Trifft Russo, punktet Arminia gegen Hertha!

So sieht es aktuell aus: Stefano, mach es noch einmal! Denn Russo war beim letzten Spiel im Berliner Olympiastadion der entscheidende Spieler für unsere Arminia. Bis weit in die Nachspielzeit sah es so aus, als ob das Spiel mit einer Nullnummer für uns enden würde. Null Tore, Null Punkte, weil Paul Seguin für die Hauptstädter nach 67 Minuten getroffen hatte. Doch dann kam Russo, sah, schoss und traf – aus 20 Metern mit voller Wucht in den rechten Winkel des Hertha-Tores. Im Rückspiel gegen die Hertha sicherten wir uns durch ein phantastisches 6:1 den Klassenerhalt, sechs Tore in einer Halbzeit! Unter den Torschützen damals? Stefano Russo, mit seinem zweiten Saisontor. Seitdem hat sich bei der Hertha allerdings einiges getan. Aktuell sind die Berliner souveräner Spitzenreiter der 2. Bundesliga, haben zuhause alle drei Spiele gewonnen. Aber in jeder Partie jeweils ein Tor kassiert! Ein guter Moment, für Stefanos erstes Tor in dieser Saison.
Fraglich bei den Berlinern sind Niklas Kolbe, Boris Mamuzah Lum, Gustav Nilsson und Marton Dardai, die unter der Woche nur eingeschränkt trainieren konnten.
Kommen und Gehen: Nach der vergangenen Saison haben die Berliner gleich zehn Spieler gehen lassen. Darunter unter anderen auch Leon Jensen, der nun in unserem Mittelfeld für Schwarz-Weiß-Blau spielt. Bei den Berlinern sitzt ein ehemaliger Bielefelder Abwehrchef mit auf der Trainerbank: Andre Mijatovic ist seit Februar 2025 Co-Trainer bei der Hertha.
Face to Face: Der direkte Vergleich ist denkbar knapp: In den bisherigen 38 Spielen entschieden die Berliner elf Spiele für sich. Neben 17 Unentschieden gab es außerdem zehn Bielefelder Siege. Um allerdings einen Bielefelder Sieg im Olympiastadion zu finden, müssen wir bis ins Jahr 1978 zurückblättern. Zwar gab es davor auch acht Unentschieden, der letzte Erfolg liegt mittlerweile 48 Jahre zurück. Beim 2:1 am 21. Oktober 1978 trafen Helmut Schröder und Norbert Eilenfeldt für unsere Arminia, die dadurch allerdings auch nicht den späteren Bundesliga-Abstieg verhindern konnte.
Zahlen, bitte: Mit vier Treffern und fünf Torvorbereitungen ist Josip Brekalo der Top-Scorer des Tabellenführers. Der 28-Jährige kam im Februar nach Berlin und war davor vereinslos.
Wahrscheinlich wäre die Hertha in der zweiten Liga ohne ihr einziges Manko noch überlegender. Denn die Berliner haben zwar bislang schon 19 mal getroffen, aber auch schon 24 Großchancen vergeben. Damit sind sie ebenfalls top in der Liga.
Ins Wohnzimmer des Tabellenführers passen laut der Hertha-Website genau 73 856 Zuschauer. In den ersten drei Spielen kamen im Schnitt exakt 53 349 Besucher ins Stadion – auch in diesem Punkt sind die Berliner Erster in der Liga.
Fun-Fact am Rande: Durch das 0:0 am vergangenen Spieltag gegen Holstein Kiel verpassten die Berliner nach zuvor sieben Siegen die Einstellung eines Uralt-Rekordes. Denn Hannover 96 schaffte in der Saison 1986/87 eine Startserie von acht Erfolgen am Stück.
Hertha BSC heißt Hertha, weil der Vereinsgründer 1892 auf einem Schiff namens Hertha gefahren ist. Und weil der Schornstein blau und weiß war, waren damit auch die Vereinsfarben klar.

