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Nachwuchskicker treffen die Profis

Große Augen, neugierige Fragen und ein Duell im Lattenschießen: Für die Kinder der Arminia-Fußballschule stand am Mittwoch ein ganz besonderer Programmpunkt auf dem Plan. Die Profis Julian Kania und Taddel Momuluh schauten auf dem Sportplatz in St. Lorenzen vorbei, beantworteten die Fragen der Nachwuchskicker und traten anschließend beim Lattenschießen gegen die kleinen Arminen an. Bereits am Vortag waren die Kinder der Mannschaft ganz nah gekommen: Beim Testspiel gegen den SC Imst durften sie gemeinsam mit den Profis einlaufen.

Aufgeregt nehmen die 44 Kinder auf den Bierzeltbänken Platz und warten gespannt auf Julian Kania und Taddel Momuluh. Im Vorfeld hatten sie sich viele Fragen überlegt. Und dann geht es los.

„Wie wird man eigentlich Profi?“, ist eine der ersten Fragen. „Mit Talent, ganz viel Training von klein auf und dem unbedingten Willen, Profi zu werden“, antwortet Julian Kania. Natürlich interessiert die Kinder auch, wer in der Mannschaft für die beste Stimmung sorgt. Kania und Momuluh nennen unter anderem Jonas Kersken, Jonny Grodowski und Isaiah Young.

Auch die neuen Trikots sind ein Thema. Welches gefällt den beiden am besten? Die Antwort fällt eindeutig aus: das hellblaue Ausweichtrikot. Nach ihrer schönsten Erinnerung im Arminia-Trikot gefragt, muss Julian Kania nicht lange überlegen: „Mein Tor im DFB-Pokalfinale. Das wird mir für immer im Gedächtnis bleiben.“ Für Taddel Momuluh ist dagegen das letzte Saisonspiel gegen Hertha BSC unvergessen: „Das war ein Befreiungsschlag und hat uns den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesichert.“

Vom Lieblingsessen bis zum traurigsten Arminia-Moment: Die Kinder haben viele Fragen mitgebracht

Doch die Kinder wollen nicht nur die schönen Momente hören. Auf die Frage nach dem traurigsten Erlebnis nannte Kania das verlorene DFB-Pokalfinale in Berlin. „Ins Pokalfinale zu kommen, schafft man vielleicht nur einmal im Leben. Dann möchte man es natürlich unbedingt gewinnen. Dass wir es nicht geschafft haben, hat uns alle sehr getroffen.“ Zum Abschluss wurde es noch einmal etwas leichter: Welchen Verein mögen die beiden nach Arminia am meisten? Kania entschied sich für den FC Bayern München, Momuluh für Borussia Dortmund.

Dann gehen die Nachwuchskicker mit den den beiden Profis auf den Platz zum Lattenschießen. “Ich habe direkt die Latte getroffen”, erzählt der zehnjährige Lars stolz, während er über den Platz dribbelt. „Das haben Kania und Momuluh nicht sofort geschafft.“ Sein persönliches Highlight erlebte er schon gestern: „Ich durfte beim Testspiel der Profis mit Stefano Russo einlaufen. Er ist mein Lieblingsspieler“, sagt Lars mit leuchtenden Augen.

Fußballschule im Trainingslager: Kinder aus Südtirol und Spanien sind dabei

Bereits zum vierten Mal veranstaltet Arminia die Fußballschule im Rahmen des Trainingslagers. In diesem Jahr nehmen 44 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren teil. Die meisten von ihnen kommen direkt aus Südtirol, der kleine Jaron ist mit seinen Eltern sogar aus Spanien angereist. Aufgrund der Sommerferien, die erst am kommenden Montag in NRW starten, hatte Catharina Siemers, Leiterin der Fußballschule gar nicht mit so vielen Teilnehmenden gerechnet. „Dass sich trotzdem über 40 Kinder hier aus der Region und darüber hinaus angemeldet haben, ist ein Zeichen dafür, wie präsent der DSC inzwischen in der Region ist“.

