Aktuelles Nachhaltigkeit

Veranstaltung „Gegen das Vergessen“

Am Dienstag, den 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet der DSC Arminia Bielefeld in Kooperation mit der Stadteilbibliothek Jöllenbeck und der Realschule Jöllenbeck einen thematischen Abend unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ – aktive Erinnerungsarbeit im Sport und in der Schule.

Ort: Aula der Realschule Jöllenbeck, Dörpfeldstraße 8, 33739 Bielefeld 
Start: 19:00 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr
Eintritt: frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum Auftakt des Abends präsentieren Schüler*innen der 10. Klasse der Realschule Jöllenbeck ein eindrucksvolles Beispiel schulischer Erinnerungsarbeit. Unter der Anleitung ihrer Lehrkräfte Marie Michel und Melina Schröter haben sie die Lebensgeschichte der Bielefelder Jüdin Charlotte Daltrop, einer Überlebenden des Holocaust, in einer ebenso empathisch wie künstlerisch gestalteten Ausstellung aufgearbeitet. Charlotte Daltrop war wie Julius Hesse und seine Frau Jenni Hesse in Theresienstadt inhaftiert. 
Anschließend berichten zwei Fans des DSC von ihren Erfahrungen und Eindrücken der Bildungsfahrt in die Gedenkstätte Terezin im vergangenen Jahr. Zum 81. Todestag des ehemaligen Arminia-Präsidenten Julius Hesse brachten sie dort zu seinen Ehren eine Erinnerungstafel an. Zudem wird die Ausstellung über das Schicksal von Julius Hesse in Bielefeld und in Theresienstadt präsentiert.
In der folgenden Podiumsdiskussion diskutieren Vertreter*innen aus Schulwesen und Sport über die Bedeutung von Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung in der Gegenwart.

  • Marie Michel, Lehrkraft der Realschule Jöllenbeck,
  • Melina Schröter, Lehrkraft der Realschule Jöllenbeck,
  • Friedhelm Schäffer, Julius Hesse AG
  • Maël Corboz, DSC Arminia Bielefeld
  • Janine Leifert, Bielefeld United e. V.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Erinnerungstages im deutschen Fußball unter dem Motto Nie Wieder statt.

Über den Erinnerungstag im deutschen Fußball:
„Nie wieder!“, diese Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau, haben Fußballfreunde 2004 aufgegriffen und den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ins Leben gerufen. Am 27. Januar 2004 wurde die Initiative in der Evangelischen Versöhnungskirche, KZ-Gedenkstätte Dachau, gegründet. Die Anregung kam aus Italien. Ein Bündnis aus Einzelpersonen, Fangruppen und Fanprojekten, Vereinen, Verbänden und Institutionen aus dem Fußball gedenkt seitdem der preisgegebenen Familienmitglieder und engagiert sich für eine würdige Gedenkkultur und für ein Stadion ohne Diskriminierung.
 

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