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"Wir dürfen uns nicht runterziehen lassen"

Nach dem 1:1 unserer Arminia beim FC Ingolstadt haben sich unsere Spieler, die beiden Cheftrainer und unser Sport-Geschäftsführer in den Interviews geäußert. Wir haben für Euch die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Mitch Kniat: „Wut beschreibt meine Gemütslage ganz gut. Wir haben das mit diesem Schiedsrichter so schon in Lübeck erlebt. Da fiel auch das Tor nach der angezeigten Nachspielzeit. Wir haben es so aber noch kein einziges Mal in dieser Saison bekommen. Bei fünf Minuten wird immer abgepfiffen, wenn wir hinten liegen. Da können wir die ganze Saison durchgucken. Deshalb rege ich mich auf. Aber ich gucke natürlich auch auf uns. Wir hätten vorher schon ein Gegentor nach einer Ecke der Ingolstädter kriegen können. Das ist auch klar. Aber ich bin heute extrem angefressen.“

„Beim Gegentor springen wir unter dem Ball durch. Wir lassen die Leute durchlaufen, obwohl wir sie blocken wollten. Das war eben auch nicht die erste Ecke, die so passiert ist. Natürlich gab es auch Größenunterschiede zugunsten der Ingolstädter, dann kannst du es nicht immer wegverteidigen. Das ist Fußball, da passieren auch Fehler. Ich mache meinen Jungs heute keinen Vorwurf.“

„Es ist ein Punkt, der heute zu wenig ist. Das heißt, wir haben wieder eine Situation, wie vorher. Wir müssen weiter punkten. Wir müssen dreifach punkten, ansonsten bleibst du auf der Stelle stehen. Das wollen wir nicht, wir wollen unten rauskommen. Jetzt heißt es, nächste Woche im Heimspiel gegen Essen wieder auf einen Dreier gehen.“

Michael Mutzel: „Natürlich hätten wir uns mit einem Sieg noch mehr abgesetzt, aber man muss das schon auch richtig einordnen. Wir haben gegen eine inviduelle Top-Mannschaft der Liga ein gutes Spiel gemacht. Wir wussten schon vor dem Spiel, dass die Standards schwer zu verteidigen sein werden.“

„Insgesamt sind unsere Ergebnisse besser geworden, die Leistungen waren vorher auch häufig gut. Dass irgendwas bei uns nicht gestimmt hat, das gab es in den letzten Wochen immer nur von außen, nicht von innen. Unsere Formation mit dem Zentrum, mit den 6er funktioniert inzwischen gut. Das hat uns, glaube ich, auch Stabilität gebracht.“

„Wir haben jetzt auch ein paar Mal einen Führungstreffer gemacht, das war vorher auch nicht der Fall. Deswegen kommen da ein paar Sachen zusammen. Wir wirken auf jeden Fall aktuell deutlich stabiler. Deswegen bin ich auch total zuversichtlich, dass wir das schaffen. Wir werden das Spiel auch jetzt wieder analysieren und auch jetzt wieder die guten Sachen hervorheben.“

Leon Schneider: „Wieder mal so spät den Ausgleich zu kriegen, fühlt sich schon beschissen an. Das sind verlorene Punkte. Wir haben hier das Spiel gemacht. Ich finde, wir hätten den Auswärtssieg auch verdient gehabt.“

„Das ist uns leider in dieser Saison zu oft passiert. Wir hatten keine Ahnung wieviel Punkte mehr haben können.“

„Wir haben es auch nach unserer Führung grundsätzlich gut gemacht in der zweiten Hälfte. Alles kann man dann eben nicht verteidigen. Wir dürfen uns jetzt durch diesen Schock in der Nachspielzeit nicht runterziehen lassen. Wir haben wieder gut gespielt und müssen so weitermachen, wie in den vergangenen Wochen.“

Louis Oppie: „Es so kurz nach Abpfiff einfach nur frustrierend. Wir müssen die letzte Ecke nicht kriegen, wenn man sogar schon über eine Minute über die normale Nachspielzeit hinaus ist. Ich bin einfach sauer gerade.“

„Wir haben im Spiel die Ecken teilweise nicht gut verteidigt. Es kann immer mal passieren, dass es in der Schlussphase, gerade wenn es wild ist, nochmal Standardsituationen gegen dich gibt. In der Menge ist es einfach ungünstig, weil Ingolstadt insgesamt heute gut nach Standards war, aber trotzdem dürfen wir so ein Scheiß-Gegentor in der 90.+6 nicht kriegen.“

„Bei meinem Tor habe ich darauf spekuliert, dass der Ball zu mir kommt, weil ich schon in ein paar Aktionen davor gesehen habe, dass der zweite Pfosten frei ist. Chris Lannert bringt die Bälle auch einfach geil rein. Deswegen war es für mich gut, dass da so viel Platz war und ich jetzt auch mal mit dem rechten Fuß getroffen habe. Mein Tor ist gut, ich hätte mich aber auf jeden Fall mehr gefreut, wenn wir heute die Null gehalten hätten.“

„Es fühlt sich so kurz nach dem Spiel noch schlecht an. Ich bin aber völlig zuversichtlich, was die nächsten Wochen angeht. Wenn man sich die letzten Wochen von uns anguckt: Unsere Leistung geht immer mehr bergauf. Deswegen habe ich volles Vertrauen in das ganze Team. Nicht nur in uns Spieler, sondern in alle rund um die Mannschaft. Wir halten zusammen – und wir werden das gemeinsam schaffen.“

Mael Corboz: „Mir fällt es schwer, das zu beschreiben. Dieses Gefühl hatten wir schon in Saarbrücken. Jetzt nochmal auswärts zwei Punkte zu verlieren, tut richtig weh. Trotzdem war es eine starke Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Aber wir sind auch gut drauf. Wir haben Ingolstadt leider in der zweiten Halbzeit zu viele Gelegenheiten nach Standards gegeben. Es ist gerade einfach sehr, sehr bitter.“

Michael Köllner: „In der ersten Halbzeit war es ein ereignisarmes Spiel. Beide Mannschaften waren um Kontrolle bemüht. In der zweiten Hälfte haben wir dann nach dem Rückstand das Tempo forciert, wir waren am Drücker. Sicherlich gab es die eine oder andere Kontermöglichkeit für Bielefeld, aber insbesondere bei den Standards waren wir heute brutal gefährlich. Dass wir es natürlich noch in der Nachspielzeit hinbekommen, zeichnet unsere Mentalität aus, steht auch für unseren Charakter.“

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