Titel im Westfalenpokal

Im Finale des Krombacher Westfalenpokals stellt Cheftrainer Mitch Kniat seine Startelf gegen den SC Verl nicht um. Es beginnt die gleiche Startformation, die auch beim 2:0-Auswärtserfolg in München auf dem Platz stand.
Am Finaltag der Amateure zeigten beide Teams von Beginn an, dass sich die Zuschauer eher auf ein Spiel zweier Profiteams freuen können. Mit der ersten Chance im Spiel machen sich allerdings die Gäste bemerkbar. Maximilian Wolfram versucht es aus spitzem Winkel, trifft aber nur das Außennetz (3). Im direkten Gegenzug fällt auf der anderen Seite das Tor: Leon Schneider bereitet die Aktion mit einem langen Ball auf Thaddäus Momuluh vor, der wiederum stark reagiert und Leandro Putaro auf die Reise schickt. Am zweiten Pfosten staubt Louis Oppie seinen Querpass ab und netzt zum 1:0 (4.). Trotz der frühen Führung im Rücken entwickelte sich eine muntere Partie, in der sich unsere Mannschaft ein wenig mehr Vorteile erspielt – und belohnt: Wieder ist Leon Schneider mitten drin und wirft an der linken Seitenlinie ein, Fabian Klos lässt den Ball am Fünfmeterraum durch und Oppie steht erneut goldrichtig und nickt ein (2:0; 17.).
Der DSC besetzte früh die Räume hinter den gegnerischen Außenverteidigern, so dass Verl auch immer wieder Probleme hat, die Angriffe zu verteidigen. Dennoch muss sich Jonas Kersken in der 30. Minute gegen Lars Lokotsch beweisen, der per Drehschuss zum Abschluss kommt. Machtlos ist er dann beim Schuss von Tobias Knost. Freistehend kann der Verler schießen, trifft dabei noch die Brust von Max Großer und verkürzt noch vor der Pause auf 2:1 (36.).
Zur Halbzeit bringt Mitch Kniat Kaito Mizuta für Leandro Putaro. Und nach wenigen Minuten ist der Japaner fast am 3:1 beteiligt. Seine Flanke von der rechten Seite landet perfekt auf dem Kopf von Mael Corboz. Letztlich verhindert die Latte den Einschlag, Momuluhs Nachsetzen wird auf der Linie von Torge Paetow geklärt (49.). Der Verler Kapitän steht kurz darauf wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Im Eins-gegen-Eins bringt er Momuluh kurz vor dem Strafraum zu Fall und verhindert eine klare Torchance. Folgerichtig stellt ihn Schiedsrichter Timo Gansloweit vom Platz (63.). Zwar verteidigen die Gäste in Unterzahl gut, schaffen es aber dadurch nicht mehr, für Gefahr vor dem Tor von Jonas Kersken zu sorgen – im Gegenteil. In einem Zweikampf im Mittelfeld verliert Niclas Nadj die Nerven und springt Marius Wörl von hinten in die Beine. Erneut bleibt Schiedsrichter Gansloweit keine Wahl – Rot (76.).
Mit nun deutlich mehr Platz auf dem Grün spielt unsere Mannschaft die nummerische Überlegenheit aus und macht zehn Minuten vor Abpfiff alles klar. Wieder ist Oppie beteiligt, indem er über die linke Seite auf Wörl spielt. Per Körpertäuschung lässt unsere Nummer 38 seinen Verteidiger stehen, um dann mit einem Lupfer das 3:1 zu erzielen (81.). Nur wenig später verhindert der Innenpfosten den ersten Saisontreffer von Christopher Lannert, ehe unser Cheftrainer kurz vor der 90. Minute unseren Kapitän auswechselt. Es ist die letzte Auswechslung in seiner aktiven Karriere. Und erneut verlässt unser Ehrenspielführer, Rekordspieler und -torschütze unter stehenden Ovationen und vor rund 24.000 Zuschauern zum letzten Mal in einem Pflichtspiel den Platz – DANKE für alles Fabi! Für ihn betritt Henrik Koch den Platz, ihm folgen Max Lippert und Can Özkan für Christopher Lannert und Louis Oppie. Am Spielgeschehen ändert sich allerdings nichts mehr, so dass Schiedsrichter Gansloweit die Partie nach sechs zusätzlichen Minuten beendet.
Mit dem Sieg im Westfalenpokal sichern wir uns die Eintrittskarte für den DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit und schließen eine lange und kräftezehrende Saison mit einem optimalen Ergebnis ab!
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie (90. Lippert), Großer, Schneider, Lannert (90. + 2 Özkan) – Corboz, Schreck, Wörl – Momuluh (83. Binakadi) Klos (90. Koch), Putaro (46. Mizuta)
SC Verl: Unbehaun – Mikic, Paetow, Knost (53. Stöcker) – Fein (46. Taz), Ochojski (Mittelstädt), Baack, Nadj – Lokotsch, Wolfram (83. Mehlem), Otto (78, Guzy)
Tore: 1:0 Oppie (4.); 2:0 Oppie (17.); 2:1 Knost (30.); 3:1 Wörl (81.)
Gelbe Karten: Momuluh /Otto, Wolfram
Rote Karte: Paetow, Nadj
Zuschauer: 24.062

