Unser kommender Gegner Magdeburg

Am 5. Spieltag reist der 1. FC Magdeburg nach Ostwestfalen. Am Freitagabend (Anstoß um 18:30 Uhr) rollt der Ball in der SchücoArena. Wir haben einen Blick auf unseren kommenden Gegner geworfen.

So sieht es aktuell aus: In der letzten Partie vor der Länderspielpause bot der 1. FC Magdeburg seinen Fans ein regelrechtes Spektakel: Einen 2:4-Rückstand gegen Greuther Fürth glichen die Ostdeutschen in Unterzahl durch ein Tor in der 83. Minuten und in der dritten Minute der Nachspielzeit aus, um dann in der allerletzten Sekunde durch einen Treffer von Marco John (90+9) noch die ganz kalte Dusche zum 4:5 zu bekommen. Tabellenplatz 15 ist deshalb trügerisch, denn in der FC-Mannschaft steckt jede Menge Qualität. Mit dem Schweden Alexander Ahl-Holmström haben sie einen gefährlichen 1,91-Meter-Mann vorne im Sturm, der bereits zweimal getroffen hat. In der Abwehr macht Jean Hugenot die Musik. Der Franzose spielt Schlagzeug, Klavier und auch noch Gitarre.

Face to face: Gegen den 1. FC Magdeburg gab es bislang eine überschaubare Anzahl von direkten Vergleichen. Am Freitag steht erst Nummer sechs in der gemeinsamen Historie auf dem Programm. Die bisherigen fünf Duelle endeten ausgeglichen. Je zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Die schmerzhafteste war die bislang letzte im letzten Spiel gegen Magdeburg. Am letzten Spieltag der Saison 2022/23 hätte uns ein Sieg zum Klassenerhalt gereicht. Stattdessen setzte es in Magdeburg ein 0:4. Die Folge war die Relegation gegen Wehen Wiesbaden. Die erste Auseinandersetzung gab es übrigens 2005 in der ersten Runde des DFB-Pokals: Arminia, zu der Zeit Erstligist, gewann beim damaligen Oberligisten mit 2:0. 

Kommen und gehen: Magdeburg musste vor der Saison ihren Trainer Christian Titz nach Hannover ziehen lassen. Für ihn steht Markus Fiedler, der vorher Trainer bei der Reserve des VfB Stuttgart war, seit diesem Sommer an der Seitenlinie. Außerdem holte der FC 14 neue Spieler nach Magdeburg. Darunter mit Ado Onaiwu (Auxerre) und Kandet Diawara (Le Havre) zwei Angreifer aus der ersten französischen Liga. Maximilian Breunig wurde zudem für ein Jahr aus Heidenheim ausgeliehen. Acht Spieler verließen den Verein.

Zahlen, bitte: Magdeburg legt Wert auf dominanten Ballbesitz und spielt durchschnittlich 529 Pässe pro Spiel mit einer Passgenauigkeit von 87 Prozent – Liga-Spitze in der zweiten Bundesliga! Im Vergleich zu vielen anderen Profi-Clubs ist Magdeburg noch ein relativ junger Verein, der erst am 22. Dezember 1965 gegründet wurde. Unsere Arminia war da schon stolze 60 Jahre alt. Dafür haben die Magdeburger eine recht erfolgreiche Vergangenheit: 1974 gewann der Verein durch ein 2:0 gegen den AC Mailand den Europapokal der Pokalsieger. Das Finale wurde damals in Rotterdam allerdings vor nur 4641 Zuschauern ausgetragen. Außerdem wurde der FCM dreimal DDR-Meister und holte sieben Mal den Pokal. 

Fun-Facts am Rande: In dieser Saison kommt es zum Bruder-Duell der Breunigs! Während Maximilian (25 Jahre) für den 1. FC im Angriff spielt, ist sein Bruder Louis (21) Abwehrspieler bei Eintracht Braunschweig. 

Der einzige Spieler, der bei beiden Vereinen erfolgreich gespielt hat, war Markus Wuckel! In Magdeburg spielte er von 1985 bis 1991 beim FCM und erzielte 47 Tore in 116 Spielen. Anschließend wechselte er zu unserer Arminia und legte zwischen 1993 und 1995 eine ähnlich beeindruckende Bilanz hin: In 50 Spielen traf er 25 Mal.

Stefan Krämer war ebenfalls bei beiden Teams tätig. Als Trainer hatte er in Bielefeld jedoch deutlich mehr Erfolg.  Zwischen 2011 und 2014 gelang ihm der Zweitliga-Aufstieg mit dem DSC. In Magdeburg verbrachte Krämer 2019 nur ein halbes Jahr auf der Trainerbank.

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