Aktuelles Arminis

Mitch begrüßt Arminis

Der Presseraum ist gut besucht, doch statt der üblichen Medienvertreter, sitzen die Arminis auf den Plätzen der Journalisten und Journalistinnen. Eine Kinderpressekonferenz mit dem neuen Chefcoach Mitch Kniat steht an. Trainer und Fans freuen sich auf ihre erste Begegnung und einen lustigen Nachmittag. Die Arminis sind wie immer bestens vorbereitet und haben sich viele Fragen aufgeschrieben. Gemeinsam durchlaufen sie anhand von Fotos und Anekdoten Mitchs Stationen als Spieler und Trainer und lernen ihn auch von einer ganz persönlichen Seite kennen.

Gestartet hat Mitch in seiner Jugend als Stürmer, „aber ich bin im Laufe meiner Fußballerkarriere immer weiter nach hinten rotiert und war dann Innenverteidiger.“ Über viele Stationen, wie Alemannia Aachen, Borussia Mönchengladbach II und SC Wiedenbrück führt Mitch die Arminis durch seine Laufbahn als Profifußballer. Aber seine schönsten Momente als Spieler hatte er ganz am Ende seiner aktiven Karriere beim Blumenthaler SV, erzählt der Coach: „Die Truppe war überragend, wir hatten ein ähnliches Alter und viele sind mir bis heute als Freunde geblieben.“ In dieser Phase hat Mitch in einer Doppelrolle als Spielertrainer agiert und seine schönsten Tore erzielt: „Ein Fallrückzieher und ein Distanzschuss aus 65 Meter“ schwärmt er nostalgisch. Der höchste Sieg damals war 15:0, das bleibt natürlich auch in Erinnerung.

Die Arminis interessiert besonders, mit welchen bekannten Profis Mitch zusammengespielt hat. Einen haben die älteren Arminis sogar noch selbst kennengelernt: Stephan Salger. Der ehemalige DSC-Profi gehörte zu Mitchs Teamkameraden. Auch mit Lukas Podolski hat der jetzige Coach mal in der Jugendauswahl gespielt. „Lukas war der beste Linksfuß, mit dem ich jemals zusammengespielt habe“, denkt Mitch bewundernd zurück. Er verknüpft dies gleich mit einer Erkenntnis: „Stärken noch stärker machen!“ und führt aus: „Wenn man eine Stärke hat, wie zum Beispiel den Linksfuß, dann sollte man diese Stärke konsequent weiter trainieren und nicht um jeden Preis versuchen die Beidfüßigkeit zu erreichen.“

Ähnlich wie bei Podolski, hat Mitch auch bei Mitspieler Marc-André ter Stegen sofort erkannt, dass er ein außergewöhnlich guter Fußballer ist. Als die beiden bei Gladbach II zusammengespielt haben, war das junge Torwarttalent erst 17 Jahre alt. Mitch, damals schon 23, hatte gleich verstanden, dass dieser Junge ungewöhnlich begabt und den anderen im Team weit voraus ist.  Mit einem anderen großen Fußballnamen hat der DSC-Coach die Schulung zum Fußballehrer gemacht: Weltmeister Miro Klose. Als Mitschüler fing der Kontakt an und bis heute sind die beiden gut befreundet. Von seinem Freund bekam der DSC-Coach sogar ein Original-Trikot der WM 2014 geschenkt. Die Arminis machten große Augen!

Mit der Ausbildung zum Fußballehrer, startete Mitchs zweite Karriere als Trainer. Vom Blumenthaler SV ginge es zum SC Paderborn 07 II und von dort ab 2022 zum SC Verl. Und dann kam der Anruf von Arminia Bielefeld, der alles veränderte. Beim DSC den Trainerposten zu übernehmen, ist eine „riesen Sache“ für Mitch, da er Arminia immer als großen, wichtigen Verein wahrgenommen hat. Als bekannt wurde, dass er bei Bielefeld unterzeichnet hat, hatte er 386 WhatsApp Nachrichten auf seinem Handy, erzählt Mitch den Nachwuchsjournalisten und – journalistinnen.

Aus Verl hat Mitch seinen Co-Trainer Daniel Jara mitgebracht, den er schon aus Paderborner Zeiten kennt. „Co-Trainer sind sehr wichtig, gerade auch in schlechten Zeiten“ erklärt Mitch. Nach der Verpflichtung ging es schnell ins Trainingslager, ins wunderschöne Südtirol. Aber als Trainer ist es schwer, ein Trainingslager zu genießen, egal wie gut die Bedingungen sind, da ganz viel Arbeit ansteht. Aber es gab auch lustige Momente, wie die Raftingsbootstour – „Wichtig, um als Team zusammen zu wachsen.“ Nun hofft Mitch langfristig in Bielefeld bleiben zu können und möchte in den nächsten zwei Jahren mit den Blauen aufsteigen. Das hörten die Arminis natürlich gern.

Viele weitere Arminis Fragen folgen und Mitch gibt prompt eine Antwort: Seine Lieblingsnummer war schon immer die 5. Er zieht Katzen den Hunden vor. Er würde eher nach Miami als nach Saudi-Arabien wechseln. Und wenn er sich einen Spieler aus der Weltspitze aussuchen könnte, dann wäre es Erling Haaland, da der Stürmer quasi ein Garant sei für 30 Saisontore. Er hält seine Routinen an Spieltagen immer genau ein und hat immer exakt denselben Ablauf.

Auch in seine Gefühlswelt nimmt Mitch die Arminis mit: „Nach einer Niederlage bin ich die ganze Woche bedient“, gesteht er. Nach einem Sieg ist er dagegen natürlich „immer super glücklich am nächsten Tag." Deshalb gibt er den jungen Fans eine wichtige Weisheit mit auf den Weg: „Nach schlechten Momenten schnell wieder aufstehen, da gute Momente folgen werden!“ Diese Motivation nehmen die Arminis genauso mit, wie ein persönliches Foto und ein Autogramm mit ihrem DSC-Cheftrainer.


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