Jugendclub trifft DSC-Profi

Mit Blick auf das Spielfeld der SchücoArena wartete der DSC-Profi bereits im Sky Office auf die Jugendlichen. Zum Einstieg erzählte er vom Mannschaftstraining am Vormittag – bei bestem Wetter hatten die Profis auf dem Platz gestanden.
Dann nahm Wörli die Jugendlichen mit in seine Heimat. Aufgewachsen ist er in Gosseltshausen in Bayern, ein kleiner Ort auf dem Land. Die Ruhe und das Ländliche schätzt er bis heute sehr. Nach seiner Karriere könnte er sich gut vorstellen, dorthin zurückzukehren. Als Jugendlicher besuchte er häufig Heimspiele des FC Ingolstadt, da der Verein nicht weit von seinem Heimatort entfernt liegt.
Und wie gefällt dir Bielefeld? „Mittlerweile, fühlt sich die Stadt wie eine zweite Heimat an!“ beteuert Marius nachdrücklich. Er fühlt sich hier sehr wohl, habe seine Freundin in Bielefeld kennengelernt und ist besonders gerne in der Altstadt unterwegs. Nur ein Wahrzeichen der Stadt hat der DSC-Profi bisher noch nicht besucht: die Sparrenburg – das möchte er aber auf jeden Fall noch nachholen.
Auch über den Wechsel im Sommer von Hannover 96 zu Arminia Bielefeld sprach Wörli ganz offen. Ihm ist schnell klar gewesen, dass er unbedingt in Bielefeld bleiben möchte. Da er sich sowohl im Verein als auch privat sehr wohl fühlt und zudem nie ein Pflichtspiel für Hannover 96 bestreiten durfte, war die Freude umso größer, als der endgültige Wechsel schließlich feststand.
Ein Jugendlicher hakte nochmal nach und fragte, wie es sich angefühlt habe, den Wechsel beim ersten Heimspiel vor Anpfiff im Stadion persönlich zu verkünden. Marius erinnerte sich, dass er in diesem Moment sehr aufgeregt, nervös und emotional war. Ein Gefühl, das er sogar mit der Anspannung vor dem DFB-Pokalfinale verglich. „Nur wenige Menschen durften im Vorfeld davon wissen.“ Umso größer waren die Freude und Erleichterung, als er den Fans die Nachricht schließlich offiziell mitteilen konnte.
Das Privatleben des Spielers interessierte die Jugendlichen ebenfalls. Marius beschrieb sich selbst als echten Familienmenschen. Seine Eltern unterstützen ihn bei jedem Heimspiel und nehmen dafür sogar den weiten Weg aus Bayern auf sich. Auf die Frage nach seiner Kinderplanung musste er schmunzeln: „Aktuell ist das noch kein Thema, eher etwas für die Zeit nach der Karriere.“ Wenn es irgendwann so weit ist, würde er am liebsten zwei Kinder haben: einen Jungen und ein Mädchen. Ob der Sohn dann auch Fußball spielen müsse? „Wäre natürlich cool, wenn ich ihm ein bisschen was mit dem Ball beibringen könnte“, meinte er lachend. „Am Ende soll er aber selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte.“
Ein besonders emotionaler Moment seiner bisherigen Zeit bei Arminia kam zum Abschluss des Treffens zur Sprache: Das riesige Wörl-Graffiti, das im vergangenen Sommer an der Osttribüne entstanden ist. Als Marius davon erfahren hat, ist ihm die Nachricht sehr nahe gegangen, erzählte er den Jugendlichen. Es sei für ihn eine große Ehre, auch weil er Freunden und Familie dieses besondere Bild und Zeichen der Wertschätzung zeigen kann und es ihn immer wieder an die letzte Pokalsaison erinnern wird. Gleichzeitig betonte er, dass sich viele Erfolge der vergangenen Saison für ihn immer noch nicht ganz real anfühlen. Vielleicht auch, weil er noch jung ist und in seiner Karriere noch viele Ziele vor sich hat. Das Graffiti wird aber auch dann noch da sein, wenn seine Karriere irgendwann vorbei ist.
Die anwesenden Jugendlichen werden sich beim Anblick des Graffitis in Zukunft nicht nur an die mitreißende Pokalsaison 24/25 erinnern, sondern auch an den interessanten Nachmittag im Sky Office, an dem sie einen sehr nahbaren und lockeren Marius Wörl kennengelernt haben.



























