Profis Der DSC

Ungewohnter Positionswechsel

13 Karten, zwei Tore und ein aufstrebender DSC – vor knapp zwei Jahren treffen wir zum Jahresauftakt 2020 in der SchücoArena auf den VfL Bochum. Wir gewinnen die Zweitliga-Partie vor knapp 20.000 Zuschauern verdient mit 2:0. Mit dem Schlusspfiff schießen wir ein recht spezielles Tor, an welches wir uns wohl auch noch in einigen Jahren erinnern. Warum? Das erfahrt ihr im Traditionsschnack.

Es läuft die 84. Minute im Westfalenduell zwischen Arminia und dem VfL. Zu diesem Zeitpunkt führen wir durch einen Treffer von Andreas Voglsammer aus der 27. Minute mit 1:0. Das Spiel haben wir fast zu jeder Zeitpunkt unter Kontrolle, was die Statistik von beispielsweise 18 zu sechs Torschüssen, sechs zu drei Ecken und 54 % Ballbesitz pro DSC am Ende der Partie eindrucksvoll belegen.

Etwas weniger unter Kontrolle hat sich in der 84. Minute der starke Bochumer Schlussmann Manuel Riemann, der sich wegen eines zurückgepfiffenen Abstoß‘ beim nicht immer souverän wirkenden Schiedsrichter Robert Kempter beschwert. Dafür sieht er eine von insgesamt elf gelben Karten in einem intensiven, aber zu keinem Zeitpunkt unfairen Duell.

Der Bochumer Torwart ist mit der Entscheidung des Schiedsrichters anschließend aber weniger einverstanden und klatscht höhnisch Beifall, weswegen Kempter die zweite gelbe Karte zieht und Riemann des Feldes verweist. Da der VfL zu diesem Zeitpunkt schon dreimal gewechselt hat, muss ein Feldspieler für die letzten Minute ins Tor. Die Wahl fällt auf Mittelfeldspieler Vitali Janelt, der sich in der 85. Minute Torwarthandschuhe und -trikot überstreift.

Bis zur 93. Minute bekommt Janelt wenig zu tun, dann allerdings rappelt’s direkt. Fabian Kunze schickt seinen Namensvetter und Mitspieler Klos über die linke Seite, der anschließend (zu) viel Platz hat. Klos zieht nach innen und trifft aus 15 Metern ins linke Eck. Janelt ist zwar noch dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern. Kurz darauf pfeift Kempter das Spiel ab.

Vitali Janelt spielt mittlerweile beim FC Brentford in der englischen Premier League. Manuel Riemann, der bisher eine bockstarke Saison spielt, ist immer noch Bochums Nummer Eins. Und wird am Dienstag gegen Arminia bestimmt alles daransetzen, den Abpfiff auf dem Feld zu erleben.


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