Für Catharina Siemers verfolgt die Fußballschule mehrere Ziele. „Einerseits ist es für die Kinder hier in der Region ein tolles und professionelles Angebot. Gleichzeitig schaffen wir Nähe zu Arminia. Viele der Kinder hätten sonst kaum Berührungspunkte mit unserem Verein. So bleibt eine Verbindung bestehen.“ Und davon profitiert auch die Region. Vor allem für Familien aus Bielefeld lässt sich das Trainingslager mit einem Urlaub in Südtirol verbinden. Während die Kinder von morgens bis nachmittags professionell betreut werden und auf dem Platz ihrem Lieblingssport nachgehen, können die Eltern die Bergwelt erkunden, wandern oder die freie Zeit einfach genießen. So entsteht eine nachhaltige Verbindung zwischen Arminia, den Familien und der Urlaubsregion Südtirol.

Kinder machen das Arminia-Abzeichen: Wer schafft die meisten „Paletschis“?

Trainiert wird auf dem Sportplatz in St. Lorenzen, etwa 20 Autominuten vom Trainingsplatz der Profis entfernt. Das Trainerteam um Johanna Meier, Tim Köster, Christopher Heermann und Leiterin Catharina Siemers betreut die Kinder in drei Altersgruppen. Auf dem Programm stehen täglich zwei Trainingseinheiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von Dribbling und Passspiel bis hin zu Tricks und Spielformen. Dabei legen die Trainer natürlich in erster Linie Wert auf Spaß und Werte wie Fairplay, aber auch darauf, die Inhalte von Tag zu Tag weiterzuentwickeln.

„Man merkt eine Entwicklung. Jeden Tag kommt eine neue Variation dazu und die Kinder setzen die Inhalte immer besser um“, beobachtet Johanna Meier.

Neben den Trainingseinheiten sorgt das Arminia-Abzeichen für zusätzliche Motivation. An verschiedenen Stationen sammeln die Kinder Punkte und können sich am Ende Bronze, Silber oder Gold sichern. Ob Lollischießen vom Mittelkreis, Zielschusskönig, Elfmeter-König, Jonglierkönig, Dribbelkönig oder Passprinz: Bei den abwechslungsreichen Übungen sind Technik, Präzision und Geschicklichkeit gefragt. 

Besonders viel Jubel gibt es beim Ballhochhalten, das im Südtiroler Dialekt „Paletschi“ heißt. Den Tagesrekord stellt Jaron aus Spanien mit 47 Ballkontakten auf. Zur Belohnung gibt es direkt einen Lolli. „Man merkt bei Jaron den Einfluss des spanischen Fußballtrainings. Auf dem Platz fällt seine Spielweise mit vielen kurzen Pässen auf engem Raum auf, da erkennt man schon Unterschiede“, sagt Catharina Siemers. Gleichzeitig betont sie: „Grundsätzlich sind aber alle Kinder hier Talente und wir möchten jedes Kind ganz individuell fördern.“

Fußballschule verbindet Arminia mit Südtirol

Dass im Trainingslager nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern auch neue Freundschaften entstehen, freut Trainer Tim besonders: „Das Schönste ist, dass man so eine Bindung zu den Kindern aufbaut. Einige kennt man schon aus den vergangenen Jahren, manche noch nicht. Nach den Tagen hier in Südtirol hat man die Kinder richtig gut kennengelernt und weiß, wie sie ticken. Das finde ich total schön.“

Nach dem Profi-Besuch wartet auf die Nachwuchskicker noch ein weiteres Highlight: Morgen besuchen sie das Training der Lizenzmannschaft, ehe die Fußballschule am Freitag mit einem Abschlussturnier endet. Bei der Siegerehrung erhalten alle Kinder eine Urkunde und eine Goodie-Tüte. Für die erfolgreichsten Teilnehmer des Arminia-Abzeichens gibt es außerdem die Auszeichnungen in Bronze, Silber und Gold. Was für alle bleibt, sind nicht nur neue Fähigkeiten am Ball, sondern auch neue Freundschaften und ganz viele Erinnerungen an eine ganz besondere Fußballwoche in Südtirol.

Neugierig geworden? Hier gibt es alle weiteren Termine unserer Fußballschule.

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