Zu Gast bei den "Lilien"

So sieht es aktuell aus: Während wir nach einem großartigen Pokal-Kampf und starken 163 gelaufenen Kilometern in der Verlängerung bei Union Berlin nach dem 1:2 ausgeschieden sind, hat unser nächster Gegner sein Spiel recht souverän mit 4:0 gegen Schalke 04 gewonnen. Darmstadts Top-Torjäger Isac Lidberg, der in der Liga bislang schon acht Mal getroffen hat, feierte dabei sein Comeback und bereite gleich das erste Tor gegen Schalke vor. In der Liga liegen die Lilien nach zwischenzeitlicher Tabellenführung aktuell auf Platz sechs.
Kommen und Gehen: Wir haben in unseren Reihen einen wahren Darmstadt-Experten. Marvin Mehlem spielte zwischen 2017 und 2024 insgesamt 181 Partien für die Hessen. Bruno Labbadia, der zwischen 1998 und 2001 für Arminia spielte begann sogar seine erfolgreiche Karriere 1984 in der Darmstädter Jugend. Norbert Meier, bis 2016 zwei Jahre lang unser Trainer, wechselte dann zu Darmstadt 98, wurde aber schon im Dezember wieder entlassen. Auch Tim Gutberlet hat beide Vereine in seiner Vita und spielte 1993 eine Saison in Bielefeld und danach sowie ein weiters Mal 1999 eine Spielzeit in Darmstadt.
Face to Face: Mal abgesehen von der Mutter aller Relegations-Dramen im Jahr 2014 sieht die Zweitliga-Bilanz gegen Darmstadt 98 sehr passabel aus: Acht Siege, vier Niederlagen. Da kann am Samstag gern Erfolg Nummer neun folgen. Auch der Gesamtvergleich spricht klar für uns: Von den insgesamt 24 Begegnungen haben wir exakt die Hälfte für uns entschieden. Darmstadt nur deren sieben. Also, aufs geht’s. Kräfte mobilisieren, kämpfen und siegen.
Zahlen, bitte: Das Wohnzimmer von Darmstadt 98 am Böllenfalltor heißt seit 2014 Merck-Stadion und hat für 17 810 Zuschauer Platz. Fast die Hälfte davon (9132) sind Stehplätze.
Wer am Samstag die 325 Kilometer nach Darmstadt nicht auf sich nehmen will, kann es sich zur Primetime im schwarz-weiß-blauen Gewand vor dem Fernseher gemütlich machen. NITRO zeigt das Spiel der Woche ab 20.15 Uhr (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) im Free-TV.
Noch etwas für die Freunde der Statistik: Darmstadt liegt aktuell mit nur 49,3 Prozent Ballbesitz in den Spielen auf Platz zehn in der Liga. Dafür vergeben sie ligaweit die wenigsten Großchancen (8). Und Achtung bei langen Bällen! Mit durchschnittlich 31 zielgenauen langen Bällen pro Spiel ist Darmstadt die Nummer eins der zweiten Liga.
Fun-Facts am Rande: Der Spitzname „Lilien“ stammt übrigens aus dem Stadtwappen Darmstadts. Dort ist eine blaue Lilie auf einem silbernen Schild zu sehen. Auch das Vereinsmaskottchen hat den Namen übernommen und heißt deshalb „Lilly“.
Passend dazu wird vor jedem Heimspiel die Lilien-Hymne mit dem klangvollen Titel „Die Sonne scheint überm Böllenfalltor“ gespielt.
Der absolut unbeliebteste Gegner der Darmstädter ist der FC Bayern München. In über vier Jahrzehnten gelang den Hessen gegen den deutschen Rekordmeister nur ein einziger Treffer.

