Tach und herzlich willkommen!

So sieht es aktuell aus: Niederlage gegen Magdeburg, Unentschieden in Fürth und zuletzt ein 1:0 gegen den Karlsruher SC: Das ist die Startbilanz der Braunschweiger nach der Winterpause. Fast schon bemerkenswert: In diesen Spielen gab es keine rote Karte für die Eintracht! Bemerkenswert deshalb, weil sie sich allein an den ersten 15 Spieltagen insgesamt sieben Roten Karten abholten. Gelbgesperrt fehlen den Gästen am Sonntag Fabio Di Michele Sanchez und Max Marie. Vier weiteren Spielern droht bei der nächsten Verwarnung ebenfalls eine Sperre. Bei unserer Arminia haben nur Taddel Momuluh und Benjamin Boakye vier gelbe Karten. Verletzt fehlen neben Ersatztorwart Marko Rajkovacic noch der ehemalige Bielefelder Frederik Jäkel (Kreuzbandriss), Lino Tempelmann und Sidney Raebiger.
Face to face: Die Heimbilanz gegen die Eintracht ist recht positiv: Acht Siege und nur drei Niederlagen. Die letzte liegt schon über zehn Jahre zurück. 0:2 endete damals das Spiel am vierten Spieltag der Saison 2015/16. Und wer erinnert sich nicht mehr an den grandiosen 6:0-Sieg im Mai 2017, mit dem unsere Arminia den Klassenerhalt in der zweiten Liga auf den Weg brachte. Viele Fans behaupten ja heute noch, dass ohne die denkwürdige Kabinenansprache des damaligen Co-Trainers Carsten Rump, der aktuell Co-Trainer in Kaiserslautern ist, dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Vielleicht wäre es Zeit für eine Neuauflage dieser Motivationsrede. Freiwillige vor! Kurios war auch das 7:1 im September 1985. Kurios deshalb, weil unser Torwart Wolfgang Kneib nach elf Minuten zum zwischenzeitlichen 1:0 traf. Allerdings waren die Tore des „Langen“ keine Seltenheit. Kneib, der mit 408 Spielen lange Zeit unser Rekordspieler war, ehe ihn Fabian Klos ablöste, schnappte sich häufiger das Leder und erzielte insgesamt drei Elfmeter-Tore. Und hielt aber auch insgesamt 15 Elfer! Die Gesamtbilanz gegen die Eintracht kann gleich am Sonntag bitte nachgebessert werden. Denn bislang gabs in den 28 direkten Duellen erst neun Siege, aber schon zwölf Niederlagen. Unter anderem ein 1:7 im Jahr 1972.
Kommen und Gehen: Weil die Eintracht mit aktuell 21 Treffern nach Düsseldorf die zweitwenigsten Tore der aktuellen Zweitliga-Saison erzielt hat, wurde im Angriff der Braunschweiger mit gleich fünf neuen Stürmern ordentlich nachgebessert. Von Borussia Mönchengladbach wurde Grant-Leon Ranos ausgeliehen, zudem kamen Jovan Mijatovic von New York City FC, Ken Izekor von Bayer Leverkusen, Andi Hoti aus Magdeburg und Faride Alidou vom 1. FC Kaiserslautern. Im Mittelfeld kam der bisher vereinslose Anas Bakhat hinzu.
Zahlen, bitte:
Ein paar Erfolge gefällig? 1908 und 1913 wurde Eintracht Norddeutscher Meister, war in der Startsaison der Bundesliga 1963 dabei, sehr zum Ärger der Nachbarn aus Hannover, was aber wiederum eine ganz andere Geschichte ist. 1967 war Braunschweig sogar Deutscher Meister, mit insgesamt nur 27 Gegentreffern und Klaus Toppmöller im Sturm.
Fun-Facts am Rande:
Die Eintracht hat schon früh entdeckt, womit sich gut Geld machen lässt: Am 24. März 1973 war sie das erste Bundesliga-Team mit einer Trikotwerbung - für Jägermeister. Um das damals geltende DFB-Werbeverbot zu umgehen, wurde das Firmenlogo kurzerhand zum Vereinswappen umgewandelt.
1874 fand in Braunschweig das erste Fußballspiel auf deutschem Boden statt. Die Stadt ist damit gewissermaßen die Wiege des deutschen Fußballs.
In der Zeit zwischen 1963 und 1976 spielte die Eintracht unglaubliche 322 Bundesliga-Spiele ohne einen Platzverweis – ein Rekord, den der Verein bis heute hält.

