Zu Gast im größten Stadion der Liga

Unser nächster Gegner gehört ohne Frage zu den Schwergewichten der 2. Bundesliga: Egal, ob es um die sportlichen Ambitionen, die Größe und Mitgliederanzahl des Clubs oder die Tradition des Vereins geht – die Hanseaten sind immer ganz vorne mit dabei. Somit ist es keine Überraschung, dass auch das Hamburger Volksparkstadion an der Spitze der Spielstätten der 2. Bundesliga thront.
Mit einer Kapazität von 57.000 Plätzen bei nationalen Wettbewerben, davon 47.000 Sitz- und 10.000 Stehplätze, ist das 1953 erbaute Volksparkstadion in Hamburg das größte der 2. Bundesliga. Durchschnittlich 51.114 Zuschauer nehmen in dieser Saison pro Spiel auf den Rängen platz.
Bereits seit den 1920er-Jahren wird das Gelände im Hamburger Stadtteil Behrenfeld als Stadiongelände genutzt. Nachdem das Stadion im Jahr 1953 zunächst mit einer Kapazität von 76.000 Plätzen entstanden, wurde es zur WM 1974 umgebaut und mit einer 61.000 Plätze umfassenden Tribüne ausgestattet. Mit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1961, verlegte der HSV auch sein fußballerisches Zuhause vom Rothenbaum-Sportplatz in den Volkspark und bestritt dort von nun an seine Ligaspiele. Zu dieser Zeit wurde auch der Zuschauerrekord des Volksparkstadions aufgestellt: Beim Champions League-Spiel gegen den FC Barcelona am 26. April 1961 saßen stolze 77.000 Fans im Publikum und feuerten ihre Mannschaft an.
Kurz vor der Jahrtausendwende, im Jahr 1998, kaufte der HSV das Gelände am Volkspark und baute sich ein vereinseigenes Stadion. Dessen Bauarbeiteten wurden zwei Jahre später 2000 abgeschlossen. Nach einigen Namensgebungen, wie zum Beispiel HSH Nordbank Arena oder Imtech Arena, wird die Spielstätte der Rothosen seit dem 1. Juli 2015 offiziell Volksparkstadion genannt.
Im Laufe der langen Vergangenheit wurde das Hamburger Publikum bereits Zeuge vieler bedeutender Fußballspiele. So fanden bereits Europapokalspiele, Spiele der Weltmeisterschaften 1974 und 2006 sowie der Europameisterschaft 1988 in Hamburg statt. Weitere Highlights stellten zudem das Finale der UEFA Europa League 2010 - das die Gastgeber selbst denkbar knapp durch ihr Ausscheiden im Halbfinale verpassten - sowie das „Match Against Poverty“, wo die HSV Allstars am 13. Dezember 2011 Ronaldo, Zidane&Friends nur knapp unterlagen, dar.
Darüber hinaus wird das Stadion auch für Veranstaltungen abseits des Fußballs rege genutzt. So werden in diesem Jahr unter anderem Beyoncé, The Weekend oder Bruce Bringsteen ihr Publikum begeistern, während sich in der Vergangenheit unter anderem Wladimir Klitschko und David Haye um die Boxweltmeisterschaft duellierten.
Am Sonntag (19. Februar, 13:30) stehen jedoch erstmal unsere Arminen auf dem Rasen des Volksparkstadions und werden im Kampf um die so wichtigen Punkte sicherlich alles geben, um den Platz und Hamburg als Sieger zu verlassen.

