Nachhaltigkeit in der SchücoArena erleben

25 Teilnehmende begleiteten Anna Pätzmann aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Tobias Mittag vom Fanprojekt auf einem rund zweistündigen Rundgang durch die SchücoArena. Die Gruppe war bunt gemischt – jung und alt, Frauen und Männer, Fußballfans und Nachhaltigkeitsinteressierte. An den einzelnen Stationen wurde nicht nur zugehört, sondern vor allem gefragt, diskutiert und gemeinsam weitergedacht.
Von Mobilität und Energie über Inklusion bis hin zu Erinnerungskultur
Den Auftakt bildete das Thema Mobilität. Rund zwei Drittel des CO₂-Fußabdrucks eines professionellen Fußballvereins entstehen durch die An- und Abreise der Fans. Anna Pätzmann und Tobias Mittag gaben den Teilnehmenden einen Überblick über die Maßnahmen, mit denen Arminia mehr Fans zu einer autofreien Anreise zu Heim- und Auswärtsspielen motivieren möchte, zum Beispiel das Arminia-Mitfahrportal oder der “autofreie Spieltach” mit kostenlosen Leihrädern und Bussen aus dem Umland.
Im weiteren Verlauf der Führung wurde deutlich, wie vielfältig Nachhaltigkeit bei Arminia ist. Es ging um soziale Themen wie Inklusion, Teilhabe und ein gewalt- und diskriminierungsfreies Stadionerlebnis. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Autistenloge, die rund 400 barrierefreien Plätze und die Partnerschaft mit Bethel sowie in die Arbeit der Sicheren Burg.
Auch ökologische Aspekte standen im Mittelpunkt: von Solarenergie, Rasenheizung und Flutlicht bis hin zu nachhaltigem Catering. Dabei wurde unter anderem darüber gesprochen, was mit übrig gebliebenen Speisen aus dem Hospitality-Bereich passiert, welche Möglichkeiten Foodsharing bietet und wie Arminia Plastikabfall reduziert. Auch vegetarische und vegane Angebote sowie der Einsatz von Mehrwegbechern gehören dazu.
Ein weiterer Bestandteil der Führung war die Geschichte des Vereins. Am Julius-Hesse-Platz wurde an den ehemaligen DSC-Präsidenten Julius Hesse erinnert, der während des NS-Regimes in Theresienstadt ermordet wurde. Eine Teilnehmerin, die zuvor an einer Gedenkstättenfahrt anlässlich seines Todestages teilgenommen hatte, teilte ihre persönlichen Eindrücke mit der Gruppe.
„Mir macht es Freude, Fans und Interessierte spielerisch zu zeigen, an welchen Projekten wir täglich arbeiten. Und zu sehen, wie viel Begeisterung dafür aufkommt. Durch unser Logo haben wir die Möglichkeit, wichtigen Themen Aufmerksamkeit zu schenken“, sagt Anna Pätzmann, die die Stadionführung organisiert hat.
Dass diese Begeisterung über die Führung hinauswirken kann, zeigte auch eine Teilnehmerin, die als Lehrerin arbeitet. Sie entwickelte bereits während des Rundgangs Ideen, wie sie gemeinsam mit Arminia nachhaltige Themen für ihre Schülerinnen und Schüler greifbarer machen könnte.
Ein Blick hinter die Kulissen
Natürlich durfte auch der Blick hinter die Kulissen nicht fehlen. Die Tour führte unter anderem durch das MAFA Museum, den Presseraum, die Mannschaftskabinen und den Spielertunnel bis zu den Trainerbänken.
Auf dem Stadiongelände ging es anschließend wieder um ökologische Themen: Rasenheizung, Flutlicht, Solarenergie und Energieverbrauch standen im Mittelpunkt.
Zum Abschluss führte die Tour über den Stadionbereich am Auswärtsblock und durch den VIP-Bereich auf den Balkon der SchücoArena. Von dort bot sich ein weiter Blick über Bielefeld, die Universität und den Teutoburger Wald. Auch der Arminia-Wald war von hier aus zu sehen – ein passender Abschluss für eine Führung, die Nachhaltigkeit aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtete.
Nach rund zwei Stunden ging es mit vielen Eindrücken, neuen Perspektiven und jeder Menge Gesprächsstoff zurück zur Geschäftsstelle.



















