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„Wenn wir alle zusammenhalten, können wir das gemeinsam rocken“

Mit seinem Kampfgeist, seinem Torriecher und seiner lockeren, offenen Art hat sich Jonny Grodowski schnell in die Herzen der DSC-Fans gespielt. Vor dem Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten Darmstadt spricht unsere Nummer 11 über die Herausforderung gegen die offensivstärkste Mannschaft der Liga, den Zusammenhalt im Verein und die Bedeutung seiner Familie.

Heimspiel, ausverkaufte SchücoArena, wie groß ist die Vorfreude nach dem spielfreien Wochenende? 

„Die Vorfreude auf das Heimspiel ist extrem groß. Wir wissen, das es ein sehr wichtiges Spiel für uns ist. Mit Darmstadt kommt eine der fußballerisch besten Mannschaften der Liga nach Bielefeld, deshalb müssen wir unsere beste Leistung abrufen. Entscheidend wird sein, dass wir als Team zusammenhalten, um die drei Punkte hier zu behalten.“

Das Hinspiel gegen Darmstadt endete 2:2. Worauf wird es aus deiner Sicht ankommen, um am Samstag zu bestehen und Punkte in Bielefeld zu behalten?

„Im Hinspiel hatten wir in der ersten Halbzeit Probleme, haben aber nach der Pause ein gutes Spiel gemacht und uns den Punkt verdient. Wenn wir gegen den Ball konsequent arbeiten und als Team auftreten, können wir auch gegen Darmstadt bestehen. Offensiv haben sie mit Spielern wie Lidberg und Hornby viel Qualität, aber gerade zuhause haben wir schon oft gezeigt, was wir können.“

Mit Darmstadt wartet die offensivstärkste Mannschaft der Liga auf uns. Wie wichtig werden Mentalität und Zusammenhalt, um gegen einen so starken Gegner zu punkten?

„In der Länderspielpause haben wir gegen Braunschweig ein gutes Testspiel gemacht und gezeigt, dass wir es besser können. Wenn wir gegen den Ball konsequent arbeiten und als Team auftreten, können wir auch gegen Darmstadt bestehen. Offensiv haben sie mit Spielern wie Lidberg und Hornby viel Qualität, aber gerade zuhause haben wir schon oft gezeigt, was wir können.“

Was macht dich zuversichtlich, dass wir bis zum Saisonende die restlichen benötigten Punkte einfahren?

„Ich sehe jeden Tag, welchen Zusammenhalt wir im Verein haben, sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld. Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel Klassenerhalt nur zusammen erreichen können.“

Du bist ein Spieler, der viel über Tempo kommt. Glaubst du, dass genau das gegen Darmstadt ein Schlüssel sein kann? 

„Ja, das kann wichtig sein. Wir sind in der Offensive sehr temporeich besetzt. Aber es ist egal wo ich eingesetzt werde, ich versuche immer, meine Stärken bestmöglich einzubringen und der Mannschaft zu helfen.“

Du hast bereits Zweitligaerfahrung gesammelt. Jetzt spielst du mit Arminia schon länger in der 2. Bundesliga. Ist es diesmal anders für dich, hat sich etwas verändert? 

„Die Art und Weise, wie wir hier spielen, kommt mir sehr entgegen, egal ob im Zentrum oder auf den Außenbahnen. Ich fühle mich im Team und im Verein sehr wohl. Natürlich gibt es auch mal Spiele, die nicht optimal laufen, aber dann ist es wichtig, direkt wieder nach vorne zu schauen und es im nächsten Spiel besser zu machen.“

Du hast einen besonderen Karriereweg hinter dir, von der Kreisliga bis in den Profifußball. Was war für dich bereits die größte Herausforderung in deiner Karriere? 

„Der größte Schritt war für mich der Sprung von der Kreisliga in die dritte englische Liga. Damals habe ich sieben Klassen übersprungen. Damals ging alles ganz schnell und ich habe von einem Tag auf den anderen allein in England gelebt. Dort habe ich schnell lernen müssen, selbstständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Seitdem bin ich im Profibereich unterwegs. Ich sehe mich trotzdem als Spätstarter, weil andere schon früh auf Top-Niveau gespielt haben. Gerade die letzten Jahre waren wichtig für mich, und ich arbeite weiterhin daran, mich zu verbessern.“

Warum Jonny und nicht Joel?

„Jeder bekommt einen Spitznamen. Meiner war damals Joe. Dann gab es aber mehrere und aus Joe wurde Jonny. Die Jungs meinten, das passt zu mir, weil ich ein lockerer Typ bin und immer gute Laune habe. Im Fußball bin ich seitdem Jonny, meine Familie nennt mich aber weiterhin Joel.“

Du hast dich seit deinem Wechsel schnell in die Herzen vieler Fans gespielt. Was macht dich als Jonny aus und warum kommt das so gut an? 

„Es freut mich natürlich sehr, dass ich bei den Fans gut ankomme. Das war aber nie mein Ziel. Ich bin einfach so, wie ich bin, und verstelle mich nicht. Ich bin derselbe geblieben wie früher in der Kreisliga. Ich glaube, die Leute schätzen, dass ich weiß, wo ich herkomme, ich mein Herz am rechten Fleck habe und offen meine Meinung sage.“

Du hast vor Kurzem mit deiner Frau ein Kind bekommen. Wie hat sich dein bzw. euer Leben dadurch verändert? 

„Seit der Geburt meiner fast acht Monate alten Tochter hat sich viel verändert. Früher war ich nach einem schlechten Spiel mehrere Tage nicht gut drauf. Wenn ich jetzt nach Hause komme und die Kleine sehe, kann man gar keine schlechte Laune haben. Meine gedamte Familie gibt mir immer die volle Unterstützung. Und die beiden sind mit die wichtigsten Menschen in meinem Leben.“

Auf deinem Hals steht „thankful“, wofür bist du aktuell am dankbarsten?

„Das Tattoo habe ich mir nach meiner Rücken-OP stechen lassen. Es erinnert mich daran, dankbar zu sein, vor allem für die Gesundheit. Ich bin dankbar, dass ich, meine Familie und meine engsten Freunde gesund sind.“

Gibt es zum Abschluss etwas, das du den Fans mitgeben möchtest?

„Gerade in schwierigen Phasen brauchen wir euch besonders. Deshalb hoffen wir auf eure volle Unterstützung. Ich kann versprechen, dass wir immer alles geben, von der ersten bis zur letzten Minute. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir das gemeinsam rocken.“

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