Wer knackt den Riegel?

Zum 19. Mal treffen wir in der Bundesliga auf den VfL Wolfsburg. In der heimischen SchücoArena ist der VfL in der Vergangenheit kaum zu bezwingen gewesen: Wettbewerbsübergreifend sind wir seit sechs Heimspielen ohne eigenen Treffer gegen die Wölfe, in der Bundesliga haben wir in neun Heimspielen nur zwei Tore erzielt - das Letzte ist schon über 16 Jahre her.
Es wird also wieder höchste Zeit! Arminia kommt mit dem Rückenwind des ersten Saisonsieges beim VfB aus der Länderspielpause, der VfL konnte seit dem Trainerwechsel zu Florian Kohfeldt alle drei Pflichtspiele gewinnen und blieb in beiden Bundesliga-Spielen unter dem ehemaligen Bremer ohne Gegentore. Aber auch Stefan Ortega Moreno und Co. wissen defensiv zu überzeugen und konnten jüngst in Stuttgart zum dritten mal in dieser Bundesliga-Saison die defensive Null halten.
Einen besonders schweren Stand haben bei beiden Mannschaften die gegnerischen Sturmreihen: Sowohl der DSC, wie auch der VfL, haben jeweils nur fünf Tore der gegnerischen Angreifer zugelassen - das ist geteilter Spitzenwert der Bundesliga. Beim VfL hat sich zuletzt mit Lukas Nmecha allerdings ausgerechnet ein Stürmer in den Vordergrund gespielt: In beiden Bundesligaspielen unter Kohfeldt hat der 22-jährige getroffen und ist mit Toren gegen Hertha, Fürth und Augsburg vor allem gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel erfolgreich. Der Lohn dafür war jüngst die erste Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Zusammen mit Nmecha waren insgesamt acht Wolfsburger mit ihrer Nationalmannschaft unterwegs - im Vergleich zum DSC sind das fünf Spieler mehr, die die letzten zwei Wochen nicht am Teamtraining teilnehmen konnten.
Einer der Nationalspieler war Maximilian Arnold, der mit schon 13 Abschlüssen außerhalb des Strafraums in dieser Spielzeit vor allem durch starke Distanzschüsse auffällt. Der VfL-Kapitän ist auch der zweitmeistgefoulte Spieler der Bundesliga und trifft am Samstag im direkten Duell auf DSC-Kapitän Manuel Prietl, der seinerseits der Spieler mit den zweitmeisten Fouls der Bundesliga ist.
In der DSC-Defensive ragt statistisch vor allem Amos Pieper hervor: Mit 78% gewonnener Luftduelle ist er der viertbeste Kopfballspieler der Bundesliga und mit 69% gewonnener Zweikämpfe der zweitbeste Zweikämpfer der Liga. Zusammen mit Cedric Brunner hält er die rechte Abwehrseite dicht, über die der DSC erst ein Gegentor kassiert hat. Das Pendant des VfL - also die linke Abwehrseite der Niedersachsen - hat ebenfalls erst ein Gegentor zugelassen. Am Samstag könnten die Tore also vor allem auf der anderen Seite fallen. Einen Spitzenwert können beide Mannschaften in der Treffsicherheit verbuchen; allerdings in der Treffsicherheit der Torstangen: Mit jeweils sechs Aluminium-Treffern werden beide Mannschaften nur vom FC Bayern übertroffen (7).
Eine statistische Auffälligkeit offenbart die Laufleistung: Mit 120 Kilometern pro Spiel ist der DSC das läufstärkste Team der Bundesliga. Der VfL läuft ganze neun Kilometer weniger pro Spiel und liegt in dieser Statistik auf Rang 17.
Gemeinsam mit unserem Partner XTiP präsentieren wir euch die Quote des Tages. In acht von elf VfL-Spielen fielen weniger als drei Tore, beim DSC waren es sieben von elf Bundesligapartien. Für unseren Tipp "Es fallen weniger als drei Tore" erhältst du eine 1,80er Quote.
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