Profis

Weiter, immer weiter

Seit fast 15 Jahren ist Frank Schmidt das Gesicht des 1. FC Heidenheim. Der 48-jährige Trainer, der auch gebürtig aus Heidenheim kommt, kennt den Verein wie kein Zweiter und ist Übungsleiter einer Mannschaft, mit der - wie eigentlich jede Saison - zu rechnen ist.

Im September 2007 folgte Frank Schmidt als FCH-Trainer auf Dieter Märkle, der nach einer 1:4-Niederlage im Heimspiel der Oberliga Baden-Württemberg gegen den SSV Ulm seinen Posten räumen musste. Schmidt, damals 33 Jahre jung und eigentlich nur als Übergangslösung angedacht, überzeugte beinahe auf Anhieb und konnte gleich die ersten fünf Spiele gewinnen. Am Ende der Saison führte Schmidt, der in der Zwischenzeit fast schon logisch einen längerfristigen Vertrag angeboten bekam und unterschrieb, den FCH in die Regionalliga, um nur ein Jahr darauf in die dritte Liga aufzusteigen. Der Anfang einer Erfolgsgeschichte war geschrieben.

2011 wurde der Vertrag von Frank Schmidt bis 2015 verlängert. Es folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga im April 2014 und der damit größte Erfolg des Vereins aus dem circa 50.000-Einwohner-Städtchen auf der schwäbischen Ostalb. In der Saison 2019/20 scheiterte Heidenheim in der Relegation zur Bundesliga nur denkbar knapp gegen den SV Werder Bremen, in den vergangenen vier Jahren landete der FCH immer unter den besten achtplatzierten Teams der zweiten Liga (5., 3., 8., 6.,).

Ehrgeiz, Erfolg, Emotionalität und Leidenschaft lauten die Leitsätze des FCH. Diese Leitbilder wurden 2007 mit der Sicht auf einen Aufstieg in das Profigeschäft definiert, damit der ambitionierte Verein ein neues Fundament und andere Ziele auferlegt bekommt. Die meisten Ziele wurden schon längst erreicht, wenn nicht sogar schon übertroffen.

555 Spiele, 251 Siege, 138 Unentschiede, 166 Niederlagen, 860:688 Tore - was sich wie die Daten eines einzelnen Vereins liest, ist die Statistik Frank Schmidts, der zeitnah seinen 15. Geburtstag als Heidenheim-Trainer feiert. 

Im Oktober wurde der Vertrag Schmidts bis 2027 verlängert. Im Zug der Verlängerung kam natürlich auch Schmidt zu Wort und sagte in der offiziellen Pressemitteilung: "Gleichzeitig ist der FCH stets ambitioniert, sich als Verein weiterzuentwickeln. Sich diesen Herausforderungen zu stellen, treibt mich als Trainer auch nach dieser langen Amtszeit immer wieder aufs Neue an, genauso wie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit meinem Trainer- und Funktionsteam. Deshalb habe mich dazu entschieden, meinen Vertrag langfristig in Heidenheim zu verlängern und bedanke mich beim Vorstand und beim Aufsichtsrat des 1. FC Heidenheim 1846 ausdrücklich für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Ich freue mich auf die Aufgaben in den nächsten Jahren, wir sind noch nicht fertig!"

Nach vier Spielen steht der FCH mit neun Punkten auf Platz drei, die Schmidt-Elf konnte drei Spiele zu Null gewinnen (1:0 in Rostock, 3:0 gegen Braunschweig und 3:0 in Nürnberg) und verlor denkbar knapp gegen den HSV (0:1). Auch im Pokal konnte sich der FCH souverän und zu Null durchsetzen (2:0 in Illertissen). Es zeichnet sich also schon wieder früh in der Saison ab, dass mit dem FCH auch in diesem Jahr zu rechnen ist. Man kann also guten Gewissens davon ausgehen dass es beim FCH - wie jedes Jahr - weiter geht. Immer weiter.


Hättet ihr gewusst, dass die Voith-Arena auf dem Schlossberg liegt und mit 555 Metern über NN das aktuell höchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball ist?


WER SPIELT SONST NOCH SO IN DER STADT?

AC Milan Heidenheim

Angelehnt an den großen italienischen Topklub wurde der AC Milan Heidenheim im Januar 1967 von Gastarbeitern aus Italien gegründet. Bis zur Aufnahme in den württembergischen Fußballverband 1982 spielte der AC in einer eigenen italienischen Liga im Stuttgarter Raum. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der AC jedoch zur Anlaufstelle sämtlicher Neuankömmlinge in Heidenheim, wurde konkurrenzfähig und feierte 2014 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga den Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Das erste Spiel der noch jungen Saison ging etwas in die Hose - als Aufsteiger aus der Kreisliga A3 setzte es gegen den SV Lauchheim eine 0:9-Niederlage.

Am Sonntag (21. August, 15:00 Uhr) spielt der AC Milan Heidenheim gegen den SF Dorfmerkingen II in der Bezirksliga Ostwürttemberg und hat dort die Möglichkeit, es besser zu machen.

 

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