Remis im Härtetest gegen Duisburg

Der DSC kam ordentlich in die Partie, die erste gute Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen. Maximilian Bauer konnte aber klären. Auf der anderen Seite leitete Stefano Russo mit einem langen Ball auf Taddel Momuluh einen vielversprechenden Angriff ein (21.), der Abschluss des Flügelspielers stellte Duisburgs Torhüter Max Braune jedoch vor keine Probleme. Die Mannschaft von Oliver Kirch kombinierte gefällig, verteidigte aufmerksam und hatte viel Ballbesitz, ohne sich zunächst klare Torchancen zu erspielen. Kurz nach der ersten Viertelpause gingen die Gäste in Führung: Christian Viet setzte sich durch und legte vor dem herauseilenden Jonas Kersken quer auf Patrick Sussek, der zum 0:1 einschob (33.). Nur zwei Minuten später verhinderte die DSC-Defensive den möglichen zweiten Gegentreffer. Auf der Gegenseite verfehlte Jonny Grodowski mit einem Distanzschuss knapp das Tor (37.), ehe Joel Felix nach einer verlängerten Ecke von Tim Handwerker per Kopf ebenfalls nicht erfolgreich war (39.).
Im zweiten Viertel erhöhte Arminia den Druck. Zunächst verpasste Momuluh eine Hereingabe von Grodowski nur knapp (48.), ehe der verdiente Ausgleich fiel. Marvin Mehlem eroberte im Mittelfeld stark den Ball, Marius Wörl leitete direkt weiter und nach einem zunächst geblockten Abschluss legte Mehlem erneut quer auf Momuluh, der den Ball flach ins linke untere Eck zum 1:1 einschob (50.).
Zum dritten Viertel wechselte Cheftrainer Oliver Kirch die komplette Mannschaft durch. Die eingewechselten Arminen knüpften nahtlos an und kamen durch Benjamin Boakye (70.) sowie Roberts Uldriķis nach einer Ecke (71.) zu guten Möglichkeiten, doch Duisburgs Schlussmann hielt stark. Auch Maximilian Großer verpasste den Führungstreffer im Nachsetzen nur knapp. Dann kamen die Gäste nochmal zu einer guten Gelegenheit, verfehlten das DSC-Tor jedoch (84.). In den letzten 30 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Die beste Chance auf den Siegtreffer hatte der DSC kurz vor Schluss: Benjamin Boakye setzte sich auf der rechten Seite stark durch, seine Hereingabe verpasste Uldriķis knapp, ehe Isaiah Young den Nachschuss über das Tor setzte (119.).
So blieb es beim 1:1. Defensiv präsentierte sich der DSC über weite Strecken stabil und ließ gegen den Drittligisten nur wenige klare Torchancen zu. Nach den Testspielerfolgen gegen Peckeloh, Gütersloh, den SC Imst und Bologna endet damit auch der fünfte Härtetest der Sommervorbereitung ohne Niederlage.
Cheftrainer Oliver Kirch: „Wir wussten vorher, dass das bislang der schwierigste Test der Vorbereitung werden würde, weil Duisburg sehr intensiv spielt. Wir haben mit zwei unterschiedlichen Mannschaften heute gespielt. Mit beiden Auftritten bin ich in vielen Phasen zufrieden, auch wenn es natürlich noch Dinge gibt, die wir verbessern müssen. Das Gegentor ist ein klassisches Beispiel dafür und bei den defensiven Laufwegen, der Absicherung und dem Kettenverhalten müssen wir konsequenter sein. Das werden wir analysieren und daraus lernen. In den ersten 60 Minuten hatten wir das Spiel gut im Griff und auch viele gute Momente. Insgesamt haben wir defensiv, bis auf zwei Situationen, sehr stabil verteidigt. Die zweiten 60 Minuten waren ausgeglichen, vor allem unsere Boxverteidigung hat mir gefallen. Die Mannschaft hat großen Willen gezeigt. Man sieht bereits, dass die Inhalte aus dem Training greifen, jetzt geht es darum, sie weiter zu verfeinern und noch konsequenter auf den Platz zu bringen.“
Maximilian Bauer: „Das war ein wichtiger Test für uns, weil Duisburg ein Gegner ist, auf den wir auch in der Liga treffen könnten. Sie sind vom Fitnessstand auf einem ähnlichen Niveau wie wir. Die vier Viertel waren alle unterschiedlich. In den ersten 30 Minuten hatte Duisburg etwas mehr Ballbesitz, kam aber bis auf das Gegentor und einen weiteren Abschluss zu wenigen Chancen. In den zweiten 30 Minuten waren wir dann am Drücker und haben verdient den Ausgleich erzielt. Insgesamt war das ein wichtiger Härtetest. Offensiv müssen wir uns noch mehr Torchancen herausspielen. Wir müssen häufiger die Tiefe suchen und unsere Flanken besser ausspielen.“
Stefano Russo: „Das war ein guter Test gegen eine starke Mannschaft. Natürlich wollten wir gewinnen, aber wir können aus diesem Spiel viele Erkenntnisse mitnehmen. Insgesamt war die Leistung ordentlich, auch wenn wir noch einiges zu verbessern haben. Wir haben taktisch diszipliniert gespielt und sind auf einem guten Weg, stehen aber noch am Anfang. Vor allem im Spiel nach vorne, sowohl im Spielaufbau als auch beim Abschluss, müssen wir sauberer werden. Die Vorbereitung ist intensiv und anstrengend, aber wir freuen uns schon darauf, bald wieder vor unseren Fans in der SchücoArena spielen zu können.“
Kersken (Oppermann) – Koudossou (Hagmann), Bauer (Schneider), Felix (Großer), Handwerker (Sarli) – Russo (Kunze) (Young) – Mehlem (Schreck), Wörl (Wegener) – Momuluh (Boakye), Grodowski (Uldrikis), Rochelt (Theiß) (Kania)

















