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Zu Gast im Rudolf-Harbig-Stadion

Am Sonntag, den 1. Februar, gastieren unsere Profis bei der SG Dynamo Dresden. Anstoß ist um 13:30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion. Wir werfen einen Blick auf unseren Gegner aus Sachsen.

So sieht’s aktuell aus: Nach einer schwierigen Hinrunde hat Dynamo Dresden in der Winterpause personell nachjustiert und die Maßnahmen zeigen Wirkung. Als Tabellenachzehnter starteten die Sachsen ins neue Jahr, präsentierten sich zuletzt aber stabilisiert. Mit Robert Wagner, Jason Ceka, Jonas Sterner und Thomas Keller schafften es gleich vier Winter-Neuzugänge in die Startelf. Vor allem Innenverteidiger Thomas Keller fügte sich direkt ein und erzielte sowohl beim 2:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth als auch beim 2:1-Auswärtserfolg in Magdeburg jeweils einen Treffer. „Es ist verrückt, als Innenverteidiger zwei Spiele in Folge zu treffen. Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, sagte Keller nach seinem gelungenen Einstand. Ein weiterer Neuzugang, Ben Bobzien (Mainz 05), steht ebenfalls kurz vor seinem ersten Einsatz. Mit nun 19 Punkten hat Dynamo wieder Anschluss gefunden und liegt nur noch wenige Zähler hinter den Plätzen bis Rang zwölf.

Face-to-face: Die Duelle gegen Dresden sind oft eng, intensiv und auch nicht selten dramatisch. Im Hinspiel gabs eine umstrittene rote Karte für Christopher Lannert und eine lange Nachspielzeit von zwölf(!) Minuten, die wir nahezu unversehrt überstanden hätten. Doch in der 100. Minute traf Luca Herrmann für die Sachsen zum Sieg. Auch frühere Duelle boten reichlich Spannung. In der Saison 2024/25 verhinderte ein spätes Tor von Louis Oppie Dresdens vorzeitigen Zweitliga-Aufstieg, den die Dresdener eine Woche später dennoch perfekt machten. Dramatisch war es schon häufiger zwischen den beiden Teams: 2014 zählte für Arminia nur ein Sieg, um den Abstieg zu verhindern. Nach der Bielefelder 2:0-Führung durch zwei Klose-Tore und anschließender Spielunterbrechung schlug Dresden zurück, glich in Unterzahl zum 2:2 aus, ehe unsere Arminia durch Kacper Przybyłko letztlich mit 3:2 siegte und sich in die Relegation rettete. Ansonsten sieht die Bilanz gegen Dresden recht ausgeglichen aus: In 18 Spielen gabs acht Siege und sieben Niederlagen. Luft nach oben gibts bei der Auswärtsbilanz: Nach 0:3 (2024) und 1:3 (2023) gabs den letzten Sieg 2019 mit einem 1:0.

Kommen und Gehen: Eine besondere Verbindung zum kommenden Gegner hat Maximilian Großer. Der gebürtige Dresdner durchlief die Jugend von Dynamo und schaffte dort den Sprung zu den Profis. Er ist jedoch nicht der einzige Spieler mit Vergangenheit bei beiden Vereinen. Auch Sebastian Schuppan (2010 - 2014 in Dresden, 2014 – 2017 in Bielefeld), Abdelaziz Ahanfouf (2002 – 2003 in Dresden, 2006 – 2007 beim DSC), Thomas Hübener (2007 – 2011 in Dresden, 2011 – 2014 für Arminia), Pascal Testroet (2012 – 2015 für Arminia, 2015 – 2018 für Dynamo) und Patrick Weihrauch (2017 – 2020 für den DSC, 2020 – 2023 für Dresden) trugen sowohl das Trikot des DSC als auch das von Dynamo Dresden. Testroet erlangte in der Saison 2017/18 bei Dynamo Kultstatus: Er erzielte 13 Treffer, knapp ein Drittel aller Dynamo-Tore in der Spielzeit.

Zahlen, bitte: Dynamo Dresden blickt auf eine durchwachsene Vereinsgeschichte zurück. Von der ersten bis zur vierten Spielklasse war in den vergangenen 35 Jahren alles dabei. 1995 wurde Dynamo nach finanziellen Problemen die Lizenz verweigert: Abstieg in die Regionalliga, später sogar kurzzeitig in die vierte Liga.

FunFacts: Noch heute erinnern sich die Dynamo-Fans mit Bauchschmerzen an den 19. März 1986. An das Wunder von Uerdingen. Im Europapokal der Pokalsieger hatte Dresden das Hinspiel mit 2:0 gewonnen und führte im Rückspiel zur Pause 3:1. Scharenweise verließen die Uerdinger Fans das Stadion und verpassten eine der größten Sensationen im deutschen Fußball. In 45 Minuten machten die Gastgeber aus dem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 7:3 und fügten Dresden die wohl schmerzhafteste Niederlage der Vereinsgeschichte zu.  

Ein kurioser Zufall aus jüngerer Zeit: In der Drittliga-Saison 2023/24 beendete Dynamo die Spielzeit mit 53 Punkten und einer Tordifferenz von +19 – exakt passend zum Gründungsjahr 1953. Ein Detail, das bei den Fans bis heute in Erinnerung bleibt.

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