Willkommen auf der Alm, Bochum

So sieht es aktuell aus: Der VfL Bochum hat mit dem 2:1-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit 39 Punkten belegen die Bochumer aktuell Rang zehn und liegen drei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Vor allem auswärts tat sich der VfL bislang allerdings schwer: In 15 Spielen holten die Bochumer lediglich elf Punkte. Doch besonders offensiv verfügt Bochum über Qualität. Allen voran Philip Hofmann, der zuletzt gegen Fürth doppelt traf und bereits im Hinspiel den entscheidenden Treffer gegen uns erzielte.
Kommen und Gehen: Zwischen Arminia und dem VfL Bochum gibt es einige bekannte Verbindungen. Spieler wie Christoph Dabrowski, Robert Tesche, Sebastian Hille, Giovanni Federico, Stefan Pater, Andreas Ridder trugen im Laufe ihrer Karriere die Trikots beider Vereine. Auch Mamadou „Momo“ Diabang lief bereits für beide Vereine auf. Nach erfolgreichen Jahren bei Arminia spielte der Angreifer von 2003 bis 2005 für den VfL Bochum.
Auch Ernst Middendorp hatte ein Bielefelder-Bochumer-Doppelleben: Neben seinen Einsätzen an der schwarz-weiß-blauen Seitenlinie stand er 1999 für drei Monate auch beim VfL in der Trainer-Verantwortung.
Face to Face: Die jüngsten Heimduelle mit Bochum machen Mut: Die letzten sechs Spiele in der SchücoArena konnte Arminia allesamt gewinnen. Insgesamt standen sich beide Teams in Bielefeld bislang 31-mal gegenüber, mit 14 Siegen für den DSC und zehn Erfolgen für den VfL. Die letzte Heimniederlage gegen Bochum liegt inzwischen über zehn Jahre zurück. Im November 2013 unterlag Arminia mit 0:2
Zahlen, bitte: In einer Statistik führt der VfL die Liga an: Mit aktuell 91 Gelben Karten sind die Bochumer das Team mit den meisten Verwarnungen der Spielklasse. Die Karten verteilen sich dabei auf insgesamt 25 Spieler. Selbst die Torhüter Niclas Thiede und Timo Horn blieben nicht verschont.
Mit Farid Alfa-Ruprecht steht zudem der schnellsten Spieler der Liga im Bochumer Kader. Sein Topspeed von 36,42 km/h liegt sogar knapp über dem Wert des ehemaligen Bielefelders Bryan Lasme von Schalke 04.
Fun-Fact am Rande: Bochums ehemaliger Torwart Rein van Duijnhoven hält einen unglaublichen Bundesliga-Rekord: Er blieb in der Saison 2003/04 in Heimspielen sagenhafte 911 Minuten ohne Gegentreffer. Zwischen dem 8. und dem 24. Spieltag kassierte der VfL in keinem Heimspiel ein Gegentor! Darunter war auch ein 1:0 gegen Bayern München. Am 26. Spieltag gab es dann beim 1:2 gegen Schalke 04 nach 77 Minuten wieder den ersten Ball, den van Duijnhoven aus dem Netz holen musste.
Trainer Uwe Rösler steht unabhängig vom Wetter stets in kurzen Hosen an der Seitenlinie. Für ihn ist das ein Zeichen von „Energie und Leidenschaft“, wie er selbst einmal erklärte.
Lange galt der VfL als echter „Fahrstuhlklub“ des deutschen Fußballs: Zwischen 1993 und 2010 stiegen die Bochumer fünfmal aus der Bundesliga ab, schafften aber jedes Mal den direkten Wiederaufstieg.
Kurios: In der Saison 1994/95 stieg Bochum sogar trotz eines Torverhältnisses von +3 ab, was bis heute eine echte Seltenheit ist.

