"Wir wollten den Zuschauern zeigen, dass wir alles geben!"

Kaito Mizuta: „Für mich und für die Mannschaft war es ein überragendes Gefühl. Wir haben in der 90. Minute das Gegentor kassiert aber als Team alles gegeben und weiter gekämpft, um am Ende doch noch zu bestehen. Beim Elfmeter habe ich nicht so viel nachgedacht. Da habe ich keine Angst, das macht eher Spaß vor den Fans zu schießen. Ich wollte einfach in meine Lieblingsecke schießen, das hat geklappt und wir haben neue Geschichte geschrieben.“
Gerrit Gohlke: „Wir haben zu zwei ekelhaften Zeitpunkten die Gegentore bekommen, das war natürlich bitter. Trotzdem haben wir uns weiter reingeworfen, unsere Tugenden auf den Platz gebracht und unser letztes Hemd gegeben. Das Gegentor in der Nachspielzeit darf einen dann nicht mehr lange beschäftigen. Die Beziehung zu unseren Fans ist uns sehr wichtig, sie sind unser zwölfter Mann. Das gibt einem einen riesigen Aufschwung, wenn über 20.000 einen anfeuern. Ohne die Fans, hätte ich heute rausgehen müssen. Ich hatte seit der 80. Minute Krämpfe. Das ist ein wahnsinniger Adrenalinkick, da ist dann alles möglich. Heute wusste jeder, dass hier etwas drin ist, wenn wir alles reinhauen. Wir sind ein schon jetzt ein eingeschworenes Team und das heute war ein Spiel, das ich nie wieder vergessen werde.“
Jonas Kersken: „Wir haben es über 120 Minuten super gemacht, die Jungs haben sich überall reingeworfen und die Fans haben uns überragend unterstützt. Als Torwart hat man beim Elfmeterschießen relativ wenig zu verlieren. Aber ich war sehr gut vorbereitet und wusste, wo die Schützen ihre Lieblingsecken hatten. Wenn man die Menschen auf den Tribünen sieht, wie sie uns anfeuern, dann reicht das als Motivation völlig aus, um in so ein Elfmeterschießen zu gehen. Wir wollten den Zuschauern heute zeigen, dass wir in jedem Spiel alles geben, egal wie es dann ausgeht. Und das haben wir heute geschafft.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Bochum ist insbesondere in Zweikämpfen eine der Top-Mannschaften der Bundesliga. Da haben wir sehr gut dagegengehalten. Der späte Ausgleich war extrem bitter. Aber ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir wollten dann die Verlängerung überleben, denn im Elfmeterschießen kann alles passieren. Ich habe den Jungs im Kreis gesagt, dass wir dieses Erlebnis hier mit den Zuschauern noch einmal erleben wollen. Und dafür müssen wir eine Runde weiterkommen. Die Fans waren immer da, vor allem wenn sie das Gefühl hatten, dass wir gerade runtergeschaltet haben. Und genauso war es umgekehrt. Wir wollen die Fans zurückgewinne. Das war heute ein großer Schritt in Richtung Wir-Gefühl.“

