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Tach, Pauli!

Am Freitagabend ist der FC St. Pauli zu Gast in der SchücoArena. Zum Flutlichtspiel empfängt der DSC die Hamburger um 18:30 Uhr. Vor der Partie werfen wir einen Blick auf den Kiez-Club.

So sieht es aktuell aus: Der FC St. Pauli ist mit zwei Unentschieden und einer 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Aktuell stehen die Hamburger damit auf Platz 16.

Ein Spieler, der bereits wieder eine wichtige Rolle beim Kiez-Club einnimmt, ist ein ehemaliger Bielefelder: Louis Oppie spielt seit 2025 für St. Pauli und gehört auch in dieser Saison zum Stammpersonal. Mit 35,88 km/h ist er der zweitschnellste Spieler seines Teams und belegt ligaweit Platz vier. Auch bei der Laufleistung liegt Oppie vorne: In den ersten drei Spielen absolvierte er 34,25 Kilometer und damit mehr als jeder andere St. Pauli-Profi. Die bislang vier Saisontore des FC St. Pauli verteilen sich auf Abdoulie Ceesay, Taichi Hara, Martijn Kaars und Marcus Mathisen, die jeweils einmal erfolgreich waren.

Face to face: Auch unser Trainer Oliver Kirch kennt Duelle mit dem FC St. Pauli noch aus seiner aktiven Zeit. In der Zweitliga-Saison 2009/10 traf er mit dem DSC gleich zweimal auf die Hamburger und gewann beide Partien. Sowohl am 26. September 2009 in Bielefeld als auch am 28. Februar 2010 am Millerntor setzte sich Arminia mit 1:0 durch. Beide Male erzielte Giovanni Federico den entscheidenden Treffer. Auch die Heimbilanz in der 2. Bundesliga kann sich sehen lassen: Sieben Arminia-Siegen stehen zwei Erfolge des FC St. Pauli und neun Unentschieden gegenüber. Zwischen 1999 und 2017 endeten allein fünf von sechs Zweitliga-Duellen in Bielefeld mit einer Punkteteilung.

Kommen und Gehen: Fünf neue Spieler hat der FC St. Pauli im Sommer verpflichtet. Neben Youssoupha Niang vom 1. FC Köln kamen weitere Neuzugänge aus Schottland, Polen, Schweden und Australien. Mit Branimir Hrgota von der SpVgg Greuther Fürth verstärkte sich der Kiez-Club zudem mit einem erfahrenen Offensivspieler. Auf der anderen Seite haben fünf Spieler den Verein verlassen. Hauke Wahl wechselte für zwei Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Auch auf der Trainerbank gibt es eine Verbindung nach Bielefeld: Co-Trainer Peter Nemec arbeitete beim DSC einst gemeinsam mit Uwe Neuhaus.

Zahlen, bitte: Flanken-Duell: Auch wenn die Saison noch jung ist: Am Freitag spielen die beiden Teams gegeneinander, die bislang die meisten Flanken geschlagen haben: Pauli liegt aktuell bei 45 Hereingaben, unsere Arminia kommt auf 39. 

55.340 Mitglieder hat der FC St. Pauli aktuell. Das ist eine beeindruckende Zahl, die weit über Hamburg hinaus reicht. 

Weltoffen: St. Pauli hat rund 700 Fan-Clubs weltweit. Neben den „East River Pirates“ aus den USA gibt es auch den Fanclub „Raj Pauli“ aus Indien sowie weitere in Großbritannien, Spanien, Italien, Kanada, Argentinien, Brasilien und zahlreiche natürlich rund um Hamburg.

Fun-Facts am Rande: Der FC St. Pauli hat bereits früh klare Werte in seiner Vereinssatzung verankert. Unter anderem positioniert sich der Club ausdrücklich gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit.

Das Millerntor-Stadion trägt bis heute keinen Namenssponsor. Im deutschen Profifußball ist das mittlerweile eine Seltenheit. 2025 hatte der Verein eine Anzeige auf Kleinanzeigen geschaltet. Der Grund: St. Pauli verkaufte Genossenschaftsanteile am Millerntor. Durch die Aktion konnte der Club über 22 Millionen Euro einnehmen.

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