Knappe Niederlage gegen Standard Lüttich

Arminia erwischte einen guten Start in die Partie. Bereits in den Anfangsminuten setzte sich Taddel Momuluh über die rechte Seite durch, sein Abschluss strich jedoch knapp am Außennetz vorbei. In einer intensiven Anfangsphase begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Sowohl der DSC als auch Standard Lüttich liefen den Gegner früh an und setzten ihn mit hohem Pressing unter Druck. Die Bielefelder Defensive verteidigte dabei aufmerksam und ließ zunächst kaum gefährliche Abschlüsse zu. Die erste nennenswerte Chance der Belgier verfehlte das DSC-Tor noch deutlich (32.), ehe Stefano Russo mit einem Distanzschuss den gegnerischen Schlussmann prüfte (33.).
Die beste Phase der Arminen folgte wenig später. Henri Koudossou eroberte den Ball im Mittelfeld und leitete einen sehenswerten Angriff ein. Über Taddel Momuluh gelangte der Ball zu Marius Wörl, dessen Abschluss aus der Distanz das Tor nur knapp verfehlte (35.). Mit 0:0 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Hälfte brachte Cheftrainer Oliver Kirch Marvin Mehlem für Sam Schreck. Der DSC kam erneut aktiv aus der Kabine, doch auch die Gastgeber wurden zunehmend gefährlicher. Nach ersten Abschlüssen, die das Tor noch verfehlten (55., 60.), ging Standard Lüttich in der 64. Minute in Führung. Nach einem Freistoß von Nielsen traf Hautekiet im Strafraum zum 1:0. Arminia suchte im Anschluss die direkte Antwort. Nach einer Ecke von Tim Handwerker setzte Marius Wörl den Ball über das Tor (66.), auch der folgende Kopfball von Maximilian Großer brachte nicht den Ausgleich. Benjamin Boakye ersetzte kurz darauf Wörl (68.), später kam auch Roberts Uldriķis für Jannik Rochelt ins Spiel (77.).
In der Schlussphase drängte der DSC auf den Ausgleich. Benjamin Boakye sorgte mit einer Hereingabe noch einmal für Gefahr (84.), ehe Tim Handwerker einen Freistoß über das Tor setzte (87.). Die letzte Möglichkeit gehörte ebenfalls den Arminen. Nach einer Ecke kam Roberts Uldriķis zum Abschluss, konnte den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen.
So blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage. Gegen den belgischen Erstligisten zeigte der DSC über weite Strecken eine engagierte Leistung, verteidigte insgesamt sehr stabil und erspielte sich mehrere gute Offensivaktionen. Die Entscheidung fiel letztlich durch eine Standardsituation.
Stefano Russo: „Wir haben einen guten Gegner erwartet und insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Wir sind gut in die Partie gekommen und hatten direkt durch Taddel eine hundertprozentige Chance. Das hat sich eigentlich durch das gesamte Spiel gezogen. Standard hatte viel Ballbesitz, ist aber nur selten gefährlich vor unser Tor gekommen. Wir haben defensiv gut gearbeitet und kaum Abschlüsse zugelassen. Gleichzeitig hatten wir zwei oder drei Situationen, in denen wir das Spiel für uns entscheiden müssen. Das haben wir nicht geschafft und dann fällt das Gegentor nach einer Standardsituation. Gut, dass uns das jetzt passiert und nicht nächste Woche zum Saisonstart. Daraus können wir lernen. Wir hatten viele gute Umschaltmomente und sind oft gefährlich vors Tor gekommen, jetzt müssen wir diese Chancen konsequenter nutzen. Insgesamt war es ein guter Test und wir gehen mit einem guten Gefühl in den Saisonauftakt. Natürlich wäre ein Sieg noch schöner gewesen, aber die Leistung stimmt uns positiv.“
Cheftrainer Oliver Kirch: „Ich habe heute sehr viele gute Dinge gesehen. Direkt mit der ersten Aktion hätten wir in Führung gehen können. Danach haben wir uns zunächst etwas schwergetan, den Zugriff zu bekommen, das wurde nach etwa einer Viertelstunde aber deutlich besser. Die erste Halbzeit haben wir dann sehr ordentlich zu Ende gespielt. Wir hatten viele Torschüsse und haben defensiv nur wenig zugelassen. Bis zum Gegentor musste Jonas keinen Ball halten. Auch nach der Pause hatten wir eine dominante Phase. Heute hat sich aber noch einmal gezeigt, dass wir unsere Angriffe konsequenter zu Ende spielen müssen. Die Möglichkeiten, die wir uns erarbeitet haben, müssen wir besser nutzen. Das Gegentor fällt nach einer unglücklichen Kontersituation und einem Standard, das müssen wir künftig besser verteidigen. Trotzdem war heute mit und gegen den Ball vieles sehr ordentlich. Das Ergebnis gefällt uns natürlich nicht, die Leistung der Mannschaft war aber insgesamt gut. Die Jungs haben sich in vielen Bereichen während der Vorbereitung weiterentwickelt. Trotzdem wissen wir, dass wir weiter hart arbeiten müssen und noch ein paar Dinge verbessern können.“
Kersken - Koudossou, Bauer, Großer, Handwerker - Russo – Schreck (46. Mehlem), Wörl (68. Boakye) - Momuluh, Grodowski, Rochelt (77. Uldrikis)

