Zuerst kein Glück, dann kam Al Ghaddioui

Die erste große Chance des Spiels besaß Orel Mangala in der 10. Minute nach schlauem Querpass von Santiago Ascacibar, doch den Schuss des Belgiers konnte Stefan Ortega Moreno aus zehn Metern parieren. Kräftig durchatmen konnten die Bielefelder in der 19. Minute als Santiago Ascacibar einen Kopfball nach Mangala-Flanke einen My übers Tor setzte. Glück hatte der DSC dann auch eine Zeigerumdrehung später (20.) – aufgrund einer Abseitsstellung Al Ghaddiouis blieb das erst geahndete Foul von Amos Pieper an Stuttgarts Stürmer ohne Konsequenzen. Stuttgart machte weiter Druck und besaß in der 24. Minute eine weitere gute Möglichkeit, doch Ortega Moreno zeigte bei einem Schuss Philipp Försters sein ganzes Können.
Einen großen Knall vernahm das schwarz-weiß-blaue Rund in der 38. Minute als Florian Hartherz einen Schuss aus gut und gerne 20 Metern an die Latte knallte. Die dickste Gelegenheit hatte Arminia in seiner stärksten Phase, kurz vor der Halbzeit. Klos bewies enormes Durchsetzungsvermögen und spitzelte einen Ball zu Soukou, der nicht lange fackelte und den Ball in die Mitte brachte, wo der durchgestartete Klos den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor köpfte. Nur eine Glanztat Kobels verhinderte den Einschlag. Glück für den VfB, Pech für Arminia.
Die zweite Halbzeit startete ohne personelle Wechsel. Es blieb zunächst weiter intensiv, jedoch ohne nennenswerte Angriffe. In der 61. Minute bewies Schiedsrichter Gerach dann wenig Fingerspitzengefühl. Der bereits verwarnte Klos sah nach einem Foul beim Kopfballduell die zweite gelbe Karte und musste vorzeitig duschen - mehr als bitter für den auch in diesem Spiel starken Kapitän. Trainer Uwe Neuhaus reagierte und brachte Tom Schütz für Joan Simun Edmundsson. Der eingewechselte ehemalige deutsche Nationalspieler Mario Gomez erzielte in der 76. Minute den Führungstreffer, doch der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung. Arminia im VAR-Glück.
In der 82. Minute nahm Uwe Neuhaus den zweiten Wechsel vor. Jonathan Clauss kam für Cedric Brunner in die Partie. Der DSC zeigte Kämpferherz und hätte in der 83. Minute beinahe die Führung erzielt, doch ein Kopfball Piepers landete auf, statt im Netz. Nach intensiven 90 Minuten deutete alles auf ein hartumkämpftes Remis hin. Dann kam die Nachspielzeit - der auffällige Förster konnte sich mit letzter Kraft nochmal in den Sechzehner des DSC durchtanken und bediente den mitgelaufenen Al Ghaddioui. Dieser musste nur seinen Fuß hinhalten und der Ball zappelte im Netz, 0:1. Dabei blieb's.

