Todestag von Julius Hesse jährt sich zum 80. Mal

Seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich das Leben der Familie Hesse dramatisch. Im Zuge der Pogromnacht 1938 verhaftete die Gestapo Bielefeld Julius Hesse und verschleppte ihn in das Konzentrationslager Buchenwald. Nach seiner Entlassung lebten Julius und seine Ehefrau Jenni Hesse weiter im ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses in der Rathausstraße 1. Ab 1942 musste das Ehepaar zunächst im jüdischen „Zwangsarbeiterlager“ und später im so genannten „Judenhaus“ leben. Am 12. Mai 1943 erfolgte von Bielefeld aus die Deportation von Julius und Jenni Hesse in das Konzentrationslager Theresienstadt. Dort wurde Julius Hesse am 6. März 1944 – heute vor 80 Jahren - ermordet. Jenni Hesse verlor ihre Leben im Vernichtungslager Auschwitz.
Wir gedenken und erinnern Julius Hesse sowie den weiteren jüdischen Mitgliedern des Vereins, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Der DSC Arminia Bielefeld hat sich dazu entschlossen, mithilfe der Julius Hesse AG die Historie des Vereins in der Zeit des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Ein Format ist der Rundgang „Spurensuche – Arminia und der Nationalsozialismus“, der Teilnehmende zu Orten führt, die unmittelbar die Geschichte des Clubs während der NS-Zeit sowie seiner jüdischen Mitglieder tangieren. Auch verstehen wir die Geschichte als Auftrag, um uns jetzt und in Zukunft gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einzusetzen. Für Toleranz und Vielfalt!

