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„Wenn wir alle zusammenhalten, kann uns das enorm viel Kraft geben“

Vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn 07 spricht unser Linksverteidiger Tim Handwerker über das anstehende OWL-Duell, die besondere Bedeutung der Partie vor heimischer Kulisse und den Rückhalt der Fans. Außerdem erzählt der Standardspezialist, wie wohl er sich inzwischen in Bielefeld fühlt, welche Rolle er innerhalb der Mannschaft einnehmen möchte und womit er seine Zeit abseits des Platzes verbringt.

Am Samstag wartet mit dem SC Paderborn ein echtes OWL-Duell. Wie groß ist die Vorfreude für dich persönlich und in der Mannschaft? 

Meine persönliche Vorfreude ist immer groß, gerade bei Heimspielen. Ein Nachbarschaftsduell macht das Ganze natürlich noch einmal besonderer. Auch in der Mannschaft spürt man die Vorfreude. Wir haben das Vertrauen in unsere eigene Stärke und wissen, dass wir zu Hause Spiele gewinnen können. Deshalb hoffen wir, dass wir die Partie positiv gestalten und am Ende gemeinsam die drei Punkte einfahren. 

Paderborn spielt eine starke Saison, steht konstant unter den Top-5 und spielt um den Aufstieg in die Bundesliga mit. Gleichzeitig ist es für uns ein wichtiges Heimspiel. Mit welcher Einstellung geht ihr in die Partie und worauf wird es besonders ankommen?

Paderborn spielt eine sehr gute Saison und ist eine spielstarke Mannschaft. Aber ich glaube, dass uns gerade solche Spiele auch liegen können, weil wir auch gegen starke Gegner unsere eigenen Stärken auf den Platz bringen können. Wichtig wird sein, dass wir das Spiel positiv angehen und uns nicht kleiner machen, als wir sind. Vor unseren Fans wollen wir eine gute Leistung zeigen. Wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten und alles investieren, können wir dieses Spiel auch für uns entscheiden.

Das Hinspiel haben wir knapp mit 3:4 verloren. Du hast damals per Elfmeter getroffen. Jetzt steht das Rückspiel in der SchücoArena an. Wie wichtig ist es, dieses Duell diesmal vor heimischer Kulisse auszutragen und was bedeutet euch der Rückhalt der Fans?

Ein Sieg wäre für uns sehr wichtig. Wir sind wieder einmal dran, ein Derby zu gewinnen, das ist unser klares Ziel. Vor heimischer Kulisse zu spielen, gibt uns natürlich noch einmal zusätzliche Energie. Den Rückhalt unserer Fans spüren wir sehr deutlich auf dem Platz und dafür sind wir extrem dankbar. Jetzt liegt es an uns, ihnen das mit einer starken Leistung zurückzugeben und gemeinsam den Sieg zu holen.

Du bist jetzt schon eine gewisse Zeit hier, was macht für die Zeit bei Arminia aus?

Ich fühle mich hier persönlich sehr wohl, besonders im Verein und in der Mannschaft. Wir haben hier eine wirklich besondere Truppe. Ich versuche meinen Teil dazu beizutragen, sowohl sportlich als auch menschlich. Wenn man sich im Umfeld und in der Mannschaft wohlfühlt, sind das natürlich sehr gute Voraussetzungen, um Leistung zu bringen. Ich freue mich, Teil dieses Teams zu sein.

In dieser Saison stehst du bereits bei drei Toren und sechs Vorlagen. Besonders deine Standards sind immer wieder gefährlich. Wie siehst du deine Rolle in der Mannschaft und wie willst du diese bereichern?  

Ich konnte meine Stärken bisher ganz gut einbringen, aber natürlich geht immer noch mehr. Mein persönlicher Anspruch ist es, der Mannschaft weiter zu helfen. Am wichtigsten ist für mich aber, dass wir als Team funktionieren. Wenn ich dazu beitragen kann, macht mich das natürlich glücklich. Mir ist es auch wichtig, menschlich etwas einzubringen. Ich habe zu allen einen guten Draht und versuche immer, Positivität auf den Platz zu bringen.

Du trägst bei Arminia die Rückennummer 29, die du bereits bei anderen Vereinen hattest. Hat diese Zahl für dich eine besondere Bedeutung?

Ja, die 29 war meine erste Profinummer beim 1. FC Köln. Ich habe sie damals gewählt, weil mein Vater am 14. Dezember geboren ist und meine Mutter am 15. März. Beide zahlen zusammen ergeben dann 29.

Wenn du nicht auf dem Fußballplatz bist, wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?

Meine Frau und ich haben einen Hund, mit dem wir sehr gerne spazieren gehen und viel draußen sind. Außerdem sind wir gerne Gastgeber, haben oft Besuch und kochen auch gerne zusammen. Normalerweise spiele ich auch gerne Golf, aber hier in Bielefeld hat sich das bisher noch nicht ergeben. Insgesamt verbringen wir aber einfach gerne Zeit zuhause mit Freunden und genießen gemeinsame Abende.

Du bist jetzt eine Weile in Bielefeld. Wie hast du dich bisher eingelebt und gibt es Orte oder Ecken, die dir besonders gefallen?

Ich habe mich gut in Bielefeld eingelebt. Mein Lieblingsort ist tatsächlich immer mein Zuhause. In der Stadt gefallen mir ein bis zwei Lokalitäten schon sehr gut. Und auch in der Altstadt gibt es richtig schöne Ecken. Ansonsten sind wir oft einfach zu Hause und laden Freunde ein.

Findest du noch die Zeit, in deine Heimat ins Rheinland zu fahren?

Ja, ab und zu schaffe ich es schon, meine Familie und Freunde in der Heimat zu besuchen. Zum Glück ist die Entfernung jetzt auch nicht mehr so groß. Zwei Stunden Fahrt sind natürlich etwas anderes als früher, als ich noch in Nürnberg gespielt habe.

Zum Abschluss: Was möchtest du unseren Fans vor dem Heimspiel gegen Paderborn mit auf den Weg geben?

Wir wollen auf dem Platz alles investieren und mit einer positiven Energie auftreten. Unser Ziel ist es, mit unserer Leistung alle mitzunehmen und gemeinsam ein gutes Spiel zu erleben. Natürlich kann es im Fußball auch Phasen geben, in denen es vielleicht nicht perfekt läuft. Umso wichtiger ist dann der Rückhalt von den Rängen. Wenn wir alle zusammenhalten, kann uns das enorm viel Kraft geben.

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