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Über dem Strich!

In einem starken Heimspiel verpasst es der DSC, drei mögliche Punkte einzufahren, hat durch das 1:1 (1:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Spieltag vor Schluss aber alles in der eigenen Hand. Schließlich steht die Kramer-Elf nun auf Platz 15.

Mit einem 1:1-Punktgewinn gegen die TSG 1899 Hoffenheim erspielt sich der DSC in der SchücoArena eine gute Ausgangslage für das anstehende Saisonfinale am kommenden Wochenende beim VfB Stuttgart (22. Mai, HALBVIER). In einer intensiven Partie geraten die Blauen in der Anfangsphase durch Andrej Kramaric (5.) zunächst in Rückstand, gleichen durch Andreas Voglsammer mit einem herrlichen Freistoß (23.) allerdings noch vor der Pause aus. Im zweiten Abschnitt erspielt sich der DSC zahlreiche gute Möglichkeiten, schafft es aber nicht, den erlösenden zweiten Treffer zu erzielen. Durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen klettern unsere Jungs durch das Unentschieden einen Spieltach vor Schluss über den Strich. Wer hätte das vor der Saison gedacht?

Auch ein heftiger Platzregen hielt vor dem Spiel viele DSC-Fans nicht davon ab, ihre Mannschaft vor den Toren der SchücoArena lautstark zu empfangen. Mit Sicherheitsabstand und ordentlich Furore gaben die Arminen alles, das Team bei ihrer Mission zu unterstützen. Auf dem Platz baute Trainer Frank Kramer auf die exakt selbe Aufstellung wie beim 0:0-Punktgewinn am vergangenen Sonntag gegen Hertha BSC.

Die Blauen zeigten sich in den ersten Minuten gleich präsent, machten die Räume eng und suchten den direkten Weg zum TSG-Tor – infolgedessen konnte sich der DSC zu Beginn gleich mehrere Ecken erspielen (am Ende waren es 10:4 für den DSC), aus einer dieser resultierte der frühe Rückstand.

Die Hoffenheimer schnappten sich den Ball nach einem Eckball und schalteten blitzschnell um – Sargis Adamyan und Andrej Kramaric nutzten per Doppelpass eine Überzahlsituation, so dass der kroatische Vize-Weltmeister und TSG-Kapitän aus elf Metern sein 19. Saisontor erzielte.

Die Kramer-Elf ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern und übte weiter Druck nach vorne aus und kam in der 16. Minute durch Arne Maier zu ihrer ersten guten Torchance. Maier verfehlte nach Zuspiel von Masaya Okugawa über die rechte Seite das gegnerische Tor nur um wenige Zentimeter.

Wenige Zeigerdrehungen später gelang der Arminia der hochverdiente Ausgleichstreffer. Andreas Voglsammer schoss einen Freistoß nach Foul am agilen Masaya Okugawa mit dem rechten Fuß unhaltbar an TSG-Schlussmann Philipp Pentke vorbei in die Maschen. Ein wunderschöner Treffer!!

Die DSC-Elf wollte mehr und machte das auf dem Platz mehr als deutlich. Die Mannschaft ackerte mit viel Einsatz, um noch vor der Halbzeit in Führung zu gehen. Nach 34 Minuten gelang Manuel Prietl beinahe das 2:1. Nach einer Flanke von Joakim Nilsson, kam das Mittelfeld-Ass per Kopf an den Ball – die Kugel rauschte einen Hauch am langen Pfosten vorbei.  Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel hatte dann Voglsammer die ganz große Chance zum 2:1. Ein Klärungsversuch des Hoffenheimers Kevin Akpoguma misslang und landete bei Voglsammer, der plötzlich völlig frei vor dem Tor der Gäste stand. Seinen Abschluss konnte Pentke mit einem starken Reflex allerdings zur Ecke klären (48.). Unsere Jungs ließen nicht nach, blieben bissig und kamen nur kurze Zeit später durch Nilsson (52.) und Okugawa (54.) zu ihren nächsten guten Möglichkeiten.

Die Kramer-Elf drängte die Kraichgauer zunehmend in den eigenen Strafraum, wo das Team die Chancen-Schlagzahl weiter erhöhen konnte. In der 57. Minute steckte Okugawa den Ball geschickt durch zu Fabian Klos, der frei vor dem Gäste-Tor stand, den Führungstreffer aber knapp verfehlte – auch, weil Ryan Sessegnon unseren Kapitän mit einer starken Klärungsaktion gerade noch rechtzeitig unter Druck setzen konnte.

Der DSC war das spielbestimmende Team und gewann durch viel läuferisches Engagement – am Ende standen 119 abgespulte Kilometer zu Buche – immer wieder wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld gegen die Hoffenheimer, die sich nur selten mit Kontern von der Arminia-Offensive befreien konnte.

Eine Viertelstunde vor Schluss kamen die Kraichgauer dann doch noch einmal gefährlich vor das Tor von Stefan Ortega Moreno. Eine Flanke von Pavel Kaderabek über die rechte Seite landete bei Kramaric, der aus wenigen Metern mit Wucht auf das Tor köpfte. Der DSC-Schlussmann reagierte allerdings überragend, lenkte den Ball mit einem schnellen Reflex über die Latte und hielt seine Mannschaft im Spiel – eine Parade der Kategorie "Weltklasse".

Unsere Jungs warfen in der gesamten Schlussphase alles nach vorne, ohne dabei defensiv den Kopf zu verlieren, konnten sich aber leider nicht mehr belohnen. Die letzte Aktion gehörte ebenfalls dem DSC: In der 91. Minute kam der eingewechselte Cebio Soukou noch einmal frei zum Abschluss, sein Schuss aus spitzem Winkel verfehlte das Tor und knallte wuchtig an die Außenbande. Kurz darauf pfiff Daniel Schlager eine hochintensive Partie ab.

Mit dem gewonnenen Punkt klettert Arminia vom Relegationsplatz auf den 15. Tabellenrang. Im kommenden Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart kann die Mannschaft sich dann mit einem Sieg aus eigener Kraft in der Bundesliga halten. Wer hätte das vor der Saison gedacht?

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Lucoqui - Prietl, Maier (89. Kunze) - Okugawa (79. Hartel), Voglsammer (79. Soukou), Doan (89. Schipplock) - Klos (C).

TSG 1899 Hoffenheim:
Pentke - Kaderabek, Posch, Akpoguma (66. Vogt), Sessegnon (62. John) - Samssekou, Grillitsch - Skov (62. Gacinovic), Kramaric (C), Adamyan (83. Rutter) - Bebou.

Tore:
0:1 (5.), Kramaric; 1:1 (23.), Voglsammer.

Gelbe Karten:
Lucoqui/Adamyan, Gacinovic

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