Klos und die 150: Die Geschichte von Rischenau

Man muss schon sehr weit zurück in die Vergangenheit schauen, um den ersten Pflichtspiel-Treffer von Fabian Klos im DSC-Dress zu finden. Genauer gesagt bis in den August 2011 – es war ein sommerlicher Tag, an dem es fürchterlich regnete, auf einem Dorfplatz in der Gemeinde Lippe. 1.500 Menschen hatten sich eingefunden, um der Erstrunden-Partie des Westfalenpokals gegen den TSV Rischenau beizuwohnen. Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie angepfiffen, stand es auch schon 1:0 für den damaligen Drittligisten. Ein gewisser Fabian Klos hatte in der ersten Minute getroffen. Am Ende gewann der DSC 10:0 und zog dadurch standesgemäß in die zweite Runde ein. Doch die eigentliche Geschichte des Spiels ist erst neun Jahre später erzählt – eine Geschichte, die zum Glück noch kein Ende gefunden hat.
In den mittlerweile fast neun Jahren, die der gebürtige Gifhorner nun das Arminia-Trikot trägt, ist eine Menge passiert. Es gab viele tolle Momente, wie die Zweitligaaufstiege oder auch den Halbfinal-Einzug im DFB-Pokal, aber eben auch schwierige Momente, von denen die verlorene Relegation gegen Darmstadt wohl am meisten in Erinnerung bleiben dürfte. Doch Klos hat das nicht umgeworfen, er ist sich und Arminia auch im Misserfolg treu geblieben, stets vorangegangen und hat mit seinen Treffern und seiner Art geholfen, den DSC zurück in die Erfolgsspur zu bringen.
Angefangen hat diese intensive Beziehung mit seinem ersten Arminia-Pflichtspieltreffer auf einer kleinen Bühne in Rischenau – vor 1.500 Menschen, bei strömenden Regen. Jetzt, fast neun Jahre später, steht Klos auf größeren Bühnen – 150 Tore in Pflichtspielen sind eine Hausmarke! Am Ende dieser Woche könnte die ganze Geschichte um ein Kapitel reicher sein. Und wenn Klos dabei noch das eine oder andere Tor gelingen würde, könnte die Bühne im kommenden Jahr die größte sein, auf der er – zusammen mit seiner Mannschaft und seinem Verein – je gestanden hat.

