„Mit St. Pauli verbinde ich nur positive Erinnerungen“

Am Freitag reist der FC St. Pauli erstmals seit längerer Zeit wieder nach Bielefeld. Was für eine Mannschaft erwartet euch am Freitag und worauf müsst ihr euch einstellen?
„St. Pauli ist Bundesliga-Absteiger und verfügt einfach über sehr gute Einzelspieler und viel Qualität im Kader. Gerade offensiv sind sie sehr stark, das haben sie auch schon unter Beweis gestellt. Darauf müssen wir uns einstellen und von Beginn an dagegenhalten.“
Was wird aus deiner Sicht entscheidend sein, damit ihr zuhause gegen St. Pauli die drei Punkte holt?
„Wir müssen unsere Leistung über 90 Minuten abrufen und mit einer guten Intensität gegen den Ball ins Spiel kommen. Darüber wollen wir dann auch unsere spielerischen Elemente entwickeln. Wichtig ist, dass wir die Fans von der ersten Minute an mitnehmen, so wie wir es zuletzt gegen Cottbus geschafft haben. Da war die Mannschaft von Beginn an da, die Fans waren da und haben uns getragen. Wenn wir das wieder schaffen, kann es am Ende ein gutes Spiel für uns werden.“
Du hast selbst drei Jahre in der Jugend beim FC St. Pauli gespielt. Wie blickst du heute auf diese Zeit zurück?
„Es war eine sehr schöne und prägende Zeit. Ich hatte immer viel Spaß und habe mich auch sehr wohl in dem Club gefühlt. Mit St. Pauli verbinde ich nur positive Erinnerungen.“

Es ist auch ein Wiedersehen mit Louis Oppie. Wie sehr freust du dich, ihn wiederzutreffen und gibt es sonst noch Berührungspunkte mit ehemaligen Mitspielern?
„Ich freue mich sehr, Oppie wiederzusehen. Ich habe ihn jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen. Gleichzeitig freue ich mich für ihn, welche Entwicklung er bei St. Pauli genommen hat und dass er sich dort zu einem festen Bestandteil der Mannschaft etabliert hat. Ansonsten gibt es aus meiner Zeit bei St. Pauli keine ehemaligen Mitspieler mehr dort. Die sind mittlerweile alle weitergezogen.“
In dieser Saison standest du bislang in allen vier Pflichtspielen auf dem Platz. Wie wichtig ist dieser Start für dich persönlich?
„Es gibt mir ein gutes Gefühl und es freut mich natürlich, dass ich wieder mehr Spielzeit bekomme. Trotzdem ist das für mich kein Grund, mich darauf auszuruhen. Es geht darum, jeden Tag 100 Prozent zu geben und weiter an mir zu arbeiten.“

Du hast in deiner Karriere schon einiges erlebt: von der Jugend beim FC St. Pauli über Leverkusen und Groningen bis zu deinen Jahren bei Arminia mit Meisterschaft, Aufstieg und Pokalfinale. Was hat dich auf diesem Weg als Spieler am meisten geprägt?
„Bei jeder Station habe ich mich als Spieler und auch als Mensch weiterentwickelt. Am prägendsten war für mich trotzdem die Aufstiegssaison mit Arminia und natürlich der Weg bis ins Pokalfinale. Das waren einfach unglaubliche Momente, die man niemals vergessen wird. Da sind wir als Mannschaft auch nochmal richtig zusammengewachsen.“
Wenn du deinen eigenen Spielstil in drei Worten beschreiben müsstest: Welche wären das?
„Balleroberer, ballsicher und laufstark.“
Du bist in Pinneberg geboren. Welche Verbindung hast du heute noch zu deiner Heimat und wie oft bist du dort?
„Ich habe natürlich noch eine sehr starke Verbindung zu meiner Heimat, auch weil dort meine Familie und viele meiner Freunde leben. In der Sommer- oder Winterpause versuchen wir deshalb immer, nach Pinneberg zu fahren. In einer Länderspielpause ist es meistens etwas schwieriger, weil die Zeit dafür einfach zu knapp ist.“

Im Januar bist du Vater geworden. Was bedeutet es dir, nach dem Training nach Hause zu kommen und Zeit mit deiner Familie zu verbringen, und wie hat sich dein Leben dadurch verändert?
„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man nach Hause kommt und meine Frau einem mit dem Kleinen auf dem Arm die Tür aufmacht und er einen dann anlächelt. Das ist wirklich unglaublich schön. Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meiner Familie. Klar, das Leben hat sich dadurch verändert, aber wir genießen diese neue Situation sehr. Es ist einfach das schönste Glück, das einem passieren kann.“
Wird dein Sohn am Freitag auch mit dabei sein?
„Der Kleine wird auch beim Spiel dabei sein. Er hat bisher eine ganz gute Quote. Bei zwei Spielen war er im Stadion und zweimal haben wir gewonnen. Ich hoffe natürlich, dass er diese Quote beibehält.“
Wenn du einem Hamburger erklären müsstest, was Arminia und das Umfeld ausmachen. Was würdest du ihm erzählen?
„Ich würde ihm sagen, dass Arminia wirklich ein unglaublicher Verein ist, der eine große Einheit bildet. Es ist sehr familiär und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und mit den Fans ist hier etwas ganz Besonderes. Das spürt man immer wieder und genau das macht Arminia für mich aus.“

