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Mit leeren Händen aus Freiburg

Leider mit leeren Händen musste der DSC Arminia Bielefeld die Heimreise aus Baden-Württemberg antreten. Am 11. Spieltag der Bundesliga behielt der SC Freiburg am Ende mit 2:0 (0:0) die Oberhand gegen die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Neuhaus. Bis in die Schlussphase hinein hatte sich der Erstliga-Aufsteiger mit viel Einsatz, hoher Laufbereitschaft, einem überragenden Torwart Stefan Ortega Moreno und auch mal mit dem notwendigen Quäntchen Glück auf Kurs Punktgewinn befunden. Dann brachte ein Foulelfmeter (78.) den DSC ins Hintertreffen.

Noch weit vor dem Anpfiff musste der DSC eine schlechte Nachricht verdauen. Reinhold Yabo, zuletzt dreimal in Folge in der Startelf, war auf Grund schwerer Magen-Darm-Probleme am Samstagmorgen nicht spielfähig und wurde nach einem negativen Corona-Schnelltest von einem Arminia-Mitarbeiter sofort zurück nach Bielefeld gebracht. Seine Position auf dem linken Offensivflügel in der Anfangsformation nahm Cebio Soukou ein.

Dann ging es los: Nach fünf Minuten hatte der DSC am Freiburger Strafraum eine aussichtsreiche Freistoßgelegenheit, jedoch landete Ritsu Doans halbhohe Hereingabe in der Sportclub-Abwehr. Die anschließende Flanke von Cebio Soukou brachte Mike van der Hoorn per Kopf ohne Druck auf den Kasten der Gastgeber.

Freiburg antwortete nach einer Freistoßflanke mit einem Kopfball von Manuel Gulde, den Stefan Ortega Moreno sicher packte (8.).

So war von Beginn an viel Schwung und Tempo in der Partie. Freiburg versuchte immer wieder mit schnellem und direktem Kombinationsspiel über die ganze Breite des Platzes, Löcher in die DSC-Defensive zu reißen. Arminia stand aber kompakt und verteidigte konzentriert und diszipliniert. Nach 18 Minuten lag der Ball zwar im Bielefelder Tor. Doch zuvor hatte es eine klare Abseitsposition gegeben.

Nach einem Fehlpass in der Freiburger Abwehr hatte Arminia eine Möglichkeit, doch der 16-Meter-Schuss von Sven Schipplock brachte den SCF-Keeper nicht ernsthaft in Gefahr (20.). Postwendend stand Stefan Ortega Moreno wieder im Blickpunkt, als Lucas Höler frei vor ihm auftauchte – und unsere Nummer 1 bravourös parierte (22.).

Freiburg blieb optisch die spielbestimmende Mannschaft, Arminia blieb jedoch aufmerksam und gut organisiert. Allerdings wurde die eine oder andere Möglichkeit auf einen Konter durch fehlende Präzision beim letzten Pass in die Spitze vergeben. So stand es nach 30 Minuten noch 0:0.

Dass nach knapp 40 Minuten immer noch kein Tor gefallen war,  war innerhalb weniger Sekunden erst Stefan Ortega Moreno zu verdanken, dann der Latte. Zunächst hatte der Arminia-Keeper nach einem schnellen Freiburger Konter Vincenzo Grifos Knaller aus kurzer Distanz super abgewehrt, den Abpraller donnerte Nils Peterson aus wenigen Metern ans Gebälk, von wo aus die Kugel exakt auf die Torlinie sprang – kein Treffer (38.). Aus diesem Grund hieß es zur Pause: 0:0.

Nach dem Seitentausch kam der DSC mit einem Blitzangriff aus der Kabine, aber für Schipplocks Steilpass in den Freiburger Fünfer kam Doan einen Schritt zu spät (47.). Schnell ging es auch nach 52 Minuten, doch diesmal war Doans Steilpass auf Soukou zu ungenau. Im Gegenzug prüfte Petersen Ortega Moreno aus wenigen Metern, wieder blieb Arminias Schlussmann mit einer Parade der Sieger im Duell (53.).

Unsere Nummer 1 blieb im Blickpunkt: Grifo per Drehschuss vom Strafraumeck – stark abgetaucht von Ortega Moreno. Und Nils Petersen setzte den Abprall aus kurzer Distanz daneben (58.). Durchatmen beim DSC.

In der Folge kam die Neuhaus-Elf besser in die Partie, hielt den Sportclub weit weg vom eigenen Kasten und tastete sich stückweise Richtung Freiburger Kasten vor. Joakim Nilssons Kopfball nach einer Ecke (66.) flog jedoch deutlich drüber.

Kurze Zeit später ließ eine Szene, in der Ritsu Doan alleine auf das Freiburger Tor hätte stürmen können, die Arminia-Gemüter hochkochen. Denn der Japaner wurde zurückgepfiffen, weil Schiedsrichter Harm Osmers beim haarsträubenden Fehlpass des Freiburger Verteidigers ein Offensivfoul von Schipplock erkannt haben wollte. Diese Meinung hatte der Unparteiische leider exklusiv (68.).

Kurz danach brannte es im SCF-Strafraum nach der dritten DSC-Ecke, die flach hereinflog, jedoch im Fünfer keinen Abnehmer fand (73.). Erfolglos blieb leider Andersson Lucoquis Fernschuss (74.) ebenso wie Cedrics Brunners Flachschuss nach einer Ecke (76.).

Genau in diese Phase, in der der DSC ein wenig Oberwasser bekam ohne die ganz große Torgefahr auszustrahlen, pfiff Osmers Elfmeter für die Schwaben. An dieser Entscheidung gab es jedoch nichts zu rütteln: van der Hoorn hatte gefoult. Grifo versenkte im Anschluss den Strafstoß (78.).

In der Schlussphase warf Arminia alles nach vorne, wechselte alle zur Verfügung stehenden Offensivspieler ein, aber kam trotz allen Einsatzes zu keiner klaren Ausgleichschance mehr. Stattdessen nutzten die Hausherren in der Nachspielzeit einen Konter zum 2:0-Endstand (90.+2) durch Woo-Yeong Jeong.

SC Freiburg:
Müller – Lienhart, Schlotterbeck, Gulde – Santamaria, Höfler – Schmid (68. Tempelmann), Höler (68. Sallai), Grifo (86. Jeong), Günter – Petersen (76 Demirovic).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, van der Hoorn, Nilsson, Lucoqui (89. Müller)- Soukou (62. Córdova), Prietl, Hartel (82. Seufert), Doan – Klos, Schipplock (82. Gebauer).

Tore:
1:0 (79. Foulelfmeter) Grifo, 2:0 (90.+1) Jeong.

Gelbe Karten:
Höler, Höfler, Grifo/-

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