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“Nein!”, “Doch!”, “Oh!”

Der Dialog mit den Textzeilen “Nein!” – “Doch!” – “Oh!” gehört zu den kultigsten Momenten, den der Komödienfilm in der Geschichte je hervorgebracht hat. Der Dialog wird von den Schauspielern Louis de Funés und Bernard Biller in dem Film “Camouflage – Hasch mich, ich bin der Mörder” gesprochen, welcher 1971 erschien. Mit dieser Passage lässt sich das 2:2-Unentschieden des DSC Arminia Bielefeld gegen den Karlsruher SC in der SchücoArena gut beschreiben.

Das Spiel begann mit langen Ballbesitzphasen auf Seiten des DSC, torgefährlich wurde es jedoch nicht. Erst in der 17. Minute hatte Marcel Hartel die erste Chance der Partie. Sein Schuss ging jedoch einen Meter am Tor vorbei. Drei Minuten später war es erneut Hartel, dessen abgefälschter Schuss sich auf das Tornetz senkte. Eine Minute später kam Andreas Voglsammer zum Abschluss, doch auch er konnte den Ball nicht im Karlsruher Gehäuse unterbringen.

In der 25. Minute erzielte der KSC durch Ex-Armine Marc Lorenz mehr oder weniger aus dem Nichts das 1:0 für die Gäste. Hofmann legte den Ball auf Lorenz ab, der das Kunstleder mit einem sehenswerten Schuss im Winkel unterbrachte. Die Arminen ließen sich von dem Rückstand jedoch nicht lange beeindrucken und spielten weiter mutig nach vorne. Aus dem Ballbesitzspiel des DSC kam Andreas Voglsammer in der 34., 35. und 45. Minute zu guten Möglichkeiten, doch es sollte (noch) nicht sein – immer war ein Karlsruher Bein dazwischen oder der Abschluss zu ungenau, sodass die Karlsruher mit der Führung in die Pause gingen.

Die zweite Hälfte begann wie eigentlich wie der erste Abschnitt ablief – viel Ballbesitz der Bielefelder, aber wenig Torchancen auf beiden Seiten. Die erste gute Chance im zweiten Durchgang hatte Voglsammer in der 74. Minute. Sein wuchtiger Kopfball traf nur das Außennetz. Es sollte ein Art Initiatlzündung sein, denn spätestens da war der spielbestimmende DSC wieder voll in der Partie. Zwei Minuten nach dem Kopfball Voglsammers war es Hartel, der aus 16 Metern freistehend zum Abschluss kam. Der Schuss des spielstarken Mittelfeldspielers war allerdings zu unplatziert, sodass KSC-Keeper Benjamin Uphoff den Ball sicher fangen konnte. Die letzten zehn Minuten waren wurden dann richtig turbulent.

In der 81. Minute entschied Schiedsrichter Martin Petersen nach einem Foul an Amos Pieper auf Elfmeter. Kapitän Fabian Klos legte sich den Ball zurecht und traf souverän zum 1:1. Nach dem Ausgleich spielte der DSC weiter mutig nach vorne, mit dem Publikum der SchücoArena im Rücken wollte die Mannschaft mehr als einen Punkt. Doch es waren die Karlsruher, die nach einem Fehler der Bielefelder in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Wanitzek zur erneuten Führung trafen – “Nein!”

Die Arminen gaben nicht auf und warfen noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Soukou passte den Ball zum ebenfalls eingewechselten Edmundsson, der nicht lange fackelte und das Spielgerät mit einem tollen Linksschuss im KSC-Tor unterbrachte –”Doch!” – ein Großteil der 20.426 Zuschauer waren außer Haus. Der DSC belohnte sich also doch noch für eine couragierte und spielstarke Leistung.

Kurz darauf war Schluss, sodass eine intensive Partie mit 2:2 endete. Durch die zeitgleiche Niederlage des Hamburger SV (0:1 gegen den 1. FC Heidenheim) steht neben dem Behaupten der Tabellenführung auch die Herbstmeisterschaft fest – “Oh”!

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