Zurück im Olympiastadion

So sieht es aktuell aus: Nach zwei tollen Spielen in Berlin in diesem Jahr, leider mit unglücklichem Ausgang, soll es am Freitag endlich klappen. Nach dem 2:4 im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart und dem 1:2 nach Verlängerung im Pokal bei Union Berlin, gibt’s nun das dritte Duell in Berlin. Am Freitag um 18.30 Uhr hoffen wir im letzten Spiel eines großartigen Jahres auf einen Sieg kurz vor Weihnachten. Was helfen könnte: Hertha ist wahrlich keine Heimmacht. Von ihren 27 Punkten holten die Hauptstädter mit 13 weniger als die Hälfte im Olympiastadion. Achtung aber vor Luca Schuler, der vier seiner fünf Treffer allein im Dezember erzielte. Zuletzt traf er beim 3:3 gegen Greuther Fürth doppelt. Zudem hat die Hertha mit Fabian Reese einen der begehrtesten Spieler der Liga im Kader. Begehrt, weil immer gut. Reese hat sieben der 20 Herthaner Treffer in dieser Saison aufgelegt.
Kommen und Gehen: In kaum einem Verein waren so viele Spieler aktiv, die auch eine Vergangenheit bei unserem DSC hatten. Aktuell spielt noch der gebürtiger Herforder Diego Demme für Berlin. Der 34-Jährige durchlief sechs Jahre unsere Jugend, spielt von 2010 bis 2012 bei den Profis, ging dann nach Paderborn und Leipzig, wurde mit seinem Jugendtraum, dem SC Neapel, italienischer Pokalsieger (2020) und Meister (2023) und spielt seit 2024 für die Hertha. 2017 kam er unter Jogi löw sogar zu einem Länderspiel gegen San Marino. Weitere Spieler gefällig, die bei beiden Vereinen gespielt haben? Bitte sehr: Artur Wichniarek, der zwischen Bielefeld (1999 – 2003, 2006 -2009) und Berlin (2003 – 2006, 2009-2010) pendelte. Weitere 13 Spieler haben beide Vereine in ihrer Vita: Roberto Pinto (Hertha 2001 – 2004, Arminia 2005 -2006), Thorben Marx (Hertha 2000 – 2006, Arminia 2006 – 2009), Guiseppe Reina (Arminia 1996 – 1999, Hertha 2004 – 2005), Christian Müller (Hertha 2003 – 2008, Arminia 2010 – 2011. 2012 – 2016), Arne Meier (Hertha 2017 -2022, Arminia 2020 -21 als Leihe), Lukas Klünter (Hertha 2018 – 2023, Arminia 2022 – 2023), Peer Kluge (Hertha 1996 – 1980, Arminia 1991); Ali Daei (Arminia 1997 – 1998, Hertha 1999 – 2001), Thomas Helmer (Arminia 1984 -86, Hertha 1999 – 2001), Rob Maas (Hertha 1997 – 2000, Arminia 2000 – 2001), Marcel Ndjeng (Hertha II 2005 – 2007, Arminia 2007 – 2010), Andre Mijatovic (Hertha 2006 – 2007, Arminia 2007 – 2010) und Matthias Westerwinter (Arminia 1978 – 1980, Hertha 1981 – 1982)
Face to Face: Es wäre nicht verwunderlich, wenn es am Freitag Unentschieden ausginge, so wie in bisher 16 der insgesamt 36 Duelle. Arminia verließ neunmal den Platz als Sieger. Der letzte Erfolg in der Hauptstadt liegt schon fast 30 Jahre zurück. Am 21. Oktober 1978 gab es ein 2:1 in Berlin, dank der beiden Torschützen Helmut Schröder und Norbert Eilenfeldt.
Zahlen, bitte: Hertha stand zwischen 1926 und 1931 sechsmal im Finale um die deutsche Meisterschaft – in der deutschen Fußballgeschichte einmalig - und gewann diese 1930 und 31.
Auch einmalig: 1993 erreichte die Reserve von Hertha BSC das DFB-Pokalfinale. Dort unterlag sie nur knapp mit 0:1 gegen Bayer Leverkusen unter Trainer Dragoslav Stepanovic. Torschütze war damals Ulf Kirsten.
Zwischen dem 30. Januar 2011 und dem 10. Januar 2021 gab es zehn Jahre lang vier Spiele der beiden Mannschaften nur in Bielefeld. Der Grund: Neben den beiden Heimspielen in den Spielzeiten 2011 und 2021 trafen beide Teams dazwischen nur noch zweimal im Pokal aufeinander. 2014 siegte Arminia 4:2 nach Verlängerung, 2015 gewann die Hertha mit 2:0.
Fun-Fact am Rande: Hertha BSC heißt Hertha, weil der Vereinsgründer 1892 auf einem Schiff namens Hertha gefahren ist. Und weil der Schornstein blau und weiß war, waren damit auch die Vereinsfarben klar.

