in eine schwierigere Phase und musste mehrere Niederlagen in Serie hinnehmen, unter anderem gegen Fürth (1:3), Hannover (1:3), Schalke (1:2), und Paderborn (3:4). Gerade in diesen Spielen wurde deutlich, wie gnadenlos kleine Fehler in der 2. Liga bestraft werden.
Der Wendepunkt im Herbst
Ende Oktober stabilisierte sich die Mannschaft wieder. Besonders der 2:0-Heimsieg gegen die SV Elversberg erwies sich als wichtiger Wendepunkt. Auch das 2:2 gegen SV Darmstadt 98 zeigte die Willenskraft der Mannschaft, nach zuvor kräftezehrenden 120 Minuten bei Union Berlin im DFB-Pokal (1:2). Nach frühem Rückstand kämpfte sich die Arminia stark zurück. Kurz darauf setzte das Team mit einem dominanten 4:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC ein weiteres Ausrufezeichen. Trotzdem blieb die Saison wechselhaft. Unter anderem schmerzte die Derby-Niederlage gegen Preußen Münster (1:2), ehe die Hinrunde mit einem 1:1 gegen Hertha BSC beendet wurde.
Verstärkung im Winter
In der Winterpause verstärkten Semir Telalovic, Jannik Rochelt, Robin Knoche und Maximilian Bauer den Kader und gaben der Mannschaft zusätzliche Qualität und Stabilität.
Schwieriger Rückrundenstart und großer Endspurt
Die Rückrunde verlief zunächst schwierig. Niederlagen gegen Fortuna Düsseldorf (0:1), SpVgg Greuther Fürth (1:2) und gegen die Top-Teams der Liga Hannover 96 (0:1), FC Schalke 04 (0:1) und SV Elversberg (1:3) sorgten dafür, dass sich unsere Mannschaft dem Tabellenkeller näherte. Es kam zum erwarteten Kampf um den Klassenerhalt.
Trotzdem bewies die Mannschaft immer wieder Moral. Wichtige Siege gegen Eintracht Braunschweig (3:2) und den 1. FC Magdeburg (2:0) hielten das Team im Rennen.
Entscheidende Punkte sammelte Arminia mit einem 2:1-Heimerfolg gegen die SV Darmstadt 98. Nach frühem Rückstand drehte die Arminia die Partie mit hoher Intensität und enormem Willen. Beide Treffer erzielten dabei die Winterneuzugänge. Auch der wichtige Derbysieg bei Preußen Münster (3:2) brachte zusätzlichen Rückenwind im Saisonendspurt.
Entscheidung am letzten Spieltag
Trotzdem blieb es bis zum Schluss spannend. Nach dem 1:1 im 100-Jahre-Jubiläumsspiel gegen Bochum und der Niederlage in Kaiserslautern (0:2) war vor dem letzten Spieltag weiterhin alles offen. Dann folgte ein emotionaler Saisonabschluss. Mit einem furiosen 6:1-Heimsieg gegen Hertha BSC sicherte sich die Arminia am letzten Spieltag den Klassenerhalt und sprang dank der besseren Tordifferenz noch auf Platz 13. Gleichzeitig war es der höchste Sieg der gesamten Saison.
Besondere Momente der Saison
Ein besonderer Saison-Höhepunkt war das Heimspiel gegen VfL Bochum am 32. Spieltag. Im Rahmen des 100-jährigen Stadionjubiläums wurde die SchücoArena wieder zur „Alm“. Die Fans sorgten dabei mit einer riesigen Choreografie über alle vier Tribünenseiten für ein besonderes Highlight der Saison.
Auch im DFB-Pokal zeigte die Mannschaft starke Leistungen. In der ersten Runde gelang ein 1:0-Heimsieg gegen Bundesligist Werder Bremen. In Runde zwei schied die Arminia nach großem Kampf knapp mit 1:2 bei Union Berlin aus.
Abseits des Platzes setzte der Verein ebenfalls wichtige Zeichen. Beim Weihnachtsmarkt wurde mit 30.000 Euro die höchste Spendensumme erzielt, zudem sammelten Fans und Verein gemeinsam 1,7 Tonnen Müll bei verschiedenen Aktionen.
Ein gemeinsamer Erfolg
Die Saison 2025/26 war intensiv, emotional und herausfordernd. Als Aufsteiger musste sich die Mannschaft zunächst an das hohe Niveau der 2. Bundesliga gewöhnen und dabei auch Rückschläge und schmerzhafte Niederlagen hinnehmen. Zusammenhalt, Mentalität und die Unterstützung der Fans waren wichtige Faktoren auf dem Weg zum Klassenerhalt. Gemeinsam gelang am Ende das große Ziel: der Verbleib in der 2. Bundesliga.



















































