Torfestival in Braunschweig?

Das Hinrunden-Duell der Arminia und der Eintracht aus Braunschweig weckt gute Erinnerungen: Am siebten Spieltag spielten in der SchücoArena die Vereine auf den letzten beiden Tabellenplätzen gegeneinander, beide konnten bis dahin lediglich einen Punkt sammeln. Im zweiten Spiel unter Trainer Daniel Scherning, gelang es den Blauen jedoch, ihren ersten Sieg der Saison zu feiern. Das 4:1 ist gleichzeitig der bisher höchste Saisonsieg des DSC. Vor der Halbzeit brachten Bryan Lasme, Oliver Hüsing und Robin Hack ihre Mannschaft innerhalb von neun Minuten mit 3:0 in Führung. Masaya Okugawa traf zum 4:1 Endstand.
Insgesamt trafen die Arminia und Eintracht Braunschweig bereits elfmal in der 2. Bundesliga aufeinander: Viermal gewannen die Löwen, zweimal endete die Partie unentschieden und fünfmal konnten die Bielefelder den Rasen als Gewinner verlassen. Mut macht aus Bielefelder Sicht die Tordifferenz: 17 Braunschweiger Toren stehen 29 Tore der Arminen gegenüber. Durchschnittlich fallen in den Zweitligaduellen beider Mannschaften 4,18 Tore – es ist somit ein torreiches Spiel zu erwarten.
Die aktuellen Tabellenplätze 15 und 16 sowie die gesammelten Punkte von Eintracht Braunschweig (21) und dem DSC (20), stehen sinnbildlich für den ähnlichen Verlauf der Saisons beider Mannschaften. So sind sie nicht nur die einzigen beiden Teams, die sich an jedem Spieltag in der unteren Tabellenhälfte wiederfanden, beide starteten auch mit vier Niederlagen in die Saison. Auch in der Rückrunde haben beide die gleiche Bilanz aufzuweisen: Bisher gab es einen Sieg und vier Niederlagen, die letzten drei Spiele wurden verloren.
Im Kampf um die drei Punkte wird es für beide Mannschaften unter anderem auf eine Verbesserung ihrer Offensivleistung ankommen. Mit 26 Toren liegt Eintracht Braunschweig, genauso wie die Arminia mit 28 Torerfolgen, unter dem Ligadurchschnitt (31). Die Löwen haben darüber hinaus die wenigsten Großchancen (15) aller Zweitligisten herausgespielt. Gefährlich werden sie aber aus der zweiten Reihe: Bereits sechsmal trafen die Spieler von Trainer Michael Schiele von außerhalb des Strafraums – das ist Ligaspitze. Auf der anderen Seite lassen nur zwei andere Teams der Liga mehr Großchancen zu als die Braunschweiger (37). Mit 36 Gegentoren ist die Defensive schwächer als der Ligadurchschnitt (31). Gleiches gilt jedoch auch für den DSC: Die Blauen liegen mit 35 Gegentoren ebenfalls unter dem Durchschnitt.
Etwas, was beide Vereine in dieser Saison zudem verbindet, ist das Pech beim Abschluss. Mit jeweils zehn Aluminiumtreffern liegen sie gemeinsam auf Platz zwei der Liga. Braunschweigs Immanuël Pherai schoss bereits viermal an die Latte oder den Pfosten und bildet damit die Ligaspitze, Bielefelds Bryan Lasme liegt nur knapp dahinter – dreimal verhinderte das Aluminium bereits seinen Torerfolg. Ein wichtiges Indiz für den Ausgang des Spiels könnte das erste Tor der Partie werden. Immer wenn Bielefeld in dieser Saison auswärts in Führung ging, haben sie auch das gesamte Spiel für sich entscheiden können. Auf der anderen Seite hat auch Braunschweig zwei der drei Heimspiele, in denen sie in Führung gehen konnten, gewinnen können, einmal mussten sie sich mit einem Unentschieden zufriedengeben.
Chancen könnten sich den Bielefeldern unter anderem durch Flanken bieten, denn keine Mannschaft der 2. Bundesliga hat mehr Tore nach Flanken aus dem Spiel hinnehmen müssen als Braunschweig (12). Mit bereits acht Gegentoren sind die Löwen zudem auch besonders anfällig bei Kopfbällen. Ein weiteres Mittel für den DSC könnten Konter werden. Nur der Torwart von St. Pauli musste nach einem Konter häufiger hinter sich greifen als der Braunschweiger Keeper (7). Konterchancen für die Arminia könnten sich vor allem auch deswegen ergeben, da die Eintracht mit nur 72,5% die niedrigste Passquote der Liga aufweist. Diese Möglichkeiten gilt es für die konterstarken Blauen, die bereits sechsmal nach gegnerischen Ballverlust treffen konnten, zu nutzen. Im Gegenteil zu den Braunschweigern, verteidigt die Mannschaft von Trainer Scherning Konter sehr konsequent, erst dreimal führte eine Kontersituation zu einem Gegentor. Dies könnte ebenfalls wichtig werden, da die Löwen aufgrund ihrer geringen Spielanteile (40%), auf ihre Konterstärke setzen. Keine Mannschaft hat mehr Tore nach Kontern erzielt als Eintracht Braunschweig (7). Aus den sechs Spielen, in denen die sieben Kontertore gefallen sind, haben die Braunschweiger 13 Punkte holen können.
Gemeinsam mit unserem Exklusivpartner XTiP präsentieren wir euch die Quote des Tages. Im Schnitt fallen 4,18 Tore pro Zweitligabegegnung der beiden Vereine. Fallen auch am Sonntag mindestens vier Tore und Arminia gewinnt? Für diesen Tipp gibt es bei unserem Partner eine 8,50er Quote.